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Dodge Dart: US-Teufel aus Italien

Dodge stellt den neuen Dart auf die Räder, und zwar auf einer Alfa-Plattform. In Europa kann man mit dem Namen Dart wenig anfangen, in den USA sehr wohl.

Seit Chrysler zum Fiat-Konzern gehört, warten viele Fans der Marke gespannt auf neue Modelle. Nun rückt der Dodge Dart an, ein neu entwickelter Kompaktwagen mit vier Türen. Er ersetzt den angegrauten und nicht sehr erfolgreichen Dodge Caliber.

Der Dart steht auf der Plattform der Alfa Romeo Giulietta, fällt allerdings etwas länger und breiter aus als die 4,35 Meter lange Italienerin. Das kommt den Passagieren zugute, denn üppige Platzverhältnisse zählen nicht gerade zu den Stärken der Giulietta. Das agile Fahrverhalten der schönen Europäerin könnte Chrysler aber durchaus über den Großen Teich hinüber retten, denn der Dodge Dart soll sich auch beim Fahrwerk aus dem Alfa-Baukasten bedienen. Bislang gibt es nur einige Teaser-Bilder, optisch wird sich der Dart jedoch deutlich von seinem italienischen Teilespender unterscheiden. Der Wagen bekommt den Dodge-typischen vierteiligen Kühlergrill, breite und weit in die Kotflügel hineingezogene Scheinwerfer sowie ein breites Leuchtenband am Heck, das an den aktuellen Dodge Charger erinnert.

Race-Gimmicks für den US-Geschmack

Auch der Doppelauspuff des Wagens betont die angepeilte Sportlichkeit. Optional rollt der Dart auf 18-Zoll-Felgen und ist in der Sportausführung R/T (Road & Track) zu haben. Unter der Haube hilft Fiats Motorenabteilung aus. Neben einem gewöhnlichen Zweiliter-Motor steht der 1,4 Liter große Turbobenziner mit MultiAir-Technik zur Verfügung, außerdem ein weiterer Vierzylinder namens "Tigershark" mit 2,4 Litern Hubraum. Im Interieur verspricht Dodge einen Qualitätssprung im Vergleich zu bisherigen Modellen. Ambiente-Licht und ein 8,4 Zoll großer Touchscreen im Armaturenbrett sollen den Wagen hochwertiger machen, dazu gibt es eine "Racetrack"-Beleuchtung für das Instrumentenbrett. Zahlreiche Staufächer und Multimedia-Anschlüsse kommen hinzu. Der Dart verfügt optional über einen Totwinkel-Assistenten für die Außenspiegel und hat serienmäßig zehn Airbags an Bord.

Ruhmreiche Tradition

Mit dem Namen des neuen Kompaktautos wollen die Amerikaner an eins ihrer berühmtesten und langlebigsten Modelle anknüpfen. Der Dodge Dart kam in den 60er Jahren auf den Markt. Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre war der Wagen auch mit PS-starken Motoren zu haben. Modelle wie der Swinger oder der GTS waren als bezahlbare Rennsemmeln vor allem bei jüngeren Autofahrern und bei Viertelmeilen-Rennen beliebt. Diese sportliche Historie wird Dodge weidlich ausschlachten und hat schon einmal eine Reihe von Tuning-Extras aus Chryslers Zubehörabteilung Mopar angekündigt. Als Name für ein Sondermodell würde sich "Demon" anbieten – der Dart Demon war 1971 und 1972 das sportliche Topmodell der Baureihe samt Dreizack-Logo am Heck, bis sich angeblich christliche Verbände über den "dämonischen" Beiklang des Namens beschwerten und Dodge ihn in ein harmloses "Sport" änderte.

Der neue Dart, der 2012 auf den Markt kommt, wird in Belvidere im US-Bundesstaat Illinois gebaut. Seine Weltpremiere feiert das Auto auf der Detroit Motor Show im Januar. 2013 könnte der Dart auch nach Europa kommen, wahrscheinlich unter einer anderen Modellbezeichnung und außerdem bei Alfa Romeo oder Fiat.

Sebastian Viehmann/Press-Inform
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.