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Nissan Serena 2016: Papas Liebling

Die Japaner stehen nicht nur auf winzige Kei-Cars und scharfe Sportskanonen. Mehr als in anderen Regionen der Welt begeistern sich die Asiaten für familiäre Vans. Der Bestseller Serena zeigt, wo es langgeht.

Nissan Serena S-Hybrid 2016 - 4,70 Meter lang

Nissan Serena S-Hybrid 2016 - 4,70 Meter lang

In Europa und den USA sind die Vans nach ihrer Boomzeit in den 80er und frühen 90er Jahren ins Straucheln geraten. Mit ihrem gigantischen Platzangebot und zahllosen Variationsmöglichkeiten hatten sie den Kombis über Nacht das Leben schwergemacht. Dann kamen die SUV und der Absturz ins Mittelmaß. Nur Hauptdarsteller wie Ford S-Max / Galaxy, VW Sharan oder Opel Zafira konnten sich im europäischen Markt behaupten. Der Segmentbegründer Renault Espace wurde mittlerweile zu einem undefinierbaren Crossover und der Chrysler Voyager wurden in Europa ebenso vom Markt genommen wie Fiat Ulysee, Peugeot 807 oder Citroen C8.

Papas Liebling
Nissan Serena S-Hybrid 2016 - 4,70 Meter lang

Nissan Serena S-Hybrid 2016 - 4,70 Meter lang

Da haben es die japanischen Hersteller zumindest in ihrem Heimatland besser. Hier stehen Vans jeglicher Größen in der Käufergunst nach wie vor ganz oben. Eines der meistverkauften Modelle ist der Nissan Serena. Seit 1991 wurde der Mittelklassevan mehr als 1,5 Millionen mal verkauft; ganz überwiegend in Japan und den USA. Die neue fünfte Generation soll Nissan fit für die nächsten Jahre machen. Schon sein Design zeigt, dass der hoch aufgeschossene Van in erster Linie für den japanischen Markt kreiert wurde. Metall- und Fensterflächen sind üppig dimensioniert und die 15 Zoll großen Räder erscheinen wie bei vielen Fahrzeugen dieser Bauart deutlich zu klein.

Im Innenraum zeigt sich die fünfte Serena-Generation aufgeräumt. Kein Schönling mit viel Detailliebe, aber gut verarbeitet und durchweg wertig gemacht. Vorne sitzen Fahrer und Beifahrer in weichen Reisesesseln mit beidseitigen Armlehnen noch etwas bequemer als die Passiere im Fond, die sich über das Platzangebot jedoch ebenfalls nicht beschweren können. Im Normalfall ist der Serena ein Sechssitzer, wobei in der dritten Reihe durchaus Erwachsene mittlerer Größe ausreichend Platz finden. Der Reisekomfort ist allemal beeindruckend, denn der Japaner hat weder von seinem Vierzylindermotor, noch der Fahrwerksabstimmung irgendwelche dynamische Ambitionen. Stattdessen wurde bei den Fahrerassistenzsystemen deutlich nachgelegt. So gibt es die Einparkautomatik aus dem Nissan X-Trail, sowie Notbremssystem, Spurverlassenswarnung, Kameras rundum und einen elektronischen Rückspiegel, der auf Wunsch ein Weitwinkelkamerabild in den Innenspiegel projiziert. Gegen Aufpreis ist der 4,70 Meter lange Familienvan zudem mit einem teilautomatisierten Autobahnpiloten zu bekommen. Der hält zwischen Tempo 30 und 100 die Spur und den Abstand zum Vordermann, auch wenn man einmal die Hände vom Steuer nimmt. Maximal nach 15 Sekunden muss der Fahrer jedoch wieder das Steuer übernehmen, sonst schaltet sich der neue ProPilot, der Mitte 2017 im europäischen Nissan Qashqai seine Europapremiere feiert, ab. Für Komfort sorgen je nach Modellvariante Navigationssystem, elektrische Schiebetüren, schlüsselloser Zugang, Fondklimatisierung und Liegesitze.

Angetrieben wird der 1,6 Tonnen schwere Nissan Serena S-Hybrid auf dem Heimatmarkt ausschließlich von einem zwei Liter großen Vierzylinder-Saugmotor mit Riemenstarter, der marketinggeneigt als Hybridmodul verkauft wird. Die Motorleistung von 106 kW / 147 PS wird via stufenloser CVT-Automatik an die Vorderachse übertragen. Auf Wunsch ist insbesondere für die Regionen im Norden des Landes eine Allradversion zu bekommen. Das maximale Drehmoment von 214 Nm reicht für flottes Beschleunigen, bis die Elektronik dem Tatendrang des Piloten bei 180 km/h einen Riegel vorschiebt. Der Normverbrauch soll bei sechs bis sieben Litern Super liegen. Der Kaufpreis für den neuen Nissan Serena beginnt bei 2,3 Millionen Yen; umgerechnet knapp 21.000 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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