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Skoda Octavia: Aus dem Keller zu den Sternen

Der Skoda Octavia war im Schönheitssalon und bekommt neue Motoren. Viel getan hat sich beim jüngsten Facelift nicht. Doch die Marschrichtung ist klar: Mit günstigen Preisen über Wolfsburg nach Ingolstadt.

Der Passat bleibt der König der Mittelklasse, Aufsteiger wechseln zum Audi A4. Fürs Fußvolk sind Skoda und Seat zuständig. So sieht im Prinzip die Markenlandschaft im VW-Konzern aus. Doch der Octavia und der neue Superb haben gezeigt, dass auch Skoda in Richtung Premium-Anspruch drängt.

Selbst Seat ordnet seine Van-lastige Modellpalette neu und präsentiert die viertürige Limousine Exeo. Der trägt zwar die Technik des alten A4 auf, wirkt damit aber vor allem im Interieur deutlich edler als man es von Seat gewohnt ist - und könnte seinen deutschen Konzernbrüdern A4 und Passat im lukrativen Dienstwagensegment durchaus den ein oder anderen Käufer abjagen.

Beim Facelift des Skoda Octavia (Limousine und Kombi) hat sich optisch nur an der Front viel getan. Der Kühlergrill mit 19 vertikal angeordneten Lamellen wird von einem neu gestalteten, verchromten Rahmen eingefasst. Mit der voluminöseren Motorhaube und grimmig nach oben gezogenen Scheinwerfern schüttelt der Octavia seinen Buchhalter-Charme ab. Die Scheinwerfer sind optional als Xenon-Leuchten mit Kurvenlichtfunktion zu haben. Die Nebelscheinwerfer dienen gleichzeitig als Tagfahrleuchten und sind mit einer Abbiegelicht-Funktion ausgerüstet. Die Außenspiegel sind elektrisch anklappbar und verfügen über integrierte Blinkleuchten. Veränderte Rückleuchten und Stoßfänger komplettieren das Facelift - die Änderungen am Heck sind allerdings bei weitem nicht so prägnant wie das neue Gesicht.

Kleiner, sparsamer Turbobenziner

Unter der Haube steht erstmals der 90 kW (122 PS) starke 1,4-Liter Turbobenziner zur Verfügung. Der Motor entwickelt ein Drehmoment von 200 Newtonmetern und macht den Octavia 203 km/h schnell. Tempo 100 ist nach 9,7 Sekunden erreicht. Damit dürfte der kleine Turbobenziner vielen Ansprüchen genügen und macht den Octavia vor allem sparsam: 6,6 Liter Durchschnittsverbrauch pro 100 Kilometer verspricht Skoda, das entspricht dem Verbrauch eines Passat mit dem gleichen Motor.

Der 1.4 TSI lässt sich gegen Aufpreis mit dem 7-Gang-DSG-Getriebe kombinieren. Das Doppelkupplungsgetriebe ist auch für den 1.8 TSI (118 kW/160 PS) zu haben. Stärkster Benziner im Octavia-Angebot ist der 2.0 TSI mit 200 PS. Die Dieselpalette reicht von 77 kW/105 PS) bis 125 kW/170 PS.

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Im Innenraum gibt es optional neue Festplattennavigations- sowie Infotainment-Systeme mit einem berührungssensitiven Bildschirm. Das war auch bitter nötig, denn das System des aktuellen Octavia sieht bei Karten- und Routendarstellung im Vergleich zu mobilen Navis der neuesten Generation ziemlich alt aus. Das Audiosystem ist zudem kompatibel mit MP3-Player, iPod und USB-Speichermedien.

Eigenwilliges Lenkrad

Im Cockpit fällt neben ein paar geänderten Bedienelementen vor allem das eigenwillig gestylte Lenkrad auf, das immerhin über praktischere Fernbedienungsknöpfe verfügt. Neu ist auch die Möglichkeit, die Fondsitze mit Sitzheizung zu ordern.

Zu den Preisen des aufgefrischten Octavia hat Skoda noch keine Angaben gemacht. Das aktuelle Modell startet bei 15.140 Euro (Limousine). Die teuerste Version ist bislang der Octavia Combi L&K mit Allradantrieb und Zweiliter-Dieselmotor für 31.740 Euro.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM
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