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Feldversuch mit Riesen-LKW: Gigaliner-Gegner laufen Sturm

Sie sind hoch umstritten, und dennoch könnten sie schon bald auf deutschen Straßen unterwegs sein: Gigaliner. Ein Feldversuch mit den überlangen LKW soll noch dieses Jahr starten. Nun bringen sich die Gegner des "Giga-Unsinns" in Stellung - nicht allein mit verkehrstechnischen Argumenten.

Es droht Ärger auf deutschen Straßen. Großer Ärger: Der Feldversuch mit bis zu 44 Tonnen schweren Riesen-LKW soll trotz anhaltender Kritik noch in diesem Jahr starten. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Die Bundesregierung hält auch daran fest, dass der umstrittene Feldversuch an den Bundesländern vorbei beschlossen werden soll. Im Verordnungsentwurf heißt es ausdrücklich, die geplante Ausnahmeverordnung bedürfe nicht der Zustimmung des Bundesrats.

Scharfe Kritik an Testfahrten und Gigalinern

Die Allianz pro Schiene äußerte hingegen rechtliche Bedenken. "Wir sind skeptisch, ob die rechtlichen Grundlagen für einen Test mit überlangen LKW am Bundesrat vorbei geschaffen werden können", sagte Geschäftsführer Dirk Flege. Er verwies auf ein Rechtsgutachten, wonach für die Testfahrten der sogenannten Gigaliner ein von Bundestag und Bundesrat verabschiedetes Gesetz notwendig sei.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat den Feldversuch mit bis zu 25 Meter langen Lastwagen auf ausgewiesenen Strecken scharf kritisiert. "Gigaliner sind Giga-Blödsinn! Weder sind unsere Straßen für diese Monster-Lkws gebaut, noch sind unsere Autofahrer dafür geschult, mit ihnen die Fahrbahn zu teilen", sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der "Bild"-Zeitung. Auch der Auto Club Europa (ACE) kritisierte den geplanten Feldversuch mit den Gigalinern. Er fürchtet nach Angaben seines Sprechers Rainer Hillgärtner, dass das Ergebnis, die umstrittenen Lastwagen ab 2018 zuzulassen, schon vor der Versuchsphase feststehen könnte.

Stresstest statt Schönwetterübung

Hillgärtner forderte Fahrtests für die Gigaliner auch auf schwierigen Strecken, etwa mit Kreisverkehr und engen Kurven - und nicht nur auf einigen wenigen handverlesenen Musterstraßen. "Was wir brauchen ist ein Stresstest auf solchen Straßen, die prekäre Verkehrsführung aufweisen. Alles andere wäre nur eine Schönwetterübung für Gigaliner", sagte er dem Online-Portal der "Bild"-Zeitung.

Während die Länge von Lastwagen in Deutschland bislang auf 18,75 Meter begrenzt ist, soll die Obergrenze für einen Zeitraum von fünf Jahren auf 25,25 Meter steigen. Weil die Gigaliner mehr Waren transportieren können, rechnen die Befürworter mit weniger Lastwagen auf der Straße und dadurch mit weniger Abgasen und einem geringeren Benzinverbrauch. Kritiker haben hingegen erhebliche Sicherheitsbedenken.

Allerdings dürfen die Gigaliner nur in sieben Bundesländern rollen. Zuletzt hatte sich Baden-Württemberg nach dem Regierungswechsel in Stuttgart aus dem Projekt verabschiedet. Der Verordnungsentwurf des Verkehrsministeriums sieht zudem weitere Einschränkungen vor. So gilt für die Riesen-LKW ein generelles Überholverbot. Zudem dürfen sie kein Gefahrengut transportieren, und am Steuer dürfen nur erfahrene Trucker sitzen.

tkr/AFP/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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