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Opel Astra GTC 1.6 Turbo: Der Blitzschlag

Der Opel Astra GTC ist der Scirocco von Opel. Um das rennstreckentaugliche Fahrwerk auszuloten, muss man mit der Top-Motorisierung unterwegs sein oder auf die OPC-Variante warten.

Was den Wolfsburgern ihr Scirocco, ist den Rüsselsheimern der Astra GTC. Er gilt als eigenständiges, betont sportliches Modell in der Opel-Familie. Mit der Astra-Limousine teilt sich die dynamische GTC gerade einmal die Antenne und die Gehäuse der Rückspiegel. Der GTC ist 15 Millimeter tiefer, 47 Millimeter länger und sieben Millimeter breiter.

Besonders stolz sind die Rüsselsheimer Ingenieure auf das auf der Nordschleife abgestimmte, neue Fahrwerk. Die Hochleistungs-Vorderachse, bei Opel "HiPerStrut-Vorderachse" genannt, sorgt für ein sicheres und schnelleres Herausbeschleunigen aus eng gefahrenen Kurven. Der Fahrer merkt dies besonders an einem geringeren Kraftaufwand beim Lenken. Durch den geringeren Platzbedarf des Rades bietet die neue Vorderachse zudem die Möglichkeit Räder mit einem Durchmesser von bis zu 20 Zoll aufzuziehen. Das optional erhältliche FlexRide-Fahrwerk lässt den GTC per Knopfdruck vom gemütlich gefederten Tourer in einen Sportwagen verwandeln. Die Drehzahlen machen einen Sprung nach oben, und die Federung wird spürbar härter.

Nur bei hohen Drehzahlen munter

Solange sich die Umdrehungen im Bereich über 5000 fünf bewegen, zeigt der GTC Biss. Aus dem Stand heraus macht aber selbst das 180 PS starke Topmodell einen vergleichsweise trägen Eindruck. Die turbolochlose Beschleunigung des 1,6-Liter Benziners zeigt sich linearer als von einem Turbomotor gewohnt. Die Abstimmung macht Sinn, dass der untere Drehzahlbereich ist für die ruhigen Alltagszustände ausgelegt worden ist. Sobald der Vierzylinder-Motor lauter und die Kurven enger werden, taucht der Wagen in sein sportliches Element ein. Auch bei schnell gefahrenen Kurven vermittelt das Sportfahrwerk zu jedem Zeitpunkt eine sichere Straßenlage und die härter eingestellte Federung gibt dem Fahrer ausreichend Rückmeldung über die Straßenbeschaffenheit, ohne dabei nervig zu werden.

Den Sprint auf Tempo 100 legt der Fronttriebler in 8,3 Sekunden zurück und auf einer freien Autobahn schafft er 220 km/h. Dann wird es allerdings nichts mit dem angegebenen 7,2 Liter Normverbrauch. Doch wer mit zaghaftem Gasfuß unterwegs ist, kann im Alltagsbetrieb durchaus Realverbräuche von rund sieben Litern erreichen.

Komfortable Reisemöglichkeiten

Auf längeren Strecken empfiehlt sich beim Fahrwerk die komfortablere Tour-Einstellung mit maximal zwei Personen auf der Rückbank, die selbst hinter großgewachsenen Fahrern und Beifahrern noch ausreichend Bein- und auch Kopffreiheit finden. Die Federung geht wesentlich sanfter mit den Insassen um und der Motor ist kaum noch zu hören. Gleichzeitig bietet das ruhige Dahingleiten die Gelegenheit, sich mit dem neuen 1300 Euro teuren Navigationssystem Navi 900 auseinanderzusetzen. Eine Besonderheit des 900ers ist das elektronische Fahrtenbuch. Der Fahrer kann zwischen einer privaten Fahrt und einer Geschäftsreise wählen. Parameter wie Startzeit und Position, Kilometerstand bei Fahrtbeginn, Ankunftszeit und Kilometerstand am Zielort werden automatisch aufgezeichnet.

Der Kofferraum des GTC fasst im Normalzustand 380 und bei umgeklappter Rückbank 1165 Liter. Innerhalb dieses Spektrums bietet er optional durch einen in drei Stufen verstellbaren Boden für nahezu jeden Bedarf ein angemessenes Raumangebot. Entriegelt wird der Kofferraum mit einem Fingerdruck auf das Logo auf der Heckklappe.

Sortwagen oder Einkaufsposer?

Der in zwei Ausstattungsvarianten angebotene Opel Astra GTC zeigt im Innenraum, dass er als der sportlichere und edlere Astra-Bruder verstanden werden möchte. Dem GTC vorbehalten ist die Panorama-Frontscheibe, die bis zur Mitte des Fahrzeugdachs reicht und viel Licht in den Innenraum bringt. Der Opel Astra GTC kostet mindestens ab 19900 Euro und kommt mit vier Benzinmotoren und mit einem 165 PS starken Dieselaggregat auf den Markt. Drei der vier Benziner beziehen ihre Kraft aus einem 1,4 Liter Vierzylindermotor, der zwischen 100 und 140 PS leistet. 100 PS unterfüttern den sportlichen Auftritt des Autos natürlich nur ungenügend.

Der ab 23250 Euro erhältliche 1,6 Liter-Vierzylindermotor bringt 180 PS auf die Straße. Die Verbrauchszahlen der Benzinmotoren liegen zwischen 5,9 und 7,2 Litern auf hundert Kilometer. Der Selbstzünder gibt sich mit 4,8 Litern zufrieden. Der Schnellste im Bunde ist der 1,6 Liter-Turbo mit 220 Kilometern pro Stunde, der ab 25.055 Euro teure Diesel schafft 210 km/h.

Bei der Leistung ist noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten erreicht. 180 PS sind ganz nett, reichen aber weitem nicht aus, um die PS-Raketen von Ford und Volkswagen herauszufordern. Das soll der 280 PS starken Opel Astra OPC ab Anfang 2012 übernehmen.

Marcel Sommer/Press-Inform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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