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Chrysler Sebring Cabrio: Drei auf einen Klapp

In den USA ist der neue Chrysler Sebring als geschlossene Limousine bereits seit einiger Zeit am Start. Im kommenden Frühjahr legen die Amerikaner nun die Cabrioversion nach - und das gleich in drei Varianten.

Über Sinn und Unsinn von Modellvarianten lässt sich prächtig diskutieren. Man muss einfach nicht alles verstehen. Das trifft auch auf die Cabrioversion des neuen Chrysler Sebring zu. Eines der erfolgreichsten Cabriolets der Welt erstrahlt nach der Los Angeles Autoshow in einem neuen Glanz. Wieso es aber gleich drei Modellversionen - eine mit Klappdach und zwei mit unterschiedlichen Softtops - gibt, kann einem auf der Messe keiner so recht erklären. Nach dem Mazda MX-5, der seinen Kunden bei der Bestellung die Wahl zwischen einem teilelektrischen Klappdach und der händisch zu bedienenden PVC-Mütze lässt, ist der offene Sebring das einzige Auto mit Wahl-Dach.

Auf Wunsch auch billig

Viele Kunden freuen sich über die neue Kombination von Cabriolet und Coupé und werden sie ab Sommer 2007 auch in Europa haben können. Dann kommt das Sebring Cabriolet auch hier auf den Markt. Das feste Dach lässt sich vollelektrisch aus dem Innenraum und per Fernbedienung steuern. So weit so gut. Wer nun partout auf die klassische Softtopversion steht, kann den Sebring auch mit einem Stoffdach bekommen. Ausstattung und Bedienung bleiben sonst gleich. Als drittes gibt es die Softtopversion auch noch mit einem elektrischen Vinyldach. Die preiswerten Vinylkreationen gehören eigentlich in die 70er und 80er Jahre. Beliebte Sonnenanbeter wie das Käfer Cabrio, das Erdbeerkörbchen Golf oder die Ente von Citroen waren mit diesem strapazierfähigen Billigmaterial zu haben.

Geschrumpfte Größe

Fiel das bisherige Sebring Cabriolet durch seine üppigen Dimensionen auf, so wirkt der 4,92 Meter lange Nachfolger durch einen verlängerten Radstand trotz gleicher Dimensionen kompakter. Im Kofferraum lassen sich bei geöffnetem Dach zwei Golfbags unterbringen. Das Chrysler Sebring Cabriolet wird wie sein geschlossener Bruder mit drei Benzintriebwerken zwischen 173 und 235 PS und einem 140 PS starken Diesel aus dem VW-Regal verfügbar sein.

Erstmals kommt im Sebring eine neue Sechsgang-Automatik zum Einsatz. Ähnlich wie schon bei der Limousine bleibt der Innenraum den versprochenen Premiumanspruch schuldig. Materialien und Übersichtlichkeit liegen nach wie vor nicht auf dem Niveau der schärfsten Konkurrenten wie BMW 3er, Mercedes CLK oder Audi A4 Cabriolet. Das Topmodell Chrysler Sebring Cabriolet Limited ist mit elektrischen Ledersitzen, DVD-Entertainmentsystem mit Festplattenspeicher, ESP und diversen Airbags gewohnt komplett ausgestattet. Ungewöhnliche Spielerei: Neben dem vollelektrischen Cabriodach kann auch der Motor per Funk fern bedient werden.

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Nun auch mit Fahrspaß

Ganz im Stile der neuen Limousine ist die Oben-ohne-Version schon optisch deutlich sportlicher und gefällt mit ihrer sanft ansteigenden Seitenlinie. Sie bleibt ein echter Viersitzer mit großzügig dimensioniertem Kofferraum. Auf eine Persenning kann im Vergleich zum Vorgänger verzichtet werden: Ist das Dach geöffnet, wird es von einer festen Abdeckung geschützt. Schmale C-Säulen unterstützen bei geschlossenem Verdeck das schlanke Profil und die Sicht nach hinten.

Der anfangs noch als Stratus verkaufte Viersitzer zeichnete sich durch ein üppiges Platzangebot und eine schlichte Eleganz aus. Insbesondere das schwammige Fahrwerk und eine weiche Karosserie haben es ihm auf dem europäischen Premiummarkt jedoch ebenso schwer gemacht, wie sein schlechter Wiederverkaufswert. Mit einer um den Faktor 2,5 versteiften Karosserie will der neue Sebring jetzt auch gehobenen fahrdynamischen Ansprüchen genügen.

Pressinform / PRESSINFORM

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