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Renault Clio 2019: Elektrifizierter Franzose

Der neue Renault Clio verändert sich äußerlich nur wenig, aber bei der Technik, dem Innenraum und dem Antrieb tut sich einiges: Der Kleinwagen bekommt ein Hybridmodul implantiert.

Beim Heck sind die Unterschiede zur vorherigen Generation ebenfalls marginal

Beim Heck sind die Unterschiede zur vorherigen Generation ebenfalls marginal

Kleinwagen können Sie, die Franzosen. Neben dem Twingo hat der Renault Clio diesen Ruf untermauert. Seit 1990 hat Renault mehr als 15. Millionen Clios verkauft und zwischen 2012 und 2018 haben die Zahlen jedes Jahr zugelegt. Das ist durchaus bemerkenswert, weil viele Autobauer im Kleinwagensegment mit sinkenden Absätzen zu kämpfen haben. Auf der anderen Seite erhöht das die Erwartungshaltung an die fünfte Generation. Damit diese auch erfüllt werden, steht sie auf der neuen CMF-B Plattform, das bedeutet, das 85 Prozent der Bauteile beim Clio neu sind. Beim Design verzichten die Franzosen auf eine große Revolution. Kein Wunder, denn die Formensprache der vierten Generation ist und bleibt ansehnlich. Ein Umkrempeln wäre da nur kontraproduktiv. Dafür bekommt das Äußere des Clio einen Schuss Megane verpasst. Die LED-Scheinwerfer blitzen mit den Säbelzähnen jetzt angriffslustiger und auch die Heckleuchten sehen frischer aus.

Elektrifizierter Franzose
Beim Heck sind die Unterschiede zur vorherigen Generation ebenfalls marginal

Beim Heck sind die Unterschiede zur vorherigen Generation ebenfalls marginal

Anders liegt die Sache beim Interieur - vor allem dem Infotainmentsystem und den Anzeigen. Beim Clio V thront jetzt einen 9,3 Zoll großen Touchscreen über der Mittelkonsole, das ist deutlich größer als der bisherige Monitor, der es lediglich auf sieben Zoll brachte. Erstmals werden die Rundinstrumente auf einem zehn Zoll TFT-Display komplett virtuell dargestellt. Damit sieht das Cockpit im Vergleich zur Vorgänger-Generation deutlich moderner aus. Der Ganghebel ist kürzer als bisher und die Sitze sollen mit einer verlängerten Oberschenkelauflage verlängert und einem verbesserten Seitenhalt mehr Komfort bieten.

Im Jahr 2017 hat Renault den Fünfjahresplan "Drive the Future" ausgerufen. Eine Prämisse der neuen Strategie ist es, bis 2022 zwölf elektrifizierte Modelle auf den Markt zu bringen. Der Clio ist eines davon. Der Kleinwagen bekommt ab dem nächsten Jahr den E-Tech-Hybridantriebsstrang bestehend aus einem 1.6 Liter Benzinmotor, zwei Elektromaschinen und einer Batterie mit 1.2 Kilowattstunden Kapazität. Durch das schnelle Rekuperieren und Laden sollen der Spritverbrauch im Stadtverkehr um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Bei den konventionellen Antrieben setzt Renault beim Clio sowohl auf Dieselmotoren als auch Benzinaggregate. Die Spannbreite beträgt 65 bis 130 PS, darunter ein Dreizylinder mit 100 PS, der zusammen mit Nissan entwickelt wurde und erstmals in einem Renault zum Einsatz kommt.

Bei den Assistenzsystemen rüsten die Franzosen den Kleinwagen ebenfalls auf. Angefangen von einem adaptiven Tempomaten über einen Stauassistenten bis hin zu einem Toter-Winkelassistenten ist alles an Bord. Interessanterweise ist der neue Clio um 1,3 Zentimeter in der Länge geschrumpft, dafür ist das Kofferraumvolumen um 91 Liter auf 391 Liter gewachsen. Wie gesagt, Kleinwagen können sie, die Franzosen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.