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Kleinwagen: Zuwachs in der Krabbelgruppe

Kurz gesagt: Kleinwagen haben eine große Zukunft. Der VW-Konzern bereitet eigens für dieses Segment eine Reihe umweltfreundlicher Mini-Modelle vor. Wie die Autos wahrscheinlich aussehen, zeigen erste Bilder, die am Computer bearbeitet wurden.

Von Harald Kaiser

Sie werden knuffig aussehen, und unterm Blech wird moderne Motorentechnik umweltfreundlich arbeiten. Aber vor allem ihre Abmessungen kennzeichnen den Trend: Kleinstwagen sind groß im Kommen. Skoda-Chef Reinhard Jung sagt: "Wir arbeiten mit Hochdruck an einem Fahrzeug von 3,50 bis 4 Metern." Es dürfte in Richtung 3,50 Meter gehen, denn das kürzeste Modell im Programm ist der Fabia mit 3,99 Metern. Und Rupert Stadler, Boss bei Skodas Schwestermarke Audi, bestätigt: "Es wäre fahrlässig, dieses Segment zu vernachlässigen."

Bis auf wenige Luxusmarken wird die gesamte Branche schon bald verstärkt solche Blechwinzlinge auflegen. Das CAR (Center Automotive Research) in Duisburg verheißt ihnen in Deutschland eine glänzende Zukunft. So sollen die Neuzulassungen nach einer leichten Delle 2009 schon 2010 auf 775.000 steigen und 2011 sogar 820.000 Stück erreichen.

Die künftigen Grenzwerte für den Kohlendioxidausstoß (CO2) lassen den Herstellern keine große Wahl. Weil der reine Elektroantrieb noch nicht serienreif ist, bleiben nur die Hybridtechnik (Elektround Verbrennungsmotor) oder saubere Diesel oder Benziner mit geringen Hubräumen und wenig PS. Denn ab 2012 muss der CO2-Ausstoß für Neuwagen in der EU stufenweise reduziert werden, bis 2015 nur noch 120 Gramm CO2 pro Kilometer zulässig sind - im Durchschnitt aller Modelle eines Herstellers. Zu schaffen ist das nur mit kleinen und leichten Automobilen.

Verschiedenste Varianten

Ausgerechnet VW, größter Produzent des Kontinents und Mutter von Skoda und Audi, hat sich in dem Punkt abhängen lassen. Dabei gab es dort mal ein Wägelchen, das noch heute alle wichtigen Kriterien erfüllen würde. Der Drei-Liter-Lupo war mit 855 Kilo sehr leicht, maß 3,52 Meter und schluckte nur drei Liter Diesel bei 81 Gramm CO2 pro Kilometer. Der Nachfolger Fox ist zwar ebenfalls ein Sparer, doch mit 3,83 Metern nicht wirklich kurz. Wie auch der nächste Polo mit 3,95 Metern, der aber dank eines Start-Stopp-Systems nur 3,5 Liter schlucken soll.

Die echte Kurzware rollt Anfang 2011 an. Mehrere Kleine, VW-intern New Small Family genannt, sollen dann von allen Töchtern kommen - Audi, Seat, Skoda und VW. Um Geld zu sparen, müssen sich die vier Marken bei vorhandener Technik sowie aus den Ideen des Konzeptautos "up!" bedienen, mit dem die Wolfsburger bereits 2007 die Richtung vorgegeben haben. Aus dem 3,45 Meter langen "up!" sollen Elektro- und Hybridvarianten, Zwei- und Viersitzer, Zwei- und Viertürer, kleine Vans und Cabrios abgeleitet werden.

Der Kurzname steht sowohl für Aufbruch als auch dafür, dass die Vergangenheit womöglich die Zukunft ist. Denn der künftige VW der Kleinwagen-Familie soll Lupo heißen, eine Verschmelzung mit dem Kürzel "up". Ein Ableger wird ein Zweisitzer mit nur zwei Litern Verbrauch sein - als Konkurrent zum 2,69 Meter langen Smart, der sich inzwischen als strategischer Glücksgriff für Daimler erweist.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.