IAA 2007: Opel Flextreme GM setzt auf Spannung


Auf der Detroit Motor Show hatte GM mit der Elektrostudie »Volt« einen imposanten Auftritt. Der kurze Applaus ist GM zu wenig. Der Opel Flextreme soll die Kompetenz in Sachen Elektroantrieb unterstreichen.

Auf der IAA soll auf europäischem Boden der Startschuss in ein elektrisches Zeitalter fallen. So zeigt Opel auf der Messe den E-Flex, einen 4,80 Meter langen und betont sportlichen Crossover, der nicht nur durch sein Design, sondern insbesondere durch seine innovative Antriebstechnik glänzen soll.

Denn um vorwärts zu kommen nutzt der Opel Flextreme die E-Flex-Architektur mit einem Elektromotor, gespeist von Lithium-Ionen-Batterien. Im reinen Batteriebetrieb besitzt der Flextreme eine Reichweite von 55 Kilometern. Ein 1,3 Liter großer Dieselmotor an Bord erzeugt bei Bedarf zusätzlichen Strom, um die Batterie aufzuladen und die Reichweite zu erhöhen. Vielen Berufspendlern würde die 55-km-Reichweite eines voll aufgeladenen Flextreme aber wohl genügen, um ohne den Einsatz des Dieselmotors und ohne CO2-Emissionen unterwegs sein zu können.

Die "Aahs" und "Oohs" waren damals groß, als der teils durchsichtige Chevy Volt vor mehr als einem halben Jahr auf die Messebühne in Detroit gefahren wurde. Chevrolet, in den vergangenen Jahren nicht gerade durch Meilensteine der Designgeschichte aufgefallen, zeigte mit dem Volt Mut und Ideenreichtum.

Der Opel Flextreme ist nicht so mutig wie der Volt. Aber er zeigt, wohin die Reise gehen soll. Der Flextreme greift die neue Opel-Formensprache auf, die beim Genfer Salon mit dem GTC Coupé debütierte. Mit gegenläufig öffnenden Türen, die für einen bequemen Zugang zum Innenraum sorgen, einem großen transparenten Dach und zwei seitlich nach oben öffnenden Heckklappen setzt die Studie die Opel-Tradition besonders flexibler und praxisorientierter Karosseriekonzepte in einem attraktiven Design fort.

"Wir wollen Benzin mittelfristig ersetzen", sagt Benoit Schlumberger, in der GM-Entwicklung zuständig für das Kompaktsegment. "Bis zum Jahre 2030 brauchen wir weltweit 70 Prozent mehr Energie." Dass sich die Amerikaner seit geraumer Zeit auf den sinnvollen Einsatz von Elektroenergie eingeschossen haben, ist nicht neu.

Doch GM-Entwickler Frank Weber legt Wert darauf, dass es bei General Motors wie bei den meisten anderen Herstellern nicht um einzelne Prototypen gehe. "Die Freude am Fahren muss auch bei unserem E-Flex-Konzept gegeben sein."

E-Flex ist ein multifunktionales Elektro-Konzept, mit dem der Chevrolet "Volt" erstmals auf sich aufmerksam machte. Bei E-Flex gibt es verschiedene Elektromodule, die je nach Fahrzeug und Antriebskonzept in das Modell integriert werden können. So ist es auf der IAA die Kombination aus Diesel- und Elektroantrieb.

Die Entwicklungen sind bei GM so weit, dass das Elektrotriebwerk 120 kW/163 PS und 370 Nm Drehmoment leistet. Im nächsten Schritt soll das Grundtriebwerk mindestens 136 kW leisten und über einen 16 KWh großen Energiespeicher verfügen.

Das Speichern der Energie gilt nach wie vor für alle Firmen als das Hauptproblem. Die Akkus sind schwer, teuer und brauchen lange, um geladen zu werden. Zumindest ist man soweit, dass die neue Generation von General-Motors-Prototypen an der normalen 220-Volt-Steckdose Kraft tanken kann. "Mit einer Akkuladung sind mindestens 55 Kilometer drin", sagt Frank Weber. "Wer längere Strecken unterwegs ist, hat einen 1,3 Liter großen Commonrail-Diesel der neuesten Generation an Bord. Dieser so genannte Range Extender verfügt über einen 27 Liter großen Tank." Das ermöglicht Reichweiten von mehreren hundert Kilometern.

Einen großen Vorteil hat der Elektroantrieb: 100 Kilometer kosten mit einem Dieselfahrzeug knapp sieben Euro. Mit Elektroantrieb sind es gerade mal 1,50 Euro.

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