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SsangYong Musso e-XDi 220 4WD: Anders geht immer

Mit einem Geländewagen oder einem SUV fällt im Straßenverkehr heute niemand mehr auf. Ein Grund, weshalb sich auch in unseren Breiten die Pick Ups einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen. Jetzt legt SsangYong seinen Musso neu auf.

SsangYong Musso e-XDi 220 - aber bitte mit Allrad

SsangYong Musso e-XDi 220 - aber bitte mit Allrad

Bereits der robuste SsangYong Rexton wurde für den koreanischen Autobauer weit mehr als ein Achtungserfolg. Kein weich gespülter SUV mit Allradantrieb, sondern ein echter Geländewagen mit Leiterrahmen, jeder Menge Alltagsnutzen und rustikalen Offroadgenen. Eng mit dem Rexton verwandt ist der neue SsangYong Musso. Bis zur B-Säule sind beide Modelle nahezu identisch, doch hinter der zweiten Sitzreihe bietet der Offroader statt des geschützten Laderaums eine offene Ladefläche von 1,30 Metern Länge. Hier finden Mountainbikes, Paddelboote, Waschmaschine oder Schatztruhe ebenso Platz für ein Großgrill oder der Schutt vom eigenen Umbau daheim. Wichtiger als die Ladekapazität von stattlichen 1.011 Litern sind jedoch Nutz- und Anhängelast. Auf der stabilen Kunststoffwanne lassen sich je nach Variante bis zu 850 Kilogramm abladen. Sollte das nicht reichen, kann der 5,10 Meter lange SsangYong Musso e-XDi 220 Dank Leiterrahmen Mehrlenkerachse und Allradantrieb bis zu drei Tonnen an den Haken nehmen. Die eigenen Pferde freuen sich schon auf die nächste Ausfahrt. Wem die Ladefläche zu klein sein sollte, muss sich noch bis zum Ende des Jahres gedulden, denn die Koreaner legen vom Musso eine XL-Version nach, deren Ladefläche noch ein ganzes Stück größer sein wird. Die Langversion kann Dank einer speziellen Abnahme ebenso wie der jetzige Rexton dann auch 3,5 Tonnen ziehen und auf der offenen Ladefläche mehr als eine Tonne transportieren; besonders wichtig für den Nutzfahrzeugeinsatz, wo größere Gegenstände auch immer wieder auf Europaletten befördert werden.

Anders geht immer
SsangYong Musso e-XDi 220 - aber bitte mit Allrad

SsangYong Musso e-XDi 220 - aber bitte mit Allrad

Vor der Ladefläche, deren Volumen im Vergleich zum Vorgänger immerhin um rund zehn Prozent wuchs, hat der geneigte Pick-Up-Fan keine Wahl zwischen verschiedenen Kabinenaufbauten. Anders als in den USA oder Südamerika, wo die Pick Ups meistens noch ein bis zwei Klassen größer dimensioniert und mit den drei Variante Single Cab, Crew Cab und Double Cab verfügbar sind, ist der Musso immer mit einer Doppelkabine unterwegs, die bis zu fünf Personen Platz bietet. Der Sitzkomfort vorne ist nicht zuletzt dank des Radstandes von 3,10 Metern gerade auf den optionalen Ledersitzen vorn inkl. Heizung und der allzu schwachen Lüftung gut; hinten können zumindest zwei Erwachsene bequem sitzen. Gegen das Problem der steilen Pick-Up-Rückbank kämpft erfolgreich die Neigungsverstellung von bis zu 27 Grad, die sich insbesondere auf längeren Strecken angenehm bemerkbar macht. Optisch wie technisch gibt es ansonsten keine nennenswerten Unterschiede zum erfolgreich gestarteten SsangYong Rexton, denn das Cockpit bietet zwischen den zwei blassen Runduhren das digitale Infodisplay, das sich über Lenkradtasten einfach bedienen lässt. Über der Mittelkonsole blicken die Insassen auf einen 9,2 Zoll großen Multifunktionsbildschirm, über den sich per Touchfunktion Einstellungen, Navigations- oder Soundsystem ansteuern lassen. Darunter gibt es ebenfalls Taster für Klimatisierung sowie die optionale Sitzklimatisierung.

Wie schon beim Rexton lässt SsangYong seinen Interessenten beim Antrieb keine Wahl. Der 2,2 Liter große Commonrail-Diesel leistet 133 kW / 181 PS und ein maximales Drehmoment von 400 Nm. Der Vierzylinder läuft gerade für einen rustikalen Pick Up, der ebenso als Lastesel, Lifestyler oder Geländewagenwagen taugt, sehr vibrationsarm und bis zum mittleren Drehzahlbereich leise im Hintergrund. Im unteren Drehzahlbereich ist eine leichte Anfahrschwäche zu spüren, ehe der 2,2 Tonnen schwere Lademeister kräftig antritt. Ein Grund ist die optionale Sechsgang-Automatik, die etwas bissiger zupacken könnte und auch müder arbeitet, als die Siebengang-Variante aus dem Hause Mercedes, die im Rexton arbeitet. Die Musso-Version mit Sechsgang-Handschaltung schafft 195 km/h, während die Automatikvariante mit 185 km/h Höchstgeschwindigkeit auch objektiv hinterherfährt. Zudem macht sich die Wandlerautomatik mit einem erhöhten Normverbrauch von 8,6 zu 7,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer bemerkbar.

Das Fahrwerk macht keinen Hehl daraus, dass es sich beim dem SsangYong Musso um einen echten Geländewagen mit Leiterrahmen handelt, dessen Vorderachse an doppelten Querlenkern aufgehängt ist. Die fünffach gelagerte Verbundlenkerachse hinten bietet eine solide Mischung aus Komfort, Fahrdynamik, Geländegängig- und Tragfähigkeit. Gerade ohne Beladung machen sich besonders kleine Querfugen überaus schmerzhaft bemerkbar, während die leichtgängige Lenkung beim Rangieren und abseits befestigter Straßen hilft. Im flotten Galopp wankt der Koreaner nicht nur in engen Kurven. Auf Wunsch für 400 Euro erhältlich und neben der Geländeuntersetzung eine sinnvolle Hilfe im unwegsamen Terrain ist das Sperrdifferenzial für eine bessere Traktion auf rutschigem Untergrund.

Trotzdem gibt es keinen Grund, sich für die Handschaltung zu entscheiden, die in der 23.990 Euro teuren Basisversion sogar nur mit einem Hinterradantrieb kombiniert ist. Kauftipp ist in jedem Fall die Luxusversion Sapphire, die den SsangYong Musso e-XDi 4WD in Verbindung mit der Getriebeautomatik mindestens 39.990 Euro teuer macht. Dafür gibt es jedoch eine komplette Ausstattung mit Navigationssystem, 18-Zoll-Alufelgen, Rückfahrkamera, Smartphone-Integration sowie Einparkhilfe vorne und hinten. Recht teuer ist das optionale Sicherheitspaket, das mit Totwinkelassistent, Querverkehrswarner und 360-Grad-Kamerasystem für üppige 2.000 Euro vergleichsweise wenige Funktionen bietet. Schon besser: ab Werk gibt es fünf Jahre oder 100.000 km Garantie inklusiv Mobilitätsservice.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.