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Force Motors Gurkha – kerniger Offroader im Look der G-Klasse für nur 11.000 Euro

Force Motors Gurkha
Force Motors Gurkha
© press-inform - das Pressebuero
Benannt nach der härtesten Infanterie der Welt, verwöhnt der Gurkha seinen Insassen nicht mit Komfort. Der indische Geländewagen ist für den harten Einsatz auf den schlechtesten Straßen gedacht.

Liebhaber kerniger Geländewagen haben es in Europa schwer, nachdem sowohl der Defender von Landrover wie auch die G-Klasse von Mercedes neu aufgelegt wurden. Beide Nachfolger haben mit den legendären Fahrzeugen nur noch den Namen und einige optische Anleihen gemein. Fans müssen auf den Grenadier von Ineos warten oder können nach Indien schauen. Dort prunkt der Force Motors Gurkha nach wie vor mit dem Kasten-Design. Bei der G-Klasse aber auch beim Defender waren die Preise alles andere als bodenständig. Den Gurkha gibt es schon für 11.000 Euro und auch wenn man den Preis noch nach oben drückt, bleibt er doch billiger als ein mittelprächtig motorisierter Golf.

Der Name sagt alles

Beim Grenadier ist der Name schon Programm und so auch beim Gurkha. Er ist nach den Gurkha-Truppen ihrer Majestät benannt. Einer Einheit, die als härteste und einsatzbereiteste Infanterie der Welt gilt. Im Zweiten Weltkrieg fürchteten die Deutschen die Krieger aus dem Himalaja, die am liebsten mit einem Haudolch kämpfen. Im Ersten Weltkrieg gelang es den Gurkha als einzigen, die türkischen Gräben bei Gallipoli zu erreichen.

Beliebtes Familienauto

Ganz so schrecklich ist der Offroader nun nicht. Ihn gibt es als Drei- und Fünftürer, mit langem und kurzem Radstand, offener Ladefläche oder als geschlossene Variante. Allradantrieb ist kein Extra, sondern gehört zur Basisausstattung der Kurz-Version. Mit einem Böschungswinkel von 44 Grad vorne und 40 Grad hinten, lässt der Wagen sogar Suzuki Jimny oder den Mitsubishi Pajero Pinin hinter sich. Kürze klettert gut – das gilt auch beim Gurkha. Die kurze Version mit drei Türen ist nur 3,99 Meter lang und hat mit seinem kurzen Radstand von 2,40 Meter auch im Gelände Potenzial. Serienmäßig wird dieser Gurkha mit Schnorchel ausgerüstet. Der Rüssel erhöht die Watt-Tiefe, außerdem saugt man weiter oben weniger Staub an. Der Wendekreis des dreitürigen Inders liegt bei 11,30 Metern.

Puristischer Innenraum

Auch die Langversion mit 4,34 Metern wächst kaum über Golf-Niveau hinaus. Dennoch bietet der Geländewagen Platz für bis zu neun Personen. Die Höhe von 2,08 Metern macht auch den Innenraum groß. Doch neun Personen müssen kuschelig zusammenrücken. Indische Autojournalisten nannten das Ambiente des Innenraums "enttäuschend". Es erinnert gleichermaßen an einen alten Schwarz-Weiß-Film und an eine nackte Buskarosserie. Nacktes Metall begrüßt einen überall. Die Schalthebel erfordern mehr als nur ein wenig Kraftaufwand.

Force Motors: Gurkha – kerniger Offroader im Look der G-Klasse für nur 11.000 Euro

Schwacher Motor

Den langen Gurkha kann man sogar mit Heckantrieb bekommen, denn er ist auch ein beliebter Familienwagen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt knapp 160 km/h. Dem Motor merkt man auch ein gewisses Alter an: Der Vierzylinder-Commonraildiesel "zaubert" aus 2,6 Litern Hubraum lediglich 85 PS und ein maximales Drehmoment von 230 Nm. Vorne gibt es eine unabhängige Einzelradaufhängung, während an der Hinterachse eine Mehrlenkerkonstruktion verbaut ist. Für den harten Einsatz abseits befestigter Wege sorgen eine Getriebeuntersetzung sowie Differenzialsperren an Vorder- und Hinterachse. Hinten sind lediglich Trommelbremsen verbaut.


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