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Kunden-Umfrage: Mercedes- und Volkswagen-Fahrer sind unglücklich mit ihrem Autokauf

Tesla-Besitzer lieben ihren Wagen. Die Umfrage des wichtigen "Consumer Reports" bescheinigt auch Porsche und Audi gute Werte. Deutsche Hersteller wie Mercedes oder Volkswagen enttäuschen dagegen ihre Kunden.


Mercedes-Benz verkauft teure Wagen, die ihre Fahrer nicht so recht begeistern.

Mercedes-Benz verkauft teure Wagen, die ihre Fahrer nicht so recht begeistern.

Das weltgrößte Verbrauchermagazin "Consumer Report" fragt jedes Jahr nach der Zufriedenheit von Autokäufern in den USA. Hier geht es nicht um (scheinbar) objektive Dinge wie Pannen- oder TÜV-Statistiken, hier geht es um eine höchst subjektive Entscheidung - ob man das gleiche Auto noch einmal kaufen würde. Durchaus möglich, dass ein einfaches Modell, welches nur als günstige Transportmöglichkeit angesehen wird, ein Luxus-Auto ausstechen kann, dessen Bedienung die Besitzer überfordert.

Gretchenfrage der Auto-Industrie

Doch tatsächlich ist diese simple Frage für die Autoindustrie entscheidend. Hochzufriedenen Käufern sind die beste Reklame für eine Marke. Und wer würde schon den Kauf eines Autos erwägen, wenn der beste Freund seine Erfahrungen mit dem Modell mit "nichts als Ärger" zusammenfasst? 

Die Umfrage richtet sich an die Besitzer neuer Fahrzeuge der Baujahre ab 2014, insgesamt wurden 300.000 Fahrer befragt. Nischenmarken werden – wie immer bei derartigen Erhebungen – nicht berücksichtigt.

Tesla führt mit großem Vorsprung

In der Spitzengruppe hat sich wenig getan: Tesla, Porsche, Audi, und Subaru dominieren schon im letzten Jahr. Tesla führt mit 91 Prozent deutlich vor Porsche (84 Prozent). "Auf jeden Fall" würden auch 77 Prozent der Audi-Kunden wieder einen Wagen mit den vier Ringen kaufen. Audi befindet sich in einem Bereich mit Subaru und Toyota (je 76 Prozent), Honda (75 Prozent), Mazda (74 Prozent). Chrysler, Chevrolet, Lexus. GMC, Lincoln und Hyundai liegen bei 73 Prozent Zufriedenheit.

Mini schafft mit 71 Prozent eben noch die 70er-Marke, BMW liegt mit Ford (je 72 Prozent) gleichauf. Ein böser Absturz in der Kundengunst für die Bayern – Premium war einmal. BMW fiel innerhalb eines Jahres von Rang sechs auf Nummer 14. Außerdem rangieren viele Marken gleichauf oder besser als BMW, die weit billigere Autos anbieten.

Mittelmaß bei Premium-Preisen

Ein trüber 19. Platz von 29 möglichen ist auch für Mercedes-Benz kein Ruhmesblatt. Volkswagen fällt ebenfalls in der Kundengunst: Von einem auch nur mittelprächtigen 16. Platz geht mit Platz 24 richtig in den Keller. Erzrivale Toyota tummelt sich dagegen auf dem fünften Platz. Fiat erreicht mit nur 53 Prozent Zufriedenheit den letzten Platz. Einen interessanten Aufstieg legte Hyundai hin: Von einer schlechten 24 ging es zu einem mittleren 13. Rang.

Dass deutsche Hersteller die tatsächlichen Käufer enttäuschen, ist nicht neu. Bei der vergleichbaren Autofahrerumfrage Vehicle Dependability Study von J.D. Power trumpfte Mitsubishi bei den deutschen Käufern auf und BMW fuhr den letzten Platz ein (J.D. Power Kundenzufriedenheit 2016 - Mitsubishi beim Kunden top - BMW macht Ärger)

Kundenstimmen zu den schlechtesten Autos

Im Rahmen der Untersuchung kürte der "Consumer Report" auch die Gurken des Jahres, also die Autos, deren Besitzer bereuen, sie gekauft zu haben.

Beim Jeep Compass wird von den Kunden bemängelt: "Hat keine Power, Verbrauch könnte besser sein." Und: "Den Sitz kann man nicht hochstellen. Eine kleine Person kann kaum über die gewölbte Haube schauen."

Zum Nissan Pathfinder wird ein typischer Besitzer zitiert: "Ich bin sehr unzufrieden mit dem Wagen. Die Seitenleisten fielen ab, die Halterungen der vorderen Stoßstangen springen raus. Verbrauch ist viel schlechter als beworben."

Dodge Dart: "Klimaanlage überzeugt nicht, das Fahrverhalten ist sehr hart."

Chrysler 200: "Mehr Fahrgeräusche als erwartet. Auf dem Highway viel zu laut. Fühlt sich irgendwie kleiner an, als er tatsächlich ist."

Dodge Grand Caravan: "Teppich und Polster sind billig. Sehen nach 11.000 Meilen bereits abgetragen aus."

Nissan Frontier: "Einfach sehr laut. Die Türen schließen nicht sehr gut und lassen den Krach von der Straße rein."

Das schlimmste Auto ist der Acura ILX, Acura ist die Edelmarke von Honda: "Keine Beschleunigung, laut, schlechte Lackierung, raues Fahren – sehr teuer für die gebotenen lausige Qualität.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.