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Deutsche Elektroautos in Reihe eins?: IAA: die Spannung steigt

Die Spannung vor der 67. Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt wächst. Auch wenn viele Elektroautos erst ab 2020 auf die Straßen rollen - gerade die deutschen Hersteller wollen sich auf der heimischen Automesse als Innovationsführer im Bereich Elektroautos zeigen. Die Verzögerungen haben insbesondere technische Gründe.

VW I.D. Buzz

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In der Firmenzentrale von Tesla im kalifornischen Palo Alto sieht man der IAA 2017 mit großer Entspannung entgegen. Der von vielen messianisch gefeierte Hersteller von Elektroautos und sein personifiziertes Aushängeschild Elon Musk kommen ebenso wie knapp ein Dutzend weiterer Autohersteller gar nicht erst auf die Frankfurter IAA. Die Messe drückt für viele mehr denn je die alte Autowelt aus - und genau hier möchten sich Tesla und Elon Musk nun wirklich nicht sehen. Die Verantwortlichen vieler Autokonzerne sind derweil angespannter denn je, denn der Wechsel vom rund 130 Jahre alten Auto mit Verbrennungsmotor hin zum Elektroauto scheint für viele nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

IAA: die Spannung steigt
VW I.D. Buzz

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Auch wenn viele Firmen fehlen - gerade die deutschen Hersteller können sich nicht erlauben, eine betagte Leistungsschau wie die IAA auszulassen. So wird in den Messehallen zwischen Main und Messeturm auf den Putz gehauen, was das Zeug hält. Neben zahlreichen Neuheiten im Bereich Sportwagen, Luxus, Crossover und SUV kann sich kaum jemand erlauben, nicht etwas wirklich Neues aus dem Bereich Elektroantrieb zu präsentieren. Audi zeigt seinen e-tron SUV, Mercedes die Studie eines kompakten Elektromodells und BMW wohl eine Antwort auf Teslas Model 3. Problem: während vom Model 3 zumindest schon eine Handvoll Modelle zu Testzwecken an eigene Mitarbeiter ausgeliefert worden sind und zum Jahreswechsel die ersten Serienfahrzeuge in Kundenhand folgen sollen, fiedeln die deutschen Hersteller lautstark auf der elektrischen Zukunftsgeige. Problem: die Elektromodelle, die auf der 67. IAA ab Mitte September bestaunt werden können, sind in den Monaten nach der Messe noch nicht im Handel. Audi dürfte seinen e-tron Quattro ebenso frühestens im Sommer 2018 in den Handel bringen, wie Jaguar seinen schicken i-Pace. BMW hat aktuell nur den dünn auf der IAA überarbeiteten i3 / i3S, dann in 2020 einen elektrischen X3 und einen möglichen Tesla-Model-3-Fighter. Bei Mercedes und Porsche sieht es mit Elektromodellen kaum anders aus. Mercedes nahm seine elektrische B-Klasse vor kurzem erst vom Markt und bringt seinen Mittelklasse-SUV namens EQ C ebenfalls erst in knapp zwei Jahren zum Kunden. Porsche läuft die Zeit davon, den Mission E als schlagkräftigen Gegner für Teslas Model S noch im Jahre 2019 präsentieren zu können.

Volkswagen hat konkret fünf neue Elektromodelle in Vorbereitung. Erst jüngst gab es in Pebble Beach publikumswirksam grünes Serienlicht für den elektrischen Bulli. Zudem kommen das Kompaktklassemodell I.D., die Mittelklasselimousine I.D. Aero und zwei elektrische SUV für fünf und sieben Personen mit den Bezeichnungen I.D. Crozz und I.D. Lounge. Alle rollen ebenso wie die Serienversion des Crossovers Skoda Vision E auf der variablen Elektroplattform des VW-Konzerns, die den Namen MIB trägt. Problem: vor 2020 geht auch hier gar nichts. Da dürfte Mini mit seinem Elektromodell keine Ausnahme machen. Auf der IAA geben die deutschen Briten einen Ausblick auf einen elektrischen Mini. Bereits 2009 gab eine Testflotte, die in weltweiten Metropolen unterwegs war. Passiert ist seither nichts. Ein Problem: die Elektroplattformen mussten und müssen aufwendig kreiert werden - erst danach lassen sich Autos entwickeln. Das dauert Jahre - auch daher resultiert die elektrische Verspätung.

Auf verlorenem Posten erscheinen bei allem Elektrowahn die noch recht jungen Plug-In-Hybriden. Wenn Teslas Model 3 bei den Kunden ohne Probleme einschlägt und die mehr als 450.000 Vorbestellungen nachhaltig bestätigt, erscheint die zweifelhafte Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromodul dem Tode geweiht. Der Grund liegt in seinen gefälligen Mittelklasseabmessungen, Preisen ab 35.000 Dollar (US-Markt), soliden Fahrleistungen und einer Reichweite die je nach Konfiguration deutlich über der wichtigen Mindestgrenze von 300 Kilometern liegen sollte. So könnte der elektrische Hoffnungsträger erstmals nennenswerte Elektrovolumina auf den Straßen in den USA und dann nachfolgend in Europa und Asien realisieren. Der größte Druck wird so auf die Modelle der internationalen Mittelklasse ausgeübt. Hybridversionen wie der VW Passat GTE, BMW 3er eDrive und der Mercedes C 350h, ohnehin alles andere als Bestseller, würden beinahe über Nacht ad Absurdum geführt.

Doch Tesla ist nicht der einzige, der den Elektromarkt in Wallung bringt. Volvo, ebenso wie Nissan ebenfalls nicht auf der IAA, verkündete eher publikumswirksam als marktbeeinflussend seinen schrittweisen Ausstieg aus der reinen Verbrennerlandschaft. Ab 2019 soll alles elektrisiert werden, was fahren kann - vieles jedoch erst einmal mit Hybridmodulen. Auch Renault und Nissan erwärmen sich unter Carlos Ghosn seit 2007 schrittweise für die Elektrotechnik. Doch nach wie vor hängt fast alles an den Akkupreisen. "Derzeit kostet eine Kilowattstunde uns rund 80 Dollar", sagt Renault-Elektroexperte Eric Feunteun, "doch die Preise sinken langsam und das wird uns neue Möglichkeiten geben." Ein Akkupaket für ein Langstreckenfahrzeug kostet so 4.000 bis 10.000 Euro als reine Herstellungskosten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.