HOME

Honda Legend: Limousine mit Zukunft

In Europa interessierte sich kaum jemand für die vergangenen Modelle des Honda Legend. Bei der neuesten Generation der asiatischen Luxuslimousine könnte das anders werden. Sie steckt voller Hightech und sieht auch noch klasse aus.

Die deutschen Kunden sind besonders in der Luxusklasse bekanntermaßen Patrioten. Doch 7er BMW, Mercedes S-Klasse und Audi A8 könnten einen Konkurrenten bekommen, den bisher kaum jemand als solchen gesehen hat: Der neue Honda Legend hat zumindest von seinen Voraussetzungen das Zeug zum Erfolgsmodell, denn einen derartigen Innovationsträger hat Honda seit dem NSX nicht mehr auf die Straße gebracht.

Leider fehlen zum Start Diesel- oder Hybridvarianten. Dabei sind es weniger die klassenüblich großen Dimensionen von 4,95 Meter Länge oder die kraftvolle Motorisierung mit einem 3,5 Liter großen Sechszylinder, der knapp 300 PS leistet. Der neue Legend, der in Asien und den USA bereits auf der Straße fährt, ist ein echter Innovationsträger.

Denn anders als Lexus, die mit dem neuen LS eine üppig dimensionierte Sänfte gegen die deutsche Premiumkonkurrenz stellen, will Honda eine besonders fahraktive Luxuslimousine präsentieren. Durch den Einsatz von Leichtbaukomponenten liegt das Gewicht bei knapp 1900 Kilogramm. Damit gehört man neben Audi A8 und Jaguar XJ, die beide über Alukarossen verfügen, zu den Fliegengewichten im oberen Segment.

Gleichermaßen dynamisch und innovativ ist das Antriebskonzept. Ähnlich wie immer mehr Konkurrenzmodelle setzt auch Honda auf einen variablen Allradantrieb. Der glänzt mit einer zukunftsweisenden Technik und soll für sportiven Fahrspaß sorgen. Nicht nur zwischen den Achsen variiert die Kraftverteilung je nach Fahrzustand zwischen 30:70 und 70:30, sondern auch zwischen den einzelnen Rädern der Hinterachse. So kann der neue Legend bei einer Kurve das kurvenäußere Rad um bis zu fünf Prozent stärker beschleunigen als das innere. Folge: das Fahrzeug kommt besonders kraftvoll aus der Kurve und bringt die maximale Leistung auf den Boden.

Maximal Speed 250 km/h

Und davon mangelt es nicht. Der 3,5 Liter große Sechszylinder leistet 217 kW / 295 PS und ein maximales Drehmoment von 353 Nm, das bei 5000 U/min zur Verfügung steht. Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h, den Spurt 0 auf 100 km/h schafft die allradgetriebene Automatiklimousine in 7,3 Sekunden. Der Durchschnittsverbrauch soll bei zwölf Litern auf 100 Kilometer liegen. Die Asiaten nennen das Antriebskonzept verheißungsvoll "Super-Handling All-Wheel-Drive". Hört sich an wie bei einem Kleinwagen der Jazz-Klasse, ist derzeit aber derzeit nur im Honda Legend zu haben.

Doch die technischen Innovationen gehen noch weiter. DVD-Navigation, Kurvenlicht und belüftete Ledersitze bietet in dieser Klasse jeder. Noch eine aktive Motorhaube, die Fußgänger bei einem Aufprall auf die Motorhaube schützt, ist derzeit nur beim neuen Jaguar XK zu haben. Ähnlich wie bei ihm wird auch beim japanischen Allradler die Motorhaubenverankerung pyrotechnisch ausgelöst und dämpft so den Aufprall von Kopf und Oberkörper.

Startschuss im Herbst

Damit es am besten gar nicht erst zu einer Kollision kommt, ist der Legend serienmäßig mit einem Abstands-Tempomaten ACC und einem Unfallvermeidungssystem, Collision Mitigation Brake System ausgestattet. "CMBS" arbeitet eng mit dem Abstandsradar zusammen und unterstützt den Fahrer, wenn er zu nah hinter einem vorausfahrendem Auto herfährt. Ist der Mindestabstand zu gering, wird der Fahrer durch visuelle und akustische Signale zunächst auf die Situation hingewiesen. Bleiben Tempo und Abstand unverändert, wird der Sicherheitsgurt vorgespannt und die Bremse vorsichtig aktiviert. Sollte der Unfall unvermeidlich sein, folgt eine Notfallbremsung und die Gurtstraffer werden aktiviert. Das Sicherheitspaket des Honda Legend umfasst weiterhin Front-, Seiten- und Kopfairbags, sowie ESP und ABS. Die Bedienung des Multi-Info-Displays funktioniert über einen zentralen Controller ähnlich wie bei iDrive oder MMI.

Termin und Preis für den Verkaufsstart in Europa des neuen Honda Legend steht derzeit noch nicht fest. Aller Voraussicht nach wird der Edel-Japaner im Herbst diesen Jahren auf den Markt kommen.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.