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Autonomes Fahren Google bringt Roboterauto auf die Straße


Google bringt sein selbstfahrendes Auto auf die Straße. Bereits 2015 sollen die ersten Wagen in Kalifornien fahren. Die Gesetzeslage und nicht ausgereifte Software könnten zum Problem werden.
Von Finn Rütten

Google ist der Serienreife seines selbstfahrenden Autos einen Schritt näher gekommen. Der Internetkonzern präsentiert einen straßentauglichen Prototypen, der nun getestet und bereits 2015 auf die Straße kommen soll. Zunächst soll das Auto in Nord-Kalifornien fahren, kündigte Google an.

Bereits im Mai hatte Google einen vorigen Prototypen präsentiert. Damals fehlten noch Pedale und Lenkrad. In der neuen Version musste Google dem Fahrer nun die Möglichkeit geben, das Auto bei Bedarf selbst zu steuern. Eigentlich plant Google ein Fahrzeug, das ausschließlich vom Computer gesteuert wird. Diese Vision war allerdings rechtlich nicht umsetzbar. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass ein Fahrzeug jederzeit vom Fahrer kontrolliert werden können muss.

Optisch kommt das selbstfahrende Google-Auto recht niedlich daher. Die runde Knutschkugel sieht von vorne aus wie ein Koalabär - überhaupt wirkt die Karosserie, als sei sie einem Disney-Film entsprungen. Auf dem Dach der Mischung aus Smart und Kinderauto thront eine Kamera, die mit einer Glashaube abgedeckt wird.

Das Design ist bewusst von Google gewählt, um seine Forschungen von denen der Autohersteller abzugrenzen. Die Autoindustrie will die Technik des autonomen Fahrens in gängige Modelle integrieren. Der Internetkonzern will seine Roboter-Autos mehr wie ein öffentliches Verkehrsmittel positionieren. Von innen wirkt das Google-Auto eher wie ein Zugabteil als wie eine Fahrerkabine. Der Gedanke des Statussymbols spielt hier keine Rolle.

Regen großes Problem für die Software

Laut Google wurden klassische Autokomponenten wie Fahrwerksteile optimiert, aber auch das Computersystem ist überarbeitet worden. Zwischenzeitlich musste der Konzern einräumen, dass die Technik noch nicht ausgereift ist. Starker Regen könnte die Software überfordern, die die Umgebung verarbeitet. Dies soll nun bei dem neuen Prototypen verbessert worden sein.

Der Technologiekonzern forscht bereits seit rund fünf Jahren auf dem Gebiet und testet seine Technik in umgebauten Serienfahrzeugen der Marken Toyota und Lexus. Diese erinnern jedoch mehr an ein provisorisches Testlabor auf vier Rädern. Nun sucht man nach Partnern aus der Autoindustrie: "Wir wollen nicht unbedingt ein Autohersteller werden", sagte Projektleiter Chris Urmson in einem Interview mit dem "Wall Street Journal". Das Geschäftsmodell für das Google-Auto steht laut dem Manager noch nicht fest.


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