HOME

Nissan Cube: Glückswürfel auf Rädern

Wahre Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Wenn der Nissan Cube nächstes Jahr nach Europa kommt, wird man ihm eines jedenfalls nicht vorwerfen können: Dass er im Straßenbild untergeht.

Kantige Kombi-Vans sind wieder im Kommen. Der Renault Kangoo hält seit langem die Fahne hoch und wurde für 2009 auch in der verkürzten Lifestyle-Version Be Bop angekündigt. Fiat schickt den Qubo ins Rennen, ein Hochdach-Kombi auf Nutzfahrzeug-Basis. Kia will im nächsten Jahr den Soul nach Europa bringen.

Der Nissan Cube ist auch kein Neuling, sondern kommt 2009 in der dritten Generation auf den Markt. Allerdings versucht Nissan zum ersten Mal auch in Europa sein Glück mit ihm. Hier konnten sich kastenförmige Kleinwagen wie der Suzuki Wagon R bislang nie so recht durchsetzen, während derartige Fahrzeuge im verstopften Tokio wegen der kompakten Abmessungen und der guten Übersichtlichkeit sehr beliebt sind.

Der japanische Mikrovan ist nur 3,98 Meter lang, hat aber einen Radstand von 2,53 Metern. Damit lässt sich im Innenraum fast jeder Winkel ausnutzen. "Der Cube ist mehr ein Fortbewegungsmittel denn ein Automobil – ein Fahrzeug, das auch solche Menschen ins Herz schließen können, die Autos nicht lieben", glaubt der amerikanische Nissan-Vize Al Castignetti.

Das ungewöhnlichste Element an diesem Karosserie-Würfel mit abgerundeten Kanten ist die Heckklappe. Weil der Cube nur eine D-Säule hat, zieht sich die Heckscheibe komplett ums rechte Fahrzeugheck herum. Die Heckklappe schwingt wie eine Tür zur Seite auf – ein Konzept, das in engen Parklücken freilich seine Tücken hat, wie man am Toyota RAV 4 oder Daihatsu Terios sieht. Grund für die ungewöhnliche Heckscheibe ist eine bessere Übersicht nach hinten beim Spurwechsel.

Tausendsassa im Innenraum

Das Interieur des Cube ist sehr geräumig. Durch das klobige, komplett auf einer Höhe verlaufende Armaturenbrett fühlt man sich ein bisschen wie in einem Boot. Die Rückbank ist höher montiert als die Vordersitze und in Längsrichtung verstellbar. Außerdem kann man sie umklappen und als Liegefläche oder Stauraum nutzen. Im ganzen Innenraum sind diverse Becher- und Flaschenhalter verteilt.

An mehreren Stellen, sogar im Dachhimmel, findet sich das Gestaltungselement konzentrischer Kreise. Es sieht aus wie die Wellenkreise, die ein Wassertropfen in einer Pfütze hinterlässt. Es gibt im Cube Haken zum Aufhängen von Einkaufstüten, die man an diversen Orten – darunter am Armaturenbrett und an den hinteren Türen – anbringen kann. Farbige Gummibänder passen in Ausschnitte der Türarmlehnen und sichern Landkarten und diversen Krimskrams. Die Kunden sollen außerdem viele Möglichkeiten zur Individualisierung des Cube bekommen, etwa verschiedene Glasdächer und Karosserie-Dekorsets.

Den Antrieb des Fünfsitzers übernimmt in der für Nordamerika bestimmten Version ein 1,8-Liter Benziner mit 122 PS. Für den europäischen Markt wird Nissan den Fronttriebler wahlweise mit einem 1.6-Liter-Benzinmotor oder einem Dieselmotor anbieten. Als letzteren wählen die Japaner den 1.5 dCi, das sparsame Diesel-Arbeitspferd im Renault-Nissan-Verbund. Die europäische Markteinführung soll Ende 2009 beginnen. Zu den Preisen hat Nissan noch keine Angaben gemacht.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.