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Crossover: Seat Tarraco – auch aus Spanien kommt ein Riesen-SUV

Familien wollen SUV statt Mini-Van fahren. Für sie gibt es nun auch von Seat einen bezahlbaren Lastesel im gefragten Crossover-Look.

Der Seat Tarraco 2.0 TDI wiegt etwas mehr als 1.8 Tonnen

Der Seat Tarraco 2.0 TDI wiegt etwas mehr als 1.8 Tonnen

Im Volkswagen-Konzern geht nun das dritte Familien-SUV an den Start. Nach Skoda Kodiaq und Tiguan Allspace kommt der Tarraco von Seat. Der feurige Spanier wird wie seine Vettern übrigens in Wolfsburg montiert. Mit einem Einstiegspreis von 29.980 Euro bietet Seat hier einen großen SUV zu einem bezahlbaren Preis an. Im Cockpit fällt sofort der frei stehende tabletartige Touchscreen ins Auge, der noch acht Zoll groß ist, aber in der nächsten Ausbaustufe zehn Zoll messen wird. Wer will, kann seinen Seat mit Gesten steuern oder per Sprachassistent (Amazon Alexa) Kommandos erteilen.

Crossover: Seat Tarraco – der nächste Riesen-SUV rollt an
Der Seat Tarraco ist das SUV-Flaggschiff der spanischen VW-Tochter

Der Seat Tarraco ist das SUV-Flaggschiff der spanischen VW-Tochter

Drei Wagen einer Plattform

Der Seat Tarraco teilt sich die Basis mit dem Tiguan Allspace und dem Skoda Kodiaq. Das ist der bekannte modulare Querbaukasten mit langem Radstand. Und mit 4,74 Metern ist der Tarraco schon ziemlich ausgewachsen. In der zweiten Reihe sitzen auch großgewachsene Passagiere bequem. Die dritte Reihe ist dagegen nur Kindern zu empfehlen.

Der Kofferraum variiert von 760 bis zu 1920 Litern – das ist stattlich. Der bullige Kodiaq bietet noch etwas mehr, der Tiguan Allspace mit 1775 Litern deutlich weniger. Der Familien-Van Alhambra rangiert mit seinen 2430 Litern allerdings deutlich über dem SUV. Der Laderaum ist eben, klappt man den Beifahrersitz herunter, passt Ladegut von 2,73 Metern Länge hinein.

Im Äußeren nimmt der Tarraco Anleihen beim Grilldesign von Audi, das Lichtband wurde von Porsche inspiriert. Der Gesamteindruck ist wegen der Länge des Fahrzeugs aber eher mächtig als sportlich. Schick und wertig wirkt die neuartige Holzoptik im Cockpit.

Verbesserungspotenzial im Sprint

In Sachen sportlicher Lenkung sticht der Seat jedoch Kodiaq und Allspace aus. Das adaptive Fahrwerk gefällt im straffen aber nicht unkomfortablen Sportmodus. Das Zusammenspiel zwischen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Vierzylinder-Diesel bietet dagegen noch Verbesserungspotenzial. Das Getriebe raubt dem 190-PS-Vierzylinder deutlich Temperament. Will man beschleunigen, gibt es eine kurze Pause, ehe der Wagen wirklich Gas gibt. Nach acht Sekunden erreicht der Tarraco Tempo 100, die Spitze ist bei 210 km/h erreicht. Dann soll er 7,6 Liter verbrauchen. Angesichts der Diesel-Krise bietet sich der 2.0-TSI-Benziner mit seinen 190 PS an. Ab Februar 2019 steht der Seat Tarraco beim Händler. Erst 2020 wird die Modellpalette durch einen Plug-in-Hybriden ergänzt.

Mit dem Tarraco schickt Seat einen ernst zu nehmenden Mitbewerber ins Rennen. Letztlich liegen der Seat, Tiguan Allspace und Skoda Kodiaq so eng beieinander, dass viele Kunden nach dem Preis entscheiden werden. Und zwar nach dem Preis, den sie beim Händler tatsächlich zahlen müssen, und nicht den Werten, die im Prospekt stehen.

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