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Seat Leon 1.8 TSI SC: GTI Light

Golf GTI, Focus ST oder gar einen bulligen BMW M135i? Muss alles nicht sein. Wer in einem Kompaktmodell jede Menge Spaß haben will, der sollte bei Seat vorbeischauen. Her lockt nicht nur der 280 PS starke Leon Cupra. Der Leon 1.8 TSI SC ist ein echter Geheimtipp.

Was könnte man aus Seat herausholen, wenn man die nur richtig ließe? Doch so langsam werden die Wolfsburger Zügel etwas lockerer und die Spanier lassen ihren Gefühlen zunehmend freien Lauf. Ein 280 PS starker Leon Cupra, Allradantrieb für den Leon ST und der kleine Ibiza ist sowieso weit mehr als ein schickerer Polo. Wer sich keinen VW Golf GTI mit 220 PS für rund 30.000 Euro leisten möchte und Wert auf Design, Hightech und jede Menge Fahrspaß legt, dem dürfte der alles andere als spektakuläre Seat Leon 1.8 TSI SC auf Dauer mehr als ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sein Einstiegspreis: nicht einmal 26.000 Euro. Beim Händler sehen die Konditionen meist noch günstiger aus. Vorwerfen kann man den Seat-Strategen allenfalls eine höchst unglückliche Nomenklatur. Denn offiziell heißt der dreitürige Sportspanier Seat Leon 1.8 TSI SC FR - umständlicher geht es kaum.

Der dreitürige Leon namens SC sieht ebenso gut wie sportlich aus ohne dabei großartig aufzufallen. Schöner, schicker und individueller als der Plattformgeber VW Golf und unter dem Blech gibt es die gleiche Konzerntechnik. Das Motorenspektrum ist weit, doch wer flott unterwegs sein will, sollte keinen Gedanken verschwenden, sich für weniger als den 1.8 TSI zu entscheiden. Dessen aufgeladener Direkteinspritzer muss zwar mit reduzierten 1,8 Litern Hubraum auskommen, leistet jedoch stattliche 132 kW / 180 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm zwischen 1.250 und 5.000 U/min. Am besten, man entscheidet sich gleich für die Variante mit dem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe. Das reduziert den Normverbrauch auf 5,7 Liter Super, die Beschleunigung 0 auf Tempo 100 auf 7,2 Sekunden und bringt jede Menge Laune, wenn man die sieben Schaltstufen am Lenkrad durchschnalzen lässt. Ein, zwei oder gar drei Gänge herauf und vor der Kurve wieder herunter. Nochmal und gleich noch einmal. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 224 km/h allemal ausreichend in dieser Liga der Sportschuhe auf Rädern und selbst der leicht hintergründige Klang des Vierzylinders kann sich hören lassen. Wer hier mehr will, braucht mehr Hubraum oder gleich noch zwei Brennkammern mehr. Dann klappt es auch mit der Gänsehaut, denn die fehlt auch bei flotter Gangart.

GTI light - so präsentiert sich der Seat Leon SC. Keine Granate für die Kurvenhatz, doch einer, der einfach Spaß macht. Präzise Lenkung, kaum spürbare Antriebskräfte und das ausgezeichnete Doppelkupplungsgetriebe, das sich in Verbindung mit dem Turbotriebwerk bei Drehzahlen unterhalb von 1.500 U/min etwas unwirsch zeigt. Der schicke Spanier ist nichts für einen großen Auftritt, aber eben einer, der Laune macht und seinen Piloten zudem mit exzellenten Sitzen, wertigen Oberflächen und auf Wunsch einem Hightech-Paket verwöhnt. So gibt es Applaus für die LED-Leuchteinheiten vorne und hinten, Abstandstempomat und Notbremsassistent - da müssen einige Konkurrenten schneller als erwartet die Waffen strecken. Zudem macht sich das geringe Gewicht von rund 1,3 Tonnen angenehm bemerkbar.

Variabel lassen sich die drei Fahrmodi Sport, Comfort und Normal einstellen, die auf Lenkung, Gasannahme und Getriebekennlinie einwirken. Die variable Dämpfereinstellung bleibt jedoch dem Topmodell Seat Leon Cupra vorbehalten. Bei aller Dynamik ist der Alltagsnutzen eine der größten Stärken des Seat Leon 1.8 TSI SC. Der 380 Liter große Laderaum lässt sich durch Umklappen der Rücksitze aus 1.150 Liter erweitern. Vorne gibt es auf den Sportsitzen guten Langstreckenkomfort und vorbildlichen Seitenhalt. Hinten haben zwei Personen nach einem beschwerlichen Einstieg genug Platz.

Der Seat Leon 1.8 TSI SC FR startet mit der serienmäßigen Sechsgang-Handschaltung bei 25.640 Euro. Sinnvoll sind das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe und eine Handvoll Komfort- und Sicherheitsausstattungen. Die sind im Gegensatz zu vielen Konkurrenten besonders fair gepreist. Dazu gelten das Fahrerassistenzpaket (560 Euro), Navigation (690 Euro), Winterpaket (375 Euro) und die 1.190 Euro teuren LED-Scheinwerfer. Serienmäßig bietet der Leon FR unter anderem 17-Zoll-Alufelgen, Sportsitze, Sportfahrwerk und Ambientebeleuchtung. Was will man mehr?

Press-Inform / pressinform
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.