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"Top Gear"-Premiere: Flop Gear – der Neustart der Kultserie fällt im Netz durch

Die Autokult-Serie startete auf BBC mit neuer Besetzung und landete im Straßengraben. Fans und Kritiker sprechen von einem Totalschaden.

Highlight der Show: Matt LeBlanc

Highlight der Show: Matt LeBlanc

Jeder wusste, die Nachfolger des alten "Top-Gear"-Teams werden es schwer haben. Denn eigentlich machten die Moderatoren den Kult der Serie aus. Das unrühmliche Hick-Hack um den Abgang von Top-Gear-Alpha Jeremy Clarkson war eine weitere Belastung. Aber sicher waren sich alle, dass die neue Show mit Spannung erwartet würde. Damit lag man falsch. Nur 4,3 Millionen Zuschauer schalteten ein. Das ist die schlechteste Quote seit über zehn Jahren. 

Ausgerechnet die Performance von Starmoderator Chris Evans überzeugte nicht. Er bekam den Spitznamen "Mr. Schreihals" und sein Co-Moderator Matt LeBlanc, den man aus der US-Serie "Friends" als lockeren Spaßvogel in Erinnerung hatte, agierte so steif, dass er "Mr. Holzklotz" genannt wurde. Chris Evans wurde übelgenommen, dass er versuchte, so wie sein Vorgänger rüberzukommen. "Ein Jeremy Clarkson für Arme" lautete das Verdikt. Matt LeBlancs linkisch-komische Art gewann im Netz aber auch viele Herzen.

Ein Unfall mit Ansage

Eigentlich war es eine unlösbare Aufgabe. Hätte das neue Team die Show komplett geändert, wären die Fans sauer, weil sie alles ruinieren würden. Machen sie aber so weiter, würde man ihnen vorwerfen, nur eine schlechte Kopie vorzuführen. Von beiden schlechten Optionen entschieden sie sich für ein "Weiter so"-Modell, nur ohne die alten Stars. Es wurde gerast, wie in alten Zeiten. Und mit der Profifahrerin Sabine Schmitz und dem Automaniac Matt – Joey – LeBlanc besaß Radiomoderator Chris Evans zumindest PR-verstrahlten Support.


Genutzt hat es nichts, auf Twitter war die Resonanz überwiegend negativ.  "Fünf Minuten und es ist klar, dass Chris Evans versucht wie Jeremy Clarkson zu sein. Ein Clarkson für Arme."

Drängler wird von Polizei überrascht.

"Das neue TopGear ist so schleimig. Warum fiepst Chris Evans mit so einer komischen Kinostimme?"

Kellie Yardley: "Das neue Top Gear ist ziemlich wie das alte Top Gear, nur mit anderen Gesichtern – ich habe gedacht, die wollten alles ändern …"

Ben Pearson meint, die neue Show "ist exakt das gleiche wie die alte nur ohne die Streitereien und die Ausstrahlung der Moderatoren".

Einige mochten die neuen Moderatoren allerdings lieber, weil sich nicht so schrecklich benehmen und nicht so viele unkorrekte Sprüche von sich gaben. Insbesondere Jeremy Clarkson ist für chauvinistische Äußerungen jeder Art berüchtigt.


Clarkson, May und Hammond werden ihre eigene Show "The Grand Tour" auf Amazon Prime starten, dann wird sich zeigen, welches Trio das Rennen um die größte Autoshow der Welt macht. Auch wenn Chris Evans und Co eine solide Show hingelegt haben, für diese Schlacht wird es nicht reichen. Eine Zuschauerin  veraschiedete sich: "Sorry TopGear --- schalte um --- freue mich auf die richtigen Jungs auf AmazonPrime".

Bis zum Herbst 2016 wird sie noch warten müssen.




Kra

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