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Abt Cupra Ateca: Richtung Premium

Mit einer sportlichen Version des Ateca hat Seat vergangenes Jahr seine neuen Submarke Cupra gestartet. Jetzt haben die Spanier nachgeschärft.

Der Cupra Ateca in der Boxengasse

Der Cupra Ateca in der Boxengasse

Bernd Bauer, Geschäftsführer von Seat Deutschland, steht vor der der riesigen Projektionswand und hat die Arme weit ausgebreitet. Die linke Hand zeigt nach unten, dorthin, wo die "normalen" Autos zu finden sind, und die rechte Hand nach oben, zu den "Premiumfahrzeugen". Dazwischen, sagt er, "ist viel Platz. Platz für uns." Mit "uns" ist Seats gerade mal ein Jahr alte neue Marke namens "Cupra" gemeint. Cupra steht bei Seat schon lange für die sportlicheren Modelle, etwa den Seat Leon Cupra, der es aktuell auf 300 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h bringt.

Richtung Premium
Der Cupra Ateca in der Boxengasse

Der Cupra Ateca in der Boxengasse

Jetzt ist "Cupra" reif, als eigene Marke ins Rennen zu gehen, haben die Spanier im vergangenen Jahr entschieden und Ende Herbst mit dem SAV Ateca das erste Auto unter dem Markennamen und dem kupferfarbenen Logo auf den Markt gebracht. Als eigenständige Marke taucht Cupra zwar noch nicht in den Zulassungsstatistiken des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) auf - doch laut Bauer sind seit dem Marktstart des Cupra Ateca gut 4.000 Stück verkauft.

Die Wahl auf den Ateca als erstes Modell der neuen Marke fiel nicht von ungefähr - der kompakte SUV, der im gleichen Segment schwimmt wie etwa der Skoda Karoq, der Hyunday Tucson, Toyotas RAV4 oder der VW Tiguan, ist ganz knapp hinter dem Leon das meistverkaufte Seat-Modell. Für die ersten beiden Monaten diesen Jahres meldet das KBA 4.121 neu zugelassene Ateca, was einem Anteil von 23 Prozent am gesamten Seat-Portfolio entspricht. Der kleine Seat Ibiza etwa schafft mittlerweile nicht einmal die Hälfte.

Insgesamt verzeichnete Seat vergangenes Jahr einen Zulassungsgewinn von 12,5 Prozent zum Vorjahr. Und die Cupra sollen mit dafür sorgen, dass es mindestens so bleibt. Sie sollen neue Kundenkreise locken und das Markenimage mehr Richtung Premium verschieben. Dazu haben sich die Marketing-Strategen einiges einfallen lassen - wenn auch die Zielgruppenbeschreibung nicht sonderlich originell klingt: "sowohl männlich als auch weiblich und zwischen 40 und 59 Jahren alt", außerdem "stilvoll, zeitgemäß, erfolgreich" und mit "einem hohen Bildungsgrad".

Schon der "normale" Cupra Ateca soll deren Wünsche erfüllen: Mit 221 kW/300 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 400 U/min. stellt er genügend Kraft zur Verfügung, um flott voranzukommen. Die Beschleunigung von 5,2 Sekunden hilft auch, auf Landstraßen schnell zu überholen oder an Pulks von Fahrradfahrern vorbei zu ziehen. Im Ateca auf die Rennstrecke zu gehen, ist nicht unbedingt zielführend, wie ein kleiner Ausflug auf den Circuito Mallorca zeigt - aber er zirkelt auch dort ganz ordentlich um die Kurven. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 247 km/h schrappt der Cupra Aterca gerade so unter der magischen Grenze von 250 km/h vorbei. Dazu kommen eine umfangreiche Serienausstattung und reichlich Platz im Innenraum.

Mit mindestens 42.850 Euro Basispreis ist der Cupra Ateca zwar nicht gerade ein Schnäppchen - aber ausstattungsbereinigt auch nicht so viel teurer als der teuerste Ateca, den Seat vorhält. Und für Edel-SUV wie den BMW X3 M40i oder den Mercedes 45 AMG muss man ohnehin zwischen 15.000 und 25.000 Euro mehr hinblättern.

Besonders beliebt im Marketing sind Sonderversionen - so auch beim Cupra Ateca. Eine "Special Edition" soll mit größerer Spurbreite, einer leichteren Sportabgasanlage und Anbauteilen aus Kohlefaser Kunden locken. Vor allem aber soll die Kooperation mit dem Kemptener Auto-Tuner Abt das sportliche Image weiter steigern. Wer bereit ist, alles in allem gut über 15.000 Euro mehr zu investieren, kann sich dort eine spezielle Abt-Version des Cupra Ateca bestellen. Dann gibt es mit einem Zusatzmotorsteuergerät noch einmal 36 kW/50 PS mehr Leistung - macht in der Summe 257 kW/350 PS. Das maximale Drehmoment klettert auf 440 Nm. So steigt die Höchstgeschwindigkeit von 247 auf 255 km/h, die Zeit für den Spurt von 0 auf 100 km/h sinkt auf 5,0 Sekunden. Nachgelegt wurde auch beim Fahrwerk. Da verbaut Abt kürzere Fahrwerksfedern und verpaßt dem Cupra hauseigene 20-Zoll-Leichtmetallfelgen mit zehn gegabelten Speichen tragen und Reifen der Dimension 235/35.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.