HOME

Verkaufszahlen 2011: VW und BMW geben Vollgas

Rekordergebnisse für die deutschen Autobauer: Volkswagen hat 2010 die Acht-Millionen-Marke geknackt und 8,2 Millionen Wagen verkauft. Auch BMW konnte seine Erfolgszahlen von 2010 im vergangenen Jahr toppen- sogar bei den richtig teuren Schlitten.

Die deutschen Autokonzerne eilen von Rekord zu Rekord. Europas größter Autobauer Volkswagen verkaufte 2011 auf dem Weg an die Weltspitze erstmals mehr als acht Millionen Fahrzeuge weltweit - das sind rund eine Million Autos mehr als im Jahr zuvor. Auch BMW meldet für das abgelaufene Jahr Höchstmarken.

VW habe seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf knapp 8,2 Millionen Fahrzeuge gesteigert, teilte Unternehmenschef Martin Winterkorn zum Start der Automesse in Detroit mit. Damit hätten die Wolfsburger ihr Absatzziel erreicht. Bis 2018 will Volkswagen den Absatz auf mehr als zehn Millionen Autos erhöhen und damit zum weltgrößten Autobauer aufsteigen. Derzeit ist VW die Nummer zwei hinter General Motors.

US-Passat soll Aufstieg an die Weltspitze unterstützen

Auf dem wichtigen US-Markt will VW seine konzernweiten Verkäufe in diesem Jahr auf mehr als 500.000 Wagen steigern. "Das wäre zum ersten Mal seit 39 Jahren", sagte Nordamerika-Chef Jonathan Browning in New York. Im vergangenen Jahr lieferte der Konzern auf dem US-Markt rund 444.200 Wagen aus. Das waren 23 Prozent mehr als 2010. Das Absatzplus auf dem US-Markt ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg von VW an die Weltspitze. Volkswagen war in den USA lange nur schwach vertreten, während asiatische Hersteller wie Toyota dort auftrumpfen konnten.

VW hat die US-Offensive hat im vergangenen Jahr mit der Produktion eines speziell für den amerikanischen Markt entwickelten Passat verstärkt. Der neue Wagen wird in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gebaut. Die Deutschen kommen dort mit der Produktion kaum hinterher, so stark ist die Nachfrage nach dem großen Wagen, der mit einem Basispreis von 20.000 Dollar gegen den bisherigen Mittelklasse-Primus Toyota Camry antritt.

"Ein hervorragendes Jahr für die BMW Group"

BMW setzte im vergangenen Jahr 1,67 Millionen Fahrzeuge der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ab - ein Plus von 14,2 Prozent, wie der Konzern am Montag in München mitteilte. "2011 war ein hervorragendes Jahr für die BMW Group. Unser Absatzziel von mehr als 1,6 Millionen verkauften Fahrzeugen haben wir deutlich übertroffen", teilte Vertriebsvorstand Ian Robertson mit. Bereits im November hatten die Bayern den bisherigen Absatzrekord aus dem Jahr 2007 eingestellt.

Damit hält die Münchner Nobelmarke im Ringen um die Spitze im Oberklassesegment die Rivalen Audi und Daimler weiter auf Distanz und will diese Position auch künftig verteidigen. "Wir wollen auf allen Kontinenten ausgewogen wachsen und auch in 2012 der erfolgreichste Premium-Automobilhersteller bleiben", sagte Robertson. Große Hoffnung setzen die Bayern dabei auf die neue Generation des 3er, die im Februar zu den Händlern kommt.

Alle drei Konzernmarken melden Rekorde

2011 legte BMW vor allem in Asien zu. Dort verkauften die Münchner mit 373.613 Autos rund 31 Prozent mehr als 2010. In Europa - der nach wie vor absatzstärksten Region - wuchsen die Verkäufe um 8,5 Prozent auf 857.792 Fahrzeuge. Dabei erreichten alle drei Konzernmarken Verkaufsrekorde.

Der Absatz der Marke BMW stieg um fast 13 Prozent auf 1,38 Millionen Stück. Vom Kleinwagen Mini verkauften die Münchner mit 285.060 fast 22 Prozent mehr als 2010. Und auch die Luxusmarke Rolls-Royce konnte einen Rekord melden. Mit einem Plus von etwas mehr als 30 Prozent auf 3538 Autos brachen die Münchener die bisherige Höchstmarke aus dem Jahr 1978.

mad/DPA / DPA

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.