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IAA Nutzfahrzeugmesse: e-Crafter - macht VW mit diesem Elektro-Transporter endlich ernst?

Macht VW endlich ernst mit der E-Mobilität? Auf der Nutzfahrzeugmesse steht der e-Crafter. Der Transporter schafft alles, was ein Diesel kann, und das mit sauberer Energie.

In den Dimensionen unterscheidet sich das E-Modell nicht von den Dieselvarianten.

In den Dimensionen unterscheidet sich das E-Modell nicht von den Dieselvarianten.

Nachdem Volkswagen das Diesel-Thema weltweit vermasselt hat, wollen sich die Wolfsburger seit Neuestem als Elektro-Jünger darstellen. Ein Thema, das zuvor bestenfalls stiefmütterlich behandelt wurde. Nach "Clean Diesel" lautet der Slogan nun "Clean Energy".

Innenstädte ohne Diesel

Und vermutlich werden den Worten auch Taten folgen, dafür sorgt die Feinstaubdiskussion. In immer mehr Städten droht ein Fahrverbot für Dieselmotoren. Der größte Teil der Handwerker- und Lieferantenfahrzeuge läuft bisher mit einem Selbstzünder, ein Wechsel der Motorenpalette steht also an. Da liegt es nahe, den Lieferverkehr gleich zu elektrifizieren. Elektrofahrzeuge für Lieferanten und Monteure gibt es seit langem – ein echter Durchbruch war ihnen bislang nicht vergönnt.

Die Fuhrparkmanager rechnen mit jedem Cent und zudem ist die Verfügbarkeit des Fahrzeuges extrem wichtig. Für Kinderkrankheiten ist da kein Platz. Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigt nun eine Studie des e-Crafter, präsentiert auf der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover (noch bis 29. September). Dieses Modell soll keine bloße Messeschönheit bleiben, schon für 2017 ist die Markteinführung des e-Crafters vorgesehen.

Der Streetscooter der Post sorgte für Aufsehen.

Der Streetscooter der Post sorgte für Aufsehen.


Die Post macht es selbst

Damit reagiert Volkswagen auf einen Trend im Markt. Schlagzeilen machte die Post mit dem Streetscooter. Weil es kein adäquates Auto zu kaufen gab, baut die Post in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen ein eigenes Lieferfahrzeug mit Stromantrieb. Dabei geht das Streetscooter-Projekt einen ganz eigenen Weg. Das Fahrzeug wurde speziell für die Bedürfnisse der Post entwickelt und setzt auf konsequenten Leichtbau. Es ist also kein umgerüstetes Fahrzeug, das eigentlich für einen Verbrenner-Motor gebaut wurde.

Vollwertiger Crafter von VW

So halbe Sachen macht Volkswagen nicht. Der Crafter wurde für verschiedene Antriebe entwickelt. Natürlich ist Leichtbau gut, doch man kann auch fragen: Wenn das Fahrzeug ein gewisses Gewicht erreicht, um so Sicherheit, lange Lebensdauer und Stabilität zu gewährleisten, warum kann man die Bauteile leichter auslegen, nur weil ein anderer Motor eingebaut wird?

200 Kilometer Reichweite verspricht VW.

200 Kilometer Reichweite verspricht VW.

200 Kilometer Reichweite

Mit 11,3 Kubikmeter Ladevolumen bietet der e-Crafter genauso viel Platz wie die Diesel-Varianten. Die maximale Zuladung liegt bei 1709 Kilogramm. Die Abmessungen innen und außen ändern sich ebenfalls nicht. Die Batterien werden unter dem Boden montiert.

Der kritische Punkt ist natürlich die Reichweite: VW verspricht 200 Kilometer. Zu hoffen ist, dass damit eine realistische Reichweite gemeint ist – im Lieferanten Stop-and-Go, mit 1700 Kilogramm Zuladung und unter winterlichen Bedingungen. Eine theoretische Norm-Reichweite bei Sonnenschein, ohne Gepäck und im Schongang würde in der Praxis massiv zusammenschnurren. Im Lieferverkehr muss allein die Heizung richtig arbeiten, um das permanente Ein- und Aussteigen des Fahrers auszugleichen.

Zukunft des Lieferverkehrs

Der Streetscooter der Post soll in der Praxis 50 bis 80 Kilometer schaffen. Er ist allerdings auch eine Klasse kleiner als der Crafter – die Zuladung beträgt 650 Kilogramm und nicht 1709 Kilogramm. Später werden Crafter-Modelle mit bis zu 400 Kilometer Reichweite folgen, verspricht Volkswagen. Die Ladezeit soll an einer Schnellladestation nur 45 Minuten betragen. Die Leistung liegt bei 136 PS, zudem stehen 290 Newtonmeter bei jeder Drehzahl zur Verfügung. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt 80 Kilometer die Stunde. Ein absolutes Muss, denn nur so kann das Fahrzeug auf dem Weg vom Logistikzentrum in das Einsatzgebiet auch mal die Stadtautobahn benutzen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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