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Hintergrund: Hyundai Genesis: Hyundai will es wissen

Für die letzten drei Jahre des Jahrzehnts hat sich Hyundai viel vorgenommen. Die Hausaufgaben sind gemacht - und so will man nun mit einer breiten Modellpalette Asien, Europa und USA gleichermaßen erobern.

Schon seit längerem hat man bei Hyundai die Großen ins Visier genommen und will vor allem in den USA Druck machen auf Toyota, Mercedes, Lexus & Co. Besonders deutlich wird das auf der diesjährigen Detroit Motor Show. Hier zeigen die Koreaner erstmals die Serienversion der Luxuslimousine Hyundai Genesis.

Mit 4,98 Metern Auto will man eine sinnvolle Alternative zu Modellen wie Audi A6, Lexus GS 430 und 5er BMW bieten. Beim Styling hat Hyundai auch in der Oberklasse nun erstmals europäisches Niveau. Dabei lassen die Koreaner alternative Antriebskonzepte erst einmal außen vor und setzen auf solide Sechs- und Achtzylinderaggregate. Der neueste Hyundai verfügt über Heckantrieb und wird wahlweise von einem V6-Benziner mit 3,3 Liter (262 PS) oder3,8 Liter Hubraum (290 PS) angetrieben.

Später im Jahr folgt ein 4,6 Liter großer V8-Benziner, der mit 380 PS eine neue Leistungsspitze für die erstarkten Koreaner definiert. Kombiniert werden alle Triebwerke mit einer neu entwickelten Sechsstufenautomatik von Aisin. Neben elektrischen Komfortledersitzen vorne und hinten gibt es eine komplette Sicherheitsausstattung mit Abstandstempomat, verstellbaren Stoßdämpfern und Xenon-Licht. Eine Markteinführung in Europa ist allerdings - zumindest zunächst - nicht geplant.

Denn ganz anders ist die Strategie, die in Europa gefahren wird. Hier kapriziert man sich darauf, kleine Modelle erfolgreich in den Markt zu bringen und sich gegen die Platzhirsche zu profilieren. Nachdem Atos und Accent ausgedient haben, halten mit Einführung der neuen Zahlen-Nomenklatur die Modelle i10 und i30 Einzug.

Der Hyundai i30 als Zwillingsbruder des Kia cee’d schlägt sich in der umkämpften Golfklasse redlich und lässt die konkurrenzlosen Vorgängermodelle vergessen. Der neue Hyundai i10 als Nachfolger des Sparmodells Atos braucht sich weder technisch noch optisch zu verstecken. Er kommt mit kompakten Dimensionen, ordentlichem Äußeren und Einstiegspreisen unter 10.000 Euro im März zu uns.

Luxus darf man bei ihm nicht erwarten, doch es gibt trotz 3,57 Metern Gesamtlänge bequeme Platzverhältnisse für vier Personen, 225 Liter Kofferraum und eine ordentliche Sicherheitsausstattung. So will man im harten Kampf der rollenden Spardosen gegen Fiat 500, Citroen C1, Toyota Aygo oder Kia Picanto bestehen. Es gibt zum Start zwei Motoren mit 66 Benzin- und 75 Diesel-PS. Die Wertschöpfung für die Koreaner dürfte stimmen: Der neue Kleinwagen wird kostengünstig in Indien produziert.

Ansprüche und Absatzerwartungen von Hyundai sind ambitioniert - doch in den vergangenen Jahren waren sie durchaus realistisch. Das einzige, was sich als Bumerang erweisen könnte, ist die in Europa erfolgte Änderung der Produktbezeichnungen. Gerade die Geländewagen Santa Fe, Tucson und den ehemals rustikale Terracan haben sich in den vergangenen Jahren im wahren Sinne des Wortes beim Kunden einen Namen gemacht.

Aus Veracruz wird iX55

Nachdem die normalen Modelle mit Einführung der neuen Generationen Zug um Zug auf die neue i-Linie gebracht werden, sollten die SUV zunächst die angestammten und erfolgreichen Namen behalten - bis der Veracruz auch nach Deuetschland kommt.

Nicht wenige reiben sich beim Gedanken an den neuen Hyundai Veracruz als Gegenspieler zu Mercedes ML, BMW X5 und VW Touareg bereits die Hände. In den USA ist der geräumige Edel-SUV 2007 gut gestartet. Zum Jahreswechsel 2008/2009 ist es auch in Europa soweit. Dann jedoch nicht mit seinem avisierten Namen, sondern unter der deutlich weniger substantiellen Bezeichnung ix55. Anders als in den USA wird es ihn für europäische Kunden jedoch auch mit einem 240 PS starken Dieseltriebwerk geben. Mit ihm will man auch in Europa bei den ganz Großen Anklopfen.

Wieso dann mittelfristig nicht auch mit der eleganten Luxuslimousine Genesis? Was ihr fehlt, ist das Top-Image - und ein moderner Diesel. Ohne diese beiden Faktoren ist in dieser Klasse kaum etwas zu machen. Aber wer sagt denn, dass der Power-Diesel aus dem Veracruz/iX55 nicht auch in den Genesis passt?

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.