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Premiere in Berlin: Volkswagen feiert den neuen Golf VII

Bei einer pompösen Vorstellung in der Hauptstadt hat Volkswagen seine wichtigste Neuerscheinung des Jahres enthüllt: den Golf VII. Greenpeace-Aktivisten störten die Gala des Autokonzerns.

Golf-VII-Premiere in Berlin: Der neue Golf und seine Vorgänger
Der Golf I (1974 bis 1983) war ein Geniestreich, der die Autowelt veränderte. Fünftürige Kompaktwagen haben die Herzen erobert und prägen bis heute die Straßen - zumindest in Europa

Der Golf I (1974 bis 1983) war ein Geniestreich, der die Autowelt veränderte. Fünftürige Kompaktwagen haben die Herzen erobert und prägen bis heute die Straßen - zumindest in Europa.

Startschuss für den Golf VII: VW-Chef Martin Winterkorn hat am Dienstag in Berlin die neueste Version des bekanntesten Modells von Europas größtem Autobauer vorgestellt. "Das mit Abstand wichtigste Fahrzeug ist und bleibt der Golf", sagte der Vorstandsvorsitzende bei der Weltpremiere des Wagens vor rund 700 Gästen in der Neuen Nationalgalerie. Die jüngste Auflage des Kompaktautos soll den Absatz hoch halten. Der Golf VII ist aber auch deshalb von großer Bedeutung für Volkswagen, weil er nach dem neuen A3 der Tochter Audi das erste Modell der Kernmarke VW-Pkw ist, das mit der Produktionstechnik des Modularen Querbaukastens gebaut wird.

"Die gesamte Automobilwelt schaut heute Abend hier nach Berlin", meinte Winterkorn. Die neueste Version seines Verkaufsschlagers Golf stellte Volkswagen in einer genau abgestimmten Choreografie in mehreren Stufen der Weltöffentlichkeit vor. Viele Details zum wichtigsten VW-Modellstart in diesem Jahr hatte der Konzern bis zur Präsentation in Berlin in kleinen Dosen bekanntgegeben. Innerhalb der 240 Modelle - "vom Kleinstwagen bis zur Oberklasse" - rage der Golf heraus als technologische Speerspitze und Schrittmacher der Branche: "Was der Golf vormacht, dem eifern andere nach".

Obwohl Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace protestierend vor der Auffahrt zum roten Teppich Spalier standen, nannte Winterkorn den Golf "ein klares, unübersehbares Zeichen für umweltfreundliche Mobilität". Der Verbrauch sei auf bis zu 3,2 Liter pro 100 Kilometer gesenkt worden - die Kritik von Greenpeace zielt jedoch darauf ab, dass das nur mit ganz speziellen Versionen und nicht mit Standardwagen möglich sei. Allerdings wies Winterkorn darauf hin, dass das "Lieblingsauto der Europäer" das ganze Spektrum alternativer Antriebe - von Gas über Hybrid bis Elektro - anbiete.

Ehe der Kompaktwagen erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde, war bereits bekannt, dass der Golf VII etwas breiter und länger, aber zugleich leichter und sparsamer wird als sein Vorgänger. Fast ein Viertel weniger Sprit sollen die umweltfreundlichsten Antriebe verbrauchen. In der günstigsten Variante kommt der Wagen mit Benzinmotor nach Konzernangaben auf 4,8, als Diesel-Version auf 3,3 Liter.

jar/DPA / DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.