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Subaru Forester 2.0 D: Später Zünder

Ein SUV ohne Diesel? Geht gar nicht. Daher hat sich Subaru mächtig ins Zeug gelegt und seinen Bestseller Forester mit einem Selbstzünder ausgestattet - endlich.

Dass der Forester das bestverkaufte Modell von Subaru ist, kommt nicht von ungefähr. Der kompakte SUV überzeugt durch Zuverlässigkeit, Qualität, Fahreigenschaften, Platz und Variabilität. Sein einziger Nachteil: Er hat keinen Dieselmotor. Als Autohersteller aber keinen Selbstzünder im SUV-Segment anzubieten, grenzt eigentlich schon an grobe Fahrlässigkeit. Denn in Westeuropa liegt die Kaufquote bei bis zu 80 Prozent.

Doch Subaru-Autos werden (bis auf den Justy) von außergewöhnlichen Motoren angetrieben. Sie arbeiten nach dem Boxer-Prinzip, wie früher beim Käfer. Aber kein Hersteller der Welt baut diese Motoren-Art als Diesel. So gab es für den Mutterkonzern Fuji Heavy Industries nur die Möglichkeit, mit Subaru in Europa erfolglos zu bleiben oder aber selbst einen solchen Motor zu konstruieren. Man entschied sich für die zweite Lösung. Und die war keine schlechte. Im Gegenteil. Was Subaru dieses Frühjahr bereits im Legacy vorstellte, erhielt viel Lob in der gesamten Autobranche. Der Zweiliter-Boxer-Diesel glänzt nicht nur durch eine sehr hohe Laufkultur, sondern auch durch einen niedrigen Verbrauch.

Doch eine der meist gestellten Fragen der Fachjournalisten war damals: Wann kommt der Motor im Forester? Antwort: 25. Oktober. "Unser Boxer-Diesel ist die optimale Motorisierung für den Forester", sagt Jens Becker, Geschäftsführer von Subaru Deutschland. Der Diesel könnte das SUV-Modell aus seinem Verkaufstal holen. Lag der Anteil in Europa im ersten Halbjahr 2007 noch bei 50 Prozent, so schaffte der Forester dieses Jahr nicht einmal die 35-Prozent-Marke.

In seiner SUV-Klasse Sparmeister

Auch im Forester, der in dritter Generation seit Mai in Deutschland auf dem Markt ist, glänzt der Boxer-Diesel (Partikelfilter Serie) durch Laufruhe. Aus zwei Liter Hubraum entwickelt er 147 PS und kräftige 350 Newtonmeter Drehmoment, das allerdings erst ab 1800 Umdrehungen zur Verfügung steht. Darunter herrscht ziemlich tote Hose. Ein Problem, das durch die Bank aber alle Turbo-Diesel dieser Klasse besitzen. Dafür kann der Forester beim Verbrauch punkten. Subaru gibt 6,3 Liter/100 km an, was einem CO2-Ausstoß von 167 Gramm pro Kilometer entspricht. Das wäre weniger als die Konkurrenten Toyota RAV4, VW Tiguan oder Honda CRV konsumieren. Eine Tankfüllung von 64 Liter kann damit beim Forester für über 1000 Kilometer reichen.

Automatik kommt 2010

Extra für die Dieselversion haben die Subaru-Ingenieure ein Sechsganggetriebe entwickelt, um zum einen die dieseltypische Anfahrschwäche etwas zu reduzieren und zum anderen, eine größere Spreizung zu haben. Zwar passen jetzt die Ganganschlüsse sehr gut zum Motor, doch beim Thema Hakeligkeit besteht durchaus noch Verbesserungspotenzial. Schaltfreude kommt nicht auf, zumindest gilt dies für die unteren drei Gänge. Die Frage nach einem Automatikgetriebe erübrigt sich. Subaru hat für den Diesel keines. Es sei aber eines in der Entwicklung, hieß es. Vermutlich wird es 2010 verfügbar sein. Bis dahin will Subaru auch den Diesel-Schritt in die USA und auf dem Heimatmarkt wagen. Nur dann würde sich die Getriebe-Investition lohnen.

Dieselaufpreis kostet 2500 Euro

Wie schon die Benzinversion so lässt sich auch der Diesel-Forester handlich und komfortabel bewegen. Das Fahrwerk ist weich abgestimmt, ohne Schaukeltendenzen zu zeigen. Man fühlt sich schnell wohl in diesem Auto. Sitzposition und Übersicht sind makellos - auch auf der Rückbank. Ihre Lehnenteile lassen sich mit einem Knopfzug kinderleicht nach vorne klappen und man erhält eine durchgehend ebene Ladefläche, die laut Subaru mit 1660 Liter Volumen an Gepäck beladen werden kann. Netto, also bei aufgestellten Sitzen, fasst der Kofferraum 450 Liter. Kein Gardemaß, aber guter Durchschnitt.

Mit 29.900 Euro kostet der Diesel exakt 2500 Euro mehr als der vergleichbare und gleichstarke Benziner. Das tut zunächst einmal weh. Aber der Schmerz wird in homöopathischen Dosen bei jedem Tanken gelindert. Denn rund drei Euro lassen sich alle 100 Kilometer durch den geringeren Verbrauch wieder herein fahren.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.