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Mini Cabrio: Sonniges Reisen

Super schaut es aus, das Mini-Cabrio, jeder will es haben und mit entsprechendem Motor kann man Fahrerlebnisse wie in einem Kart haben. Das wissen wir alles, aber obendrein ist der offene Mini ein äußerst praktisches Reisemobil.

Von Gernot Kramper

Du bist schon ein süßer Fratz. Deine runden Augen schauen freundlich in die Welt, mit glänzendem Chrom lacht dein Grill die Strasse an. Straff und knackig bleiben deine Formen. Und - ein großes Kunststück - du bist nicht zu einem weichgespülten Knuddel geworden.

Frage: Was sagen Sie zur "British-Open"?

Mag der offene Mini auch nicht ganz billig sein, er bietet den größten "Will-Haben-Faktor" in seiner Preisklasse. Mit ihm ist man immer gut angezogen und macht eine "bella figura" auch auf einem Parkplatz voller Edel-Karossen. Die kleine Statusmaschine ist ein echter Blender. Der Mini stellt sich frech und selbstbewusst neben jeden Porsche und ist kein bisschen bescheiden, auch wenn er bereits für unter 20.000 Euro zu haben ist.

Nutzwert I: Mehr Platz als gedacht

Posen und Cruisen sollten also kein Problem sein. Erstaunlich aber, was der patente Wagen an Nützlichen leistet. Das fängt mit seinen vier Sitzen an. Sicher, auf der Hinterbank sollte sich kein Sumo-Ringer nach Spanien fahren lassen, aber für kurze und mittlere Strecken geht das Platzangebot in Ordnung. Wer die Einschränkung eines reinen Zweisitzers kennt, wird es zu schätzen wissen, dass man mal jemand mehr mit zum Italiener oder an den Badesee mitnehmen kann. Nur die Oma muss zu Hause bleiben. Die Sitzposition im Mini liegt nur knapp über der Fahrbahn und wer hinten Platz nehmen will, muss vorher echte Kunststückchen vollbringen. Mit vier Personen und offenem Dach bleibt im Kofferraum nur Raum für zwei Strandtaschen. Zu zweit schluckt der Wagen aber reichlich Gepäck. Wer will, kann die hintere Rückbank umlegen und erhält so eine zwar zerklüftete und umständlich zu befüllende Ladefläche. Aber immerhin, nicht vergessen, es handelt sich um ein kleines Cabrio und nicht um einen getarnten Kombi. Noch einfacher ist das Modell: Rückbank auffüllen. Dazu benötigt man lediglich eine oder zwei große Taschen aus Segeltuch und ohne viele Schwierigkeiten verschwindet ein Kubikmeter Krimskrams auf den hinteren Sitzen. Zwei Personen müssten sich wirklich ins Zeug legen, um den British Open hier zu bezwingen. Außer Sperrgut wie Rennrädern ist eigentlich alles möglich, selbst ein MTB-Rad mit abgenommenen Vorderrad und entsprechender Schutzhülle lässt sich transportieren.

Nutzwert II: Aufrecht sitzen

Knackig und quadratisch zeigt sich der Kleine von außen und genau so sitzt es sich auch innen. Man hockt knapp über dem Boden, kann sich dafür aber getrost aufrichten. Das Stoffdach ermöglicht eine waagerechte Dachlinie, genau wie beim geschlossenen Modell. Die hinteren Passagiere genießen so normale Kopffreiheit und müssen nicht wie bei Stahlklappdächern den Hals einziehen. Irgendwelche Einbußen an Komfort und Lautstärke konnte beim automatisch öffnenden Stoffdach nicht festgestellt werden. Richtig Klasse ist das zusätzliche "Schiebedach". Beim Blick ins Prospekt mag man zunächst denken: "Cabrio und Schiebedach, ja geht es noch?" Tatsächlich nutzt man diese Möglichkeit gern und ausgiebig. Wem es schnell mal zu zugig wird, der ist damit besser bedient als mit fummeligen Windschotts und anderen Spielereien. Durch die Sitzposition sieht man nach vorne sehr gut, die Übersicht nach hinten ist offen wie geschlossen sehr eingeschränkt. Form und Dimension des kompakten Wagens erleichtern das Rangieren, aber man muss wissen, wo er endet. Sehen tut man nichts.

Er bewegt sich doch

Die fast ruppige Fahrwerkabstimmung und das sehr direkte Fahrverhalten des Mini entlocken dem kleinen 1,6-Liter-Motor durchaus ein wenig "gefühlte Sportlichkeit". Für die Stadt reichen Kräfte und Feeling aus. Auf der Autobahn kann der kleine Benziner naturgemäß nur mithalten, aber nicht den Takt angeben. Über 120 km/h hört es mit der Rasanz einfach auf. Das Fahrwerk könnte höhere Kräfte vertragen, aber nicht jeder Mini-Fahrer fühlt sich zum Kartfahrer berufen. Ein wenig traurig stimmt die Minder-Leistung allein im Gebirge. Der kleine Wagen ist zum Kurvenkrachen geboren, aber mit dem Einstiegs-Motor funktioniert das nur bergab, sind Steigungen im Spiel muss auch der schaltfreudigste Fahrer rasch erkennen, es hat keinen Zweck. Wer die Höllenmaschine im Cabrio wecken will, muss zu stärkern Mitteln greifen, für das Gros der Kunden kann der kleine Motor ausreichen. In hohen Drehzahlen wird er richtig wild, für die eine oder andere heiße Kurve reicht das Potenzial vollkommen aus.

Das ist Mini, Stupid!

Die Innenausstattung muss man unter "Das ist eben Kult" fassen, auch wenn man manches nicht versteht. Viele Details an Schaltern und Streben würden verlacht werden, wären sie in einem anderen Auto verbaut. Aber im Mini machen sie irgendwie Sinn. Selbst die Satelliten hinter dem Lenkrad, die sich - wenn wir mal ehrlich sind - anfassen, als habe man sie aus Joghurtbechern recycelt, stören nicht weiter. Andere Materialen wie Lenkrad und Lederausstattung sind dagegen top.

Sei vernünftig, nimm den Mini

Im Praxistest konnte das Cabrio rundum überzeugen. Sicher, es ist kein Fahrzeug für Großfamilien, Kinderwagen und Kajaktransporteure, aber alle anderen können Gefallen an ihm finden. Von den Grundbedingungen erfüllt er alle Anforderungen, Style und Image sind einmalig, und sein Nutzwert für ein Cabrio dieser Größe ist enorm. Am Markt gibt es billigere Open-Air-Minis, angesichts des wahren Minis sind sie nur zweite Wahl. Ein Teil der Preisdifferenz sollte man beim Wiederverkauf des Hochbegehrten einsparen können, wenn man sich dann überhaupt wieder von diesem Sunny-Boy trennen möchte.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(