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China : Automesse in Shanghai - der Showroom der Plagiate

Keine Autoindustrie hat sich in den vergangenen Jahren derart blühend entwickelt, wie die chinesische. Vergessen sind die Zeiten, in denen die lokalen Autohersteller abkupferten und kopierten, was das Zeug hielt. Doch wer genau hinschaut, kann auf der Messe durchaus noch ein paar Plagiate entdecken.

Oshan GT 380 - dem Ford Kuga sehr ähnlich

Oshan GT 380 - dem Ford Kuga sehr ähnlich

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Eine der Überraschungen auf der Auto China 2019 in Shanghai ist der chinesische Hersteller Novat, der mit dem ME7 nicht nur einen sehenswerten Mittelklasse-SUV zeigt, sondern seine Anhänger auch von einem viertürigen Luxuscoupé träumen lässt. Dass der Novat an Front, Heck und Seitenlinie die ein oder andere deutliche Ähnlichkeit zum Porsche Panamera zeigt, dürfte den meisten Messebesuchern kaum verborgen bleiben. Und wenn schon Porsche kopieren, dann doch bitte richtig schlecht wie Zedriv mit seinem elektrischen GT3, einer unförmigen Mischung aus verkleinertem Porsche 911 und ebensolchem Cayman. Zumindest die Verantwortlichen von Zedriv recken den Daumen bei diesem Design hoch - aber wohl auch nur die. Das gilt auch für den BAIC BJ 80, der seit Jahren die ausgelaufene Mercedes G-Klasse mimt - mit bescheidenem Erfolg.

Die Studie des Nio ET sieht klasse aus; eine sportliche Coupélimousine, die es ohne Frage auch mit einem Tesla Model S oder einem Audi A7 aufnehmen kann. Aber Moment. Sieht der Nio ET dem Audi A7 nicht von vorne etwas ähnlich und kommen am Heck Erinnerungen an das ebenfalls elektrische Tesla Model S auf? Vielleicht sind es auch nur die LED-Leuchteneinheiten, die einen hier träumen lassen. In jedem Fall lässt das entsprechende Serienmodell noch etwas auf sich warten. Zunächst sollen nach Aussagen von Nio-Vizepräsident Jack Cheng die beiden elektrischen SUV vom Typ ES8 und ES6 in größeren Volumina auf die Straße gebracht werden, ehe der dritte Nio Wirklichkeit wird.

Toyota Tundra lässt grüßen. Auch wenn der japanische Full-Size-SUV in den Vereinigten Staaten meilenweit hinter der übermächtigen Konkurrenz von Ford F-150, Chevrolet Silverado und Dodge RAM hinterherfährt, scheint er dem chinesischen Autohersteller Haval sehr gut zu gefallen. Der auf der Auto China in Shanghai gezeigte Pick Up ist dem üppig dimensionierten Gegenüber auf dem US-Markt gerade von vorne wie aus dem Gesicht geschnitten.

Der Smart Forfour, aktuell noch produziert vom französischen Kooperationspartner Renault in Novo Mesto, ist auf vielen Märkten alles andere als ein Bestseller. Mittlerweile nur noch als Elektromodell zu bekommen und 2022 eingestellt, findet der viersitzige Smart in China jedoch nicht zum ersten Mal konkurrierende Liebhaber. Denn der Ora R1, ein Elektrokleinwagen mit 35 Kilowatt starkem Synchronmotor, hat sich gerade bei Seitenlinie und Proportionen stark am aktuellen Forfour bedient. In der optionalen Zweifarblackierung kann man sogar die nachempfundene Tridion-Sicherheitszelle erkennen. Das Gesicht allerdings dürfte von dem ein oder anderen japanischen Kei-Car stammen. Das Ganze gibt es auch noch eine Nummer kleiner, denn der Oshan E1 kann weder an Front und Heck, noch bei Abmessungen und Proportionen Ähnlichkeiten zum Smart Fortwo - mittlerweile nur noch als Elektromodell zu bekommen - verheimlichen. Doch der Oshan E1 ist nicht das einzige Konzernmodell, das abgekupfert wurde. Denn der Oshan GT SUV sieht dem auslaufenden Ford Kuga insbesondere von vorn wie aus dem Gesicht geschnitten.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.