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Fiat 500: Fiat süß-sauer

Die Fiat-Händler werden vom Erfolg des Cinquecento regelrecht überrollt. Im Extremfall warten die Kunden ein halbes Jahr auf den Kleinwagen - und das Frühjahr als klassische Verkaufsperiode steht erst noch bevor. Beim Jonglieren mit Angebot und Nachfrage müssen Händler und Kunden flexibel sein.

Von Sebastian Viehmann

"So viele Porsche und Maseratis hatten wir noch nie auf dem Hof stehen", sagt Verkaufsberater Alexander Vogl vom Autohaus Keidler in München. Und der Fiat-Händler hat nicht etwa die Marke gewechselt: Die Luxusautos gehören Kaufinteressenten für den neuen Fiat 500. Selbst die Münchner Schickeria scheint vom Retro-Virus infiziert und liebäugelt mit einem knuddeligen Cinquecento als Zweitwagen. "Wir haben Kunden, die schon jetzt ein Auto für den Herbst 2008 vorbestellen. So etwas haben wir bei anderen Neuwagen noch nie erlebt", sagt Vogl.

Seit dem 26. Oktober steht der Fiat 500 bei den deutschen Händlern. Auch wenn der erste Run auf den kleinen Italiener vorbei ist, bleibt die Nachfrage ungebrochen. Die durchschnittliche Lieferzeit betrage 2,5 bis 3 Monate, so Fiat-Sprecher Thomas Kern. Doch es geht noch länger: "Im Extremfall müssen die Kunden vier bis fünf Monate auf ihr Auto warten. Normalerweise beträgt die Lieferzeit für ein Auto bei uns nur sechs bis zehn Wochen", sagt Matthias Steinfurth vom Fiat-Autohaus Wittig in Bamberg. Der Münchner Verkäufer Alexander Vogl berichtet von vereinzelten Wartezeiten bis zu einem halben Jahr.

Wartezeiten bis März oder April

Die Lieferzeiten hängen allerdings stark davon ab, wie viele Kompromisse die Käufer bei Farbe oder Ausstattung machen wollen. "Ich habe Autos auf Lager, die ich sofort liefern kann. Aber viele Käufer wollen keine Abstriche bei der Wunschausstattung machen. Wer einen Wagen mit Schiebedach will, muss zum Beispiel bis März oder April warten", so Stephanie Schmand von der Düsseldorfer Filiale der Fiat-Niederlassung Rhein-Ruhr. Für ihre Filialen habe die Niederlassung 200 von Kunden vorbestellte Autos, von denen bislang 60 ausgeliefert seien.

Keine Kompromisse

"Die langen Wartezeiten sind manchmal ein Problem, zum Beispiel wenn bei den Kunden Leasing-Verträge für ihre alten Autos auslaufen. Da müssen wir gegebenenfalls mit unserer hausinternen Autovermietung eine Lösung ausarbeiten, um Wartezeiten zu überbrücken", sagt Stephanie Schmand. Viele Kunden beharren allerdings darauf, genau ihr Wunschauto zu bekommen. "Selbst über Chromzierteile oder Aufkleber auf der Karosserie denken die Leute manchmal wochenlang nach, bis sie sich ihren Cinquecento in allen Details zusammengestellt haben", sagt die Verkaufsberaterin. 12 Lackierungen stehen für den Knuddel-Fiat zur Auswahl, 14 Farben fürs Interieur, 7 Felgen und 19 verschiedene Aufkleber für die Karosserie. Rein rechnerisch gibt es 500.000 mögliche Kombinationen.

Bei einem geplanten Jahresvolumen von 140.000 Autos ab 2008 könnte die polnische Fiat-Fabrik theoretisch mehr als vier Jahre lang Cinquecentos bauen, ohne dass auch nur einmal zwei identische Autos vom Band rollen.

"Viele Details kann man noch nachträglich einbauen"

Der Haken an der Sache: Schon jetzt gibt es europaweit 100.000 Vorbestellungen, wobei Deutschland mit etwa 6.000 Bestellungen nicht einmal eine besonders große Rolle spielt. Doch bevor die Käufer auf den süßen Italiener verzichten, beißen sie lieber in den sauren Apfel und harren aus. Zur Not muss eben nachgerüstet werden: "Viele Details wie Chromblenden, Klebestreifen oder selbst den Duftspender im Innenraum kann man noch nachträglich einbauen", so Fiat-Sprecher Thomas Kern. Die Klebefolien - besonders beliebt ist zum Beispiel das Barcode-Muster - lassen sich nach Informationen der Händler zudem wieder ablösen und gegen andere Muster austauschen.

Kleiner Italo-Renner

Auch dass der Fiat 500 kein Sparwunder ist, scheint die Käufer nicht zu stören. Während sich etwa ein Daihatsu Cuore (70 PS) mit 4,4 Litern oder ein Citroen C1 (68 PS) mit 4,6 Litern pro 100 Kilometer zufrieden geben, genehmigt sich der Fiat 500 1.2 mit 69 PS im Schnitt 5,1 Liter Sprit. Die zahlenmäßig populärste Cinquecento-Variante sei der 1.2 in Lounge-Ausstattung, sagt Fiat-Sprecher Thomas Kern. Insgesamt betrachtet entschieden sich aber mehr Kunden für den 1,4-Liter Motor mit 100 PS.

Auch die Fiat-Verkäufer Matthias Steinfurth und Stephanie Schmand bestätigen das große Interesse am bislang stärksten Motor. Wenn für die Zukunft andere Motorwünsche geäußert werden, dann meistens nach oben: Viele Kunden fragen nach der angekündigten Abarth-Version des Cinquecento. Der kleine Italo-Renner soll mit 130 bis 180 PS auf Mini-Jagd gehen. Die Nachfrage nach der 55 PS starken Diesel-Version ist eher gering. Langfristig dürften sparsamere Cinquecentos ein gesteigertes Interesse verzeichnen. "Wenn der Fiat 500 nicht nur als Lifestyle-Objekt, sondern auch als Kleinwagen wahrgenommen wird, fordern die Leute vielleicht auch einen Dreiliter-Cinquecento", sagt Verkaufsberater Alexander Vogl.

Kräftige Rabatte nicht in Sicht

Auch auf Mobile.de, dem mit monatlich 38 Millionen Besuchern meistbesuchten deutschen Internet-Fahrzeugmarkt, tauchen die ersten Cinquecentos auf. Am 20. Dezember - etwa zwei Monate nach Markteinführung - waren nach Auskunft des Portals 643 Modelle gelistet, davon 555 Benziner. Die Preisspanne lag zwischen 7.140 und 20.290 Euro. Unter den angebotenen Autos waren 392 Neufahrzeuge. Dass ungeduldige Käufer mitunter tief in die Tasche greifen, wissen Händler auch zu berichten: "Es gab schon Leute, die mehr als den Listenpreis bezahlen wollten, um das Auto schneller zu bekommen. Auf solche Angebote gehen wir aber nicht ein", so Alexander Vogl. Eines dürfte dafür sicher sein: Auf kräftige Rabatte, mit denen der Autohandel allerorten das zurzeit äußerst träge Geschäft anzukurbeln versucht, sollten Fiat 500-Interessenten auch mittelfristig nicht hoffen.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?