HOME

Bremen Classic Motorshow: Oldtimer-Show - von Hollywood bis zu den Minis aus Nachkriegsjahren

Die Bremen Classic Motorshow bildet seit 2003 den Auftakt der Oldtimersaison. Dieses Jahr haben 650 Aussteller aus elf Ländern den Weg an die Weser gefunden. Eine Besonderheit der Bremer Classic ist der breite Raum, der dort traditionell den Oldtimer-Klubs gewährt wird.

BMW 501 – der sportlich bequeme Reisewagen, mit Sechszylinder-Viertakt-Reihenmotor, 2,1 Liter, Baujahr 1957, hat 72 PS und geräuschloses Viergang-Getriebe- Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 143 Km/h.

BMW 501 – der sportlich bequeme Reisewagen, mit Sechszylinder-Viertakt-Reihenmotor, 2,1 Liter, Baujahr 1957, hat 72 PS und geräuschloses Viergang-Getriebe- Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 143 Km/h.

stern

Klassische Autos werden am liebsten nicht allein genossen, sondern mit anderen Liebhabern. Gemeinsame Ausfahrten und Treffen gehören zu einem besonderen Auto dazu. Die Oldtimer-Klubs präsentieren sich in Bremen mit ihren liebevoll gestalteten Messeständen und sorgen nebenbei für gute Besucherzahlen.

Die automobilen Anfänge nach dem Zweiten Weltkrieg bilden in diesem Jahre einen besonderen Schwerpunkt an der Weser. Außerdem gibt es einen Kontrastpunkt zu den häufig bescheidenen Modellen der Nachkriegsära. In Bremen stehen nämlich auch berühmte Filmautos. Darunter so illustre Modelle wie der Dodge Monaco aus "Blues Brothers" oder der Käfer von Terence Hill und Bud Spencer. Ein cleverer Schachzug, denn das Stichwort "Hollywood" lockt auch Zuschauer an, die nicht aus der Oldtimerszene kommen.

Dazu gesellen sich Preziosen, die nur Autoenthusiasten zu schätzen wissen. Etwa der Fiat 130 Familiare aus Agnelli-Familienbesitz. Unter der Haube steckt der V6-Benziner des Fiat 130 Coupé mit immerhin 3,2 Litern Hubraum und 165 PS Leistung.

Consorso d’Eleganza

Nationale und internationale Anbieter sorgen für ein breites Spektrum an Fahrzeugen, Zubehör, und Automobilia. Viele Besucher zieht auch das Angebot von originalen Ersatzteilen nach Bremen. Die Besucherzahlen der derzeit einzigen großen Oldtimermesse im Norden Deutschlands stiegen seit 2003 auf mehr als 40.000. Auch aus dem benachbarten Ausland - den skandinavischen Ländern, Belgien, Niederlande, Großbritannien - reisen die Oldtimer-Fans an.

Die großen Neuwagenmessen stecken aktuell in einer Krise. Besucher- und Ausstellerzahlen schwinden. Ganz anders bei den Classic-Treffen. Nur die wenigsten können oder wollen sich einen veritablen Oldtimer leisten, doch das Youngtimer-Fieber hat breite Kreise erreicht. Alles Personen, die sich gern mal ein älteres historisches Fahrzeug ansehen wollen.

Lesen Sie auch: 

Forever Young – Sehnsucht nach der Kindheit führt zu Youngtimer-Boom  

Oldtimer-Fest in Monterey - Der Jahrmarkt der Auto-Eitelkeiten 

Kubas Oldtimer- auf der Jagd nach den Auto- Dinosauriern

Mercedes 500 K Spezial-Roadster – der Supersportwagen der Nazi-Zeit

Kra mit MID

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.