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Infiniti FX50S: New Schiff on the Block

Der Infiniti FX ist ein extravagantes PS-Monster. Vieles kann das japanische Edel-SUV nicht besser als die Konkurrenz. Doch beim Preis-Leistungs-Verhältnis schlägt seine große Stunde.

Wer sich mit seinem SUV radikal von anderen Marken abheben will, hat wenig Auswahl. Ganz Mutige wählen einen Ssangyong, doch weder bei den Motoren noch beim Fahrverhalten sind die eigenwilligen Geländewagen eine Alternative zu BMW X5, Mercedes M-Klasse oder VW Touareg. Nun wagt ein neuer Hersteller den Frontalangriff auf deutsche Luxus-SUV. Infiniti ist in den USA ein alter Bekannter, in Deutschland genießt Nissans Edelsparte Exoten-Status. Der alte FX erreichte unsere Gestade nur als Grauimport.

Der neue FX wurde mit zahlreichen Modifikationen für den europäischen Markt fit gemacht und soll im Herbst 2009 ab ungefähr 55.000 Euro (FX37, V6 mit 320 PS) beziehungsweise 70.000 Euro (FX50S, V8 mit 390 PS) zu haben sein. Das Design ist ein Statement – wenn man den FX schwarz lackiert, könnte er glatt als Dienstwagen von Darth Vader durchgehen. Der Fahrer schaut über einen gigantischen Bug mit wulstigen Kotflügeln. Bei engen Platzverhältnissen gerät man in dem 4,87 Meter langen und 2,13 Meter breiten SUV schnell ins Schwitzen. Entschärft wird die Situation allerdings durch das im FX50S serienmäßige Rundumsicht-System, bei dem vier Kameras die Umgebung des Autos aufnehmen. Der Computer berechnet daraus eine Draufsicht mit dem Wagen als Mittelpunkt, so dass man den FX wie den Helden eines Computerspiels um Hindernisse herum bugsieren kann.

Mogelpackung

Wenn man das Design des Wagens und ein paar technische Highlights einmal ausklammert, entpuppt sich der FX als gewöhnlicher SUV. Beim Platzangebot ist er gar eine Mogelpackung: Der Wagen sieht von außen größer aus, als er tatsächlich ist. Auf den Vordersitzen kann man es sich noch bequem machen, doch hinten ist die Kniefreiheit nur Durchschnitt. Das Kofferraumvolumen bleibt mit 410 Litern weit hinter dem eines BMW X5 (620 Liter), Porsche Cayenne (540 Liter) oder Volvo XC90 (483 Liter) zurück. Die Laderaumöffnung ist zwar schön breit, die Ladekante aber viel zu hoch. Immerhin gleitet beim Umklappen der Rücksitze eine Teppichbrücke über den Spalt zwischen Laderaum und Sitzlehne und erleichtert so das Einladen sperriger Gegenstände.

Einmal in Fahrt gebracht, hinterlässt der FX einen angenehmen Eindruck. Der Federungskomfort ist ausgezeichnet, und auch wenn der Geländewagen in schnellen Kurven nicht so agil ist wie ein X6 oder Cayenne, lässt sich das Designer-Ungetüm gut beherrschen. Die mitlenkenden Hinterräder machen den FX überraschend wendig. Der 390 PS starke V8 befördert den zwei Tonnen schweren Wagen in 5,8 Sekunden auf 100 Km/h. An der Zapfsäule fordert die geballte Kraft ihren Tribut. 13 Liter lautet der Durchschnittsverbrauch pro 100 Kilometer (vorläufige Werksangabe).

Super Serienausstattung

In einer Disziplin kann der FX der Konkurrenz das Fürchten lehren: Die Serienausstattung sucht ihresgleichen. Schon das Basismodell FX37 GT bietet Siebengang-Automatik, Rückfahrkamera, Tempomat, Audiosystem mit sieben Lautsprechern und CD-Wechsler, elektrisch verstellbare und beheizte Sitze, Lederausstattung, Zweizonen-Klimaautomatik, Bi-Xenonscheinwerfer mit Kurvenlicht und Reinigungsanlage, Glasschiebedach, Dachreling, Kratzschutz-Lack und viele weitere Ausstattungsmerkmale. Da muss sich die Konkurrenz - zumal die deutsche - in die Ecke stellen und schämen.

Der FX50S hat zusätzlich die aktive Hinterradlenkung, Rundumsicht-Monitor, Navigationssystem, Abstandstempomat, Sportsitze und elektronische Fahrwerksregelung an Bord. Aufpreis kosten nur ein Reserverad und Metalliclack. Wenn es beim angedeuteten Preis von 70.000 Euro bleibt, würde der FX50S mit Vollausstattung soviel kosten wie ein BMW X5 (V8, 355 PS) und rund 8000 Euro weniger als ein Cayenne GTS - beide mit Basisausstattung, wohlgemerkt.

Das persönliche Wunschauto

In der gegenwärtigen Absatzkrise der Branche dürfte es eine Marke mit ausschließlich PS-starken Motoren dennoch schwer haben. "Mit unserer Modellpalette decken wir nur etwa 3% des Premium-Marktes ab", beschreibt Infiniti-Sprecher Wayne Bruce die Nische, in die sich Infiniti quetschen will. Für den europäischen Marktauftritt gebe es in den nächsten Jahren deshalb auch keine Zahlenvorgaben, sondern nur ein Ziel: "Infiniti als Marke neben Audi, BMW und Mercedes zu etablieren", sagt Bruce. Dennoch will man bis 2013 die weltweiten Verkaufszahlen im Vergleich zu 2007 auf 300.000 Fahrzeuge verdoppeln. Einen V6-Dieselmotor und Hybridantrieb stellt Infiniti für 2010 in Aussicht.

Abheben wollen sich die Japaner mit exklusiven Vertriebszentren, in denen die Händler Kaufinteressenten auf einem 72 Zoll großen Bildschirm mit einem virtuellen Baukasten das persönliche Wunschauto zusammenstellen. Zur Inspektion wird der Wagen auf Wunsch abgeholt und zurückgebracht. Der "Touring Assistance"-Service der Marke ist nicht an das Fahrzeug gebunden, sondern seinen Besitzer - Infiniti verspricht auch dann Hilfe, wenn man mit dem Wagen einer anderen Marke liegen bleibt.

Sebastian Viehmann, press-inform / press-inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.