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Pick-up Ford F-150 Raptor – Nutzfahrzeug-Brutalo

Ford F-150 Raptor 2021
Ford F-150 Raptor 2021
© press-inform - das Pressebuero
Der einzige echte Raptor ist ein Ford F-150 und den legen die Amerikaner jetzt neu auf – stärker denn je. Das bissige Lademeister ist schon brachial und es wird noch schlimmer.

Wenn man den Amerikanern von dem europäischen Ford Ranger Raptor erzählt, kommt denen allenfalls ein müdes Lächeln über die Lippen. Das hiesige Modell wird von einem 223 PS starken Vierzylinderdiesel befeuert, der trotz 500 Nm kaum als Kraftprotz Eindruck machen kann. Vier Zylinder, zwei Liter Hubraum und 170 km/h Spitze? Naja. In den USA sieht das ganz anders aus, denn der Raptor beißt zwei Klasse weiter oben zu. Der Vorgänger hat die F-150-Fans zu Weinkrämpfen hingerissen, denn der 5,0 Liter große V8-Sauger wurde von einem zugegeben mehr als kraftvollen 3,5-Liter-V6-Turbo mit 450 PS ersetzt. Bis heute ist erste Raptor-Generation mit dem bullig wummernden V8 auf dem Gebrauchtmarkt ebenso beliebt wie bei den Tunern in aller Welt. Kaum zu glauben: in den vergangenen Jahren verkaufte sich der Ford F-150 Raptor in den USA als sportlicher Pick Up besser als die gesamte Porsche-Palette in den USA oder das Gesamtangebot der Corvettes.

Jetzt legt Ford die neue Generation des F-150 Raptor auf und nicht nur beim Design ist der mächtige Full-Size-Pick-Up ein scharfes Teil, das nicht nur Farmern im mittleren Westen den letzten Atem raubt. Ford hält sich aus unerfindlichen Gründen noch bedeckt, wie hoch die Motorleistung des überarbeiteten 3,5-Liter-V6 sein soll. Fest stehen dürfte jedoch, dass die Motorleistung deutlich über 500 PS liegt. Doch damit nicht genug, denn im kommenden Jahr will Ford eine noch heißere Variante mit der Bezeichnung Raptor R nachlege, die dann mit dem lange geforderten V8-Triebwerk donnern soll. Hierfür sind mehr als 700 PS im Gespräch; auch um die Konkurrenz auf Trab zu halten, denn Dodge / RAM und General Motors haben längst nachgezogen und ebenso Sportversionen der Full-Size-Pick-Ups im Angebot.

Sparsamer als gedacht

Mit einer Tankfüllung (137 Liter) soll der über 500 PS starke Serien-Raptor des F-150 über 800 Kilometer weit kommen - zumindest, wenn es nicht mit Vollgas durch unwegsames Terrain auf der Baja California geht. "Der Raptor hat seine Wurzeln im Baja 1000-Rennen und sein Fahrwerk ist ein Fortschritt in Sachen Leistungsfähigkeit - ein Fünflenker-Heck-Setup mit mehr Federweg als jeder Raptor vor ihm", erklärt Carl Widmann, Chefingenieur von Ford Performance, "und wie bei einem Trophy-Truck wurde jeder Aspekt des Raptor so konstruiert, dass er auch dann präzise Leistung bringt, wenn man mit dem Fuß auf dem Bodenblech steht und mitten im Nirgendwo durch die Wüste donnert." Die Motorleistung wird über eine verstärkte Zehngang-Automatik an beide Antriebsachsen gebracht. Für den adäquaten Vortrieb garantieren ein elektronisches Sperrdifferenzial hinten und ein optionales Torsen-Sperrdifferenzial vorne mit einer Endübersetzung von 4:10.

Wie schon die bisherigen Raptor-Generationen hat der F-150 Raptor ein martialisches Aussehen mit rustikalen Beschlägen der automobilen Neuzeit und erstmals ab Werk aufgezogenen 37-Zöllern. Neu ist die Fünflenkerachse hinten, die ebenso wie die Vorderachse mit elektronischen Dämpfern kombiniert ist. Durch die mächtige Bodenfreiheit kann es auch mit Vollgas durch Wüste oder Steppe gehen. Die Fünflenkeraufhängung verfügt über verlängerte Längslenker, um die Position der Achse auf unwegsamem Gelände besser zu führen. Zudem sorgen eine Panhard-Stange und 24-Zoll-Schraubenfedern für Stabilität unter Volllast. "Der Raptor ist der ursprüngliche Wüstentruck. Wir haben ihn einfach auf ein neues Level gebracht", sagt Ali Jammoul, verantwortlich für die Ford Performance Fahrzeuge, "der brandneue Raptor verbindet Hochgeschwindigkeits-Offroad-Performance mit fortschrittlicher Technologie und Konnektivität, die auf eine einzigartige Built Ford Tough Art und Weise zusammenkommen."

Reifenwahnsinn mit 35- oder 37-Zoll

Wahlweise rollt der Power-Raptor mit seiner Supercrew-Kabine auf 35- oder 37-Zoll-Reifen unterwegs. Die speziell entwickelten BFGoodrich All-Terrain T/A KO2-Reifen sollen für maximale Traktion und bestes Handling abseits befestigter Wege sorgen. Mit den 35-Zoll-Pneus überwindet der Raptor Hindernisse bis zu einer Höhe von 30 Zentimetern. Noch mehr Bodenfreiheit bieten die 37-Zöller und dabei einen Böschungswinkel von über 33 Grad. Der Federweg ist 25 Prozent größer als bei der ersten Raptor-Generation im Jahre 2010.

Für den rechten Sound sorgen eine eigens konzipierte Sportauspuffanlage mit einem zum Patent angemeldeten Akustikrohr inklusiv aktiver Ventile. Das System nutzt die Vorteile eines echten Durchlass-Schalldämpfers, der die Klangqualität nachhaltig verbessert. Der Fahrer des F-150 Raptor kann dabei unabhängig vom Fahrmodus (sieben Programme) zwischen den vier Lautstärkemodi leise, normal, Sport und Baja wählen. Innen gibt es edle Ledersportsitze, animierte Instrumente und ein Navigationssystem mit zwölf Zoll großem Bildschirm und Cloud-Anbindung. Marktstart ist im Sommer - und doch warten viele auf den Raptor R im kommenden Jahr.

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