Hintergrund: Pariser Salon 2006 Abendliches Vorspiel


Die Messetore des Pariser Salons hatten sich noch nicht geöffnet, da hatten die ersten Autohersteller bereits an eindrucksvollen Schauplätzen ihre Schmuckstücke einem erlauchten Kreis von Besuchern präsentiert.

Audi wollte seinen Supersportler R8 nicht im undurchdringlichen Messegewühl in Szene setzen und verheizen. Daher war der neue Porsche-Jäger bereits am Mittwochabend auf der Esplanade Charles de Gaulle in voller Größe zu bewundern. Neben dem Le-Mans-Gewinnerauto R10, pilotiert von Tom Christensen, wurde der neue R8 von Rennfahrerlegende Jacky Ickx auf die Bühne gefahren. Audi-Chef Winterkorn konnte und wollte dann auch nicht verhehlen, wie stolz er über die Umsetzung des von ihm eingestielten Sportwagenprojektes war. Der Audi R8 wird im Frühjahr auf den Markt kommen.

Während sich Audi in der Pariser City selbst feierte, zog es den koreanischen Bigplayer Hyundai hinaus aufs Land. Im Schloss Chantilly zeigten die Asiaten nicht nur die neuen Modelle Coupé und Grandeur CRDi, sondern gaben auch einen Ausblick auf den Golf-Konkurrenten, der ab Frühjahr 2007 auf den Markt kommt. In Paris steht der "FD" noch unter der Studienbezeichnung Arnejs, benannt nach einem italienischen Weißwein.

Der dynamisch gezeichnete Arnejs ist eine Weiterentwicklung der in Genf gezeigten Studie Genus und entstand im Designcenter Rüsselsheim unter Leitung von Thomas Bürckle. Die Messestudie beeindruckt mit fließenden Formen, einem wellenförmigen Sonnendach, LED-Leuchten und auf jeder Seite insgesamt drei versenkbaren Seitenscheiben. Auf die fünftürige Limousine folgt Ende 2007 ein Sportwagon mit verlängertem Radstand und im Frühjahr 2008 ein viersitziges Coupe-Cabriolet.

Eng mit dem Arnejs verwandt ist der Kia Cee’d, mit dem Hyundais Konzernbruder in Europa die Golfklasse so richtig aufmischen will. Auch er war bereits am Vorabend der Messe zu bewundern. Der in der Slowakei produzierte Kia Cee’d kommt zunächst als Fünftürer. Später gibt es eine Kombiversion "SW" und einen sportlichen Dreitürer, der Paris unter dem Label Pro Cee’d steht. Der Fünftürer soll unter 15.000 Euro kosten und hat laut Kia eine Garantie von sieben Jahren oder maximal 150.000 Kilometer - die zudem auf die weiteren Besitzer vererbbar ist. An diesen fast schon amerikanischen Verhältnissen dürfte die Konkurrenz schwer zu schlucken haben. Die meisten europäischen Konkurrenten bieten gerade mal zwei Jahre Garantie an.

Noch mondäner ließ es Bentley angehen. Die britische Nobelmarke lud zu seinem Come-Together in den größten Innenstadtpark der Welt, den Bois de Boulogne. Nach einem stilechten Schiffstransfer konnte man neben den aktuellen Modellen Bentley GT und Bentley Azure auch das neue viersitzige Cabriolet, den von Dirk van Braeckel gezeichneten GTC, bestaunen. Der Einstiegspreis des Luxus-Cabriolets war der höchste des Abends: 190.000 Euro.

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