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Fahrbericht: Hyundai Tucson: Hyundais Liebling

Hyundai gönnt seinem in Deutschland meistverkauften Modell ein Facelift: Der Tucson bekommt unter anderem sauberere Motoren und mehr Assistenzsysteme.

Hyundai Tucson 2018

Hyundai Tucson 2018

Oben der Santa Fe, unten der Kona - dazwischen der Tucson: Bei Hyundai hat die Welt der SUV eine klare Ordnung. Nach dem Produktionsstart 2004 rollt seit 2015 nun die dritte Generation des Tucson über die Straßen, Zeit also für ein Facelift dieses in Deutschland meistverkauften Hyundai-Modells.

Hyundais Liebling
Hyundai Tucson 2018

Hyundai Tucson 2018

Optisch hält sich die Überarbeitung in Grenzen. Die Front ist etwas schärfer geschnitten, am Heck strahlen optional LED-Rückleuchten. Die Fronthaube ist für aktiven Fußgängerschutz ausgelegt. Da es ein Facelift und keine komplette Überarbeitung ist, hat sich an den Dimensionen praktisch nichts geändert: Der Tucson ist 4.480 mm lasng, 1.850 mm breit und 1.645 mm hoch. Der Radstand beträgt 2.670 mm.

Bei den Motoren war es vor allem Feinarbeit, die bei Hyundais Ingenieuren im Lastenheft standen. Nach wie vor sind zwei Benzin- und drei Dieselmotoren erhältlich mit einem Leistungsspektrum zwischen 85 kW/115 PS und 136 kW/185 PS. Neu darunter ist ein 1,6-Liter-Diesel, der in den beiden Leistungsstufen 85 kW/115 PS und 98 kW/136 PS angeboten wird. Serienmäßig wird er mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb ausgeliefert, optional gibt es ihn kombiniert mit Allradantrieb und 7-stufigem DSG-Getriebe. Alle Motoren erfüllen bereits die Norm Euro 6d-Temp, die Benzin-Direkteinspritzer haben Partikelfilter, die Selbstzünder SCR-Harnstoffeinspritzung zur Abgasreinigung.

Der "große" Diesel holt aus zwei Litern Hubraum 136 kW/185 PS und kommt als 48-Volt-Mildhybrid. Mit Startergenerator und Lithium-Ionen-Batterie, so verspricht Hyundai, entlastet das System den Diesel beim Beschleunigen und senkt Verbrauch und Emissionen um bis zu sieben Prozent. Die Kraft geht dabei immer auf alle vier Räder. Wahlweise gibt es ihn mit 6-Gang-Handschaltung oder erstmals mit einer von Hyundai entwickelten Achtstufen-Automatik.

Mit allen Aggregaten ist der Tucson nicht üppig, aber doch ordentlich motorisiert. Akustisch halten sich die Motoren im Hintergrund, von den Fahrwerten meist allerdings auch. Der 1,6-Benzin-Allradler mit seinen 177 PS und einem maximalen Drehmoment von 265 Nm schafft den Spurt von 0 auf Tempo 100 zum Beispiel in 9,8 Sekunden, bei 201 km/h ist Schluss. Auch beim offiziellen Verbrauch ist der 177-PS-Benziner mit durchschnittlich 7,6 Litern auf 100 Kilometern (CO2: 175 g/km) nicht gerade bescheiden - zumal man ihn real auf der Straße ohne allzu große sportliche Ambitionen problemlos in den zweistelligen Bereich jubeln kann.

Innen hat sich nicht sonderlich viel verändert, sieht man mal von dem freistehenden 8-Zoll-Monitor in der Mitte des Armaturenbretts ab. Anders als beim Kona oder beim Santa Fe wirkt das Zentralinstrument vor dem Fahrer leicht antiquiert mit seinem Mäusekino an Fahrzeugdaten. Immerhin bietet dann der zentrale Monitor den Anschluss an die schöne neue Datenwelt: Android Auto, Apple CarPlay, kabellose Ladefunktion etc. Für ordentlichen Klang sorgt ein Soundsystem des amerikanischen Spezialisten Krell. Die neuen Soft-Touch-Materialien des Armaturenbretts gehen für diese Preisklasse in Ordnung, ebenso die Verarbeitungsqualität. Sitze und Lenkrad sind auch für größere Fahrer ausreichend verstellbar. Platz ist im Tucson zumindest vorne reichlich - in der zweiten Reihe kann es etwas eng werden um die Knie herum. Der Laderaum ist wie gehabt von 513 auf 1.503 Liter vergrößerbar.

Fahren lässt sich der neue Tucson ebenso problemlos wie der alte. Nervig ist allenfalls die sehr leichtgängige und gefühllose Lenkung - "lommelig" würde ein Schwabe sagen. Dafür ist die Federung angenehm komfortabel und das Automatikgetriebe schaltet lässig und ohne Kraftunterbrechung durch die Gänge. Lediglich beim Anfahren aus niedrigen Umdrehungen heraus kann es gelegentlich mal ruckeln.

Aufgerüstet hat Hyundai bei den Assistenzsystemen: Vom aktiven Spurhalteassistenten mit Lenkeingriff über eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Abstandsautomatik und Stopp-Funktion oder einem 360-Grad-Monitor bis zur Verkehrszeichenerkennung oder einem Fernlichtassistenten - die Liste ist lang und durchweg sinnvoll. Der im tschechischen Nošovice gebaute Hyundai Tucson ist mit 132 PS, Sechsgang-Handschaltung und Frontantrieb ab 22.970 € zu haben. Für die Top-Version mit Premium-Paket, 185 PS, Achtgang-Automatik und Allradantrieb können es allerdings auch schon 43.750 € plus X werden.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.