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Weltspiegel: Hyundai Genesis Coupé: Koreanisches Sportabzeichen

Die Zeiten, in denen sich Hyundai mit kleinen Brötchen zufrieden gab, sind lange vorbei. Die Koreaner geben gerade in den USA mächtig Gas. Nach der Luxuslimousine Genesis kommt jetzt das gleichnamige Coupé auf den Markt. Die Chancen stehen gut, dass der sportliche Zweitürer 2010 auch nach Europa kommt.

Namen wie Getz, Sonata, Terracan und Accent sind Zeitzeugen von gestern. Hyundai, Koreas Autohersteller Nummer eins, hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen. Während die weltweiten Märkte in Folge der Wirtschaftskrise darben, stellt Hyundai sein Modellprogramm komplett um. Sind es in Europa insbesondere neue Klein- und Kompaktwagen wie i10, i20 und i30, die für neuen Schwung sorgten, so wird in den USA deutlich lauter getrommelt. Mit der neuen Luxuslimousine Genesis tritt Hyundai geradezu aufmüpfig gegen die bekannte Konkurrenz von Audi, Mercedes, BMW oder Lexus an. Jetzt legen die bis dato wenig charismatischen Koreaner mit den komplett neu entwickelten Genesis Coupé eine Speerspitze nach.

„Das Genesis Coupé steht auf einer komplett neu entwickelten Plattform“, erklärt Programm-Manager Young Shin Cho, „wie es sich für ein echtes Sportcoupé gehört, hat der Wagen kraftvolle Motoren und Hinterradantrieb.“ Prunkstück ist der bereits aus der Limousine als Einstiegsmotor bekannte 3,8-Liter-V6, der 222 kW / 303 PS und ein maximales Drehmoment von 368 Nm zur Verfügung stellt. Seine Höchstgeschwindigkeit wird bei 240 km/h abgeriegelt. Den Spurt 0 auf 100 km/h schafft der Hecktriebler in weniger als sechs Sekunden. Das gefällige Design mit kurzen Überhängen und den breiten Backen über dem hinteren Radlauf wird von einem sonoren Grollen unterstrichen, mit dem der Hyundai ab 3.000 U/min die Ohren der Insassen verzückt. In der ersten Reihe sitzt man auf anschmiegsamen Sportsitzen ebenso unterstützt wie bequem. Im Innenraum gefallen die wertigen Kunststoffoberflächen und klare Bedienelemente. Luxuscharme kommt im Gegensatz zur Genesis-Limousine jedoch nicht auf.

Das knapp 1,6 Tonnen schwere Genesis Coupé hängt gut am Gas und kann gerade mit den optionalen 19-Zöllern auch im sportlichen Ritt überzeugen. Dabei fährt sich der 4,63 Meter lange Neuling nicht so sportlich und spitz wie ein Nissan 370 Z oder so ausgewogenen wie ein Infiniti G 37, bildet aber eine überaus gelungene Mischung aus Komfort und Dynamik. Die Lenkung könnte gerade für ein Coupé dieser Liga etwas direkter sein. Doch das Gesamtbild aus Fahrleistungen, Preis und Design passt. Angesichts des gebotenen könnte das Genesis Coupé optisch sogar noch etwas dicker auftragen und sich mehr an der sehenswerten Genesis Limousine orientieren.

Auf Mantas Spuren

In den 70er und 80er Jahren waren Volumencoupés wie Opel Manta, Porsche 924 oder Ford Capri begehrte Lustobjekte der breiten Masse. Auf ihren Spuren könnte ab 2010 auch in Europa das Genesis Coupé wandeln. Für viele Märkte wäre der zwei Liter große Vierzylinder genau das richtige. Der leistet 154 kW / 210 PS und 305 Nm Drehmoment und steht dem deutlich kraftvolleren Sechszylinder abgesehen von 224 km/h Spitze in kaum etwas nach. Sein Durchschnittsverbrauch soll bei rund neun Litern Benzin auf 100 Kilometern liegen. Der größere Sechszylinder soll rund 1,5 Liter mehr Verbrauchen. Neben der überzeugenden Sechsgang-Handschaltung wird das Hyundai Genesis Coupé in beiden Motorvarianten auch mit einer Fünfstufenautomatik verfügbar sein.

Kampfpreis 22.000 Dollar

In den USA startet das Hyundai Genesis Coupé 2.0 T bereits ab 22.000 US-Dollar. Und auch in der Euro-Zone sollte der ordentlich ausgestattete Zweitürer unter 30.000 Euro beginnen. Das komplett ausgestattete Topmodell mit teilelektrischen Ledersitzen, Xenonlicht und 19-Zöllern liegt in den USA bei rund 31.000 US-Dollar. „Endgültig entschieden ist über eine Markteinführung in Europa noch nicht“, so Young Shon Cho, „die Märkte fordern ihn lautstark. Wir müssten vorher jedoch noch Anpassungen wie Fußgängerschutz oder Euro realisieren.“ Werner Frey, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland: „Wir wollen das Genesis Coupé als Imageträger unbedingt auch bei uns in Deutschland den Kunden anbieten. Er würde auf jeden Fall sehr gut in die Modellpalette passen.“

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.