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Neuvorstellung: Lada Kalina: Russische Revolution

Unter 8000 Euro Einstand wird die Luft bei den Neuwagen ziemlich dünn. Zum Dacia Sandero gesellt sich der Lada Kalina, den die Russen nun überarbeitet haben: Endlich gibt es einen sparsameren Motor und ABS.

In Russland klafft eine große Schere zwischen Arm und Reich. Auf den Straßen von Moskau lässt sich das beispielhaft beobachten. Wer Geld hat, kauft sich einen neuen BMW, Mazda oder Mercedes, der Rest bleibt bei billigeren Modellen von Chevrolet oder gleich bei Lada hängen.

Selbst die alten Lizenzbauten des Fiat 124 tummeln sich noch zu Tausenden auf den Straßen. Als Lada Nova – auf den man in der DDR schon mal 15 Jahre warten musste – wird der Wagen sogar noch heute produziert. "Man erkennt ihn an der klaren Linienführung. Eckig und gerade, cw-Wert wie ein stehendes Brett im Wind", heißt es auf der Fanseite ladawelt.de liebevoll über die Russen-Kante. Der Kalina sieht da schon deutlich gefälliger aus.

Bei der jüngsten Modellpflege hat sich sogar unter dem Blech etwas Entscheidendes getan: Zum 1,6-Liter Aggregat gesellt sich ein neuer 1,4-Liter Motor mit 90 PS und 16 Ventilen. "Dieser Motor bietet identische Fahrleistungen, begnügt sich dabei aber mit weniger Verbrauch und niedrigeren Abgaswerten", heißt es bei Lada. Der Durchschnittsverbrauch liege bei 6,4 Litern auf 100 Kilometer. Damit wäre der 3,8 Meter lange und nur eine Tonne schwere Kalina sparsamer als der 75 PS starke Dacia Sandero 1.4 MPI (Durchschnittsverbrauch 7 Liter). Der Lada beschleunigt in 13 Sekunden auf 100 und erreicht 165 km/h.

An den Rädern wartet außerdem eine kleine Revolution. Viele hatten die Hoffnung schon aufgegeben, doch nun hat es selbst Lada kapiert: Erstmals ist ein Antiblockiersystem (ABS) an Bord, für das der Kunde allerdings 200 Euro Aufpreis berappen muss.

Der Basispreis des Stufenhecks mit dem neuen Motor liegt bei 7.790 Euro. Das sind 290 Euro mehr, als man für einen Dacia Sandero 1.4 MPI auf den Tisch legen muss – der ABS übrigens serienmäßig an Bord hat. Optional gibt es für den Kalina ein Ausstattungspaket mit Metalliclackierung, Servolenkung, Colorverglasung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Radiovorbereitung sowie Türschutzleisten. Weitere lieferbare Extras sind Klimaanlage, Dachreling, Anhängerkupplung oder Leichtmetallfelgen.

Autogas an Bord

Auf dem deutschen Markt spielen die Russen traditionell nur eine kleine Rolle. Insgesamt werde man im Jahr 2008 etwa 2.300 Fahrzeuge in Deutschland und Österreich verkaufen, sagt Firmensprecher Bernd Haack. Der Anteil der Kalina-Modelle betrage dabei rund 30 Prozent (650 Fahrzeuge). Jeder zweite Käufer entscheidet sich für die Kombi-Version Kalina 1117. Das Schrägheck hat die Typenbezeichnung 1119, das Stufenheck 1118.

Zum deutschen Lada-Programm gehören außerdem die größere Limousine Priora sowie der Offroad-Dauerbrenner Niva. Der Importeur bietet für seine Modelle auch eine Autogasumrüstung an. Etwas mehr als jeder zweite Käufer eines Kalina Kombi mache davon Gebrauch, sagt Bernd Haack. "Mit Preisen ab 9.990 Euro für den Kalina 1119 8V beziehungsweise 10.200 Euro für den Kombi, jeweils inklusive Autogasanlage, werden wir in das neue Jahr 2009 starten."

In Russland verliert Lada zunehmend an Boden. Der Marktanteil der heimischen Autoindustrie – der AvtoVAZ-Konzern ist immer noch der größte Hersteller von Personenwagen in Russland - lag im ersten Halbjahr 2008 trotz gestiegener Produktionszahlen gerade einmal bei 26%.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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