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Auf Behörden-Anordnung: VW muss 2,4 Millionen Autos zurückrufen

Klare Ansage aus Flensburg im Abgasskandal: Dem Kraftfahrt-Bundesamt reicht die von VW vorgeschlagene freiwillige Reparatur der betroffenen Fahrzeuge nicht. Es setzt auf Zwang.

Im Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte zwingt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Volkswagen zu einem Rückruf von 2,4 Millionen Fahrzeugen. "Wir ordnen den Rückruf an", sagte ein Sprecher der Flensburger Behörde am Donnerstag. Die von VW vorgeschlagene freiwillige Reparatur lehnte die Zulassungsbehörde ab. VW hatte dem KBA vergangene Woche einen Plan vorgelegt, wie die mit der Betrugssoftware ausgestatteten Fahrzeuge in Deutschland in Ordnung gebracht werden sollen. Diesen hatte die Behörde seither geprüft. Ein VW-Sprecher sagte, man habe noch keinen Bescheid vom Kraftfahrt-Bundesamt erhalten.

Bis Ende November müsse Volkswagen die technischen Lösungen für die Fahrzeuge dem KBA vorführen, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) am Donnerstag in Berlin. Wann der Rückruf und die technischen Änderungen abgeschlossen seien, sei noch offen. VW habe angegeben, dass ein Bauteil erst ab September 2016 verfügbar sei. Der Zwangsrückruf sei wegen der großen Zahl der betroffenen Fahrzeuge nötig, um eine effektive staatliche Kontrolle zu gewährleisten. Die eingebaute Manipulationssoftware sei in allen Fahrzeugen aktiv, sagte Dobrindt. Die Autos dürften aber dennoch weiter in Betrieb bleiben.

Software-Lösung reicht nicht immer

Vom Rückruf betroffen sind laut Dobrindt Fahrzeuge mit Euro-5-Dieselmotoren der Größe 2 Liter, 1,6 Liter und 1,2 Liter Hubraum. Technisch spreche VW bei den 2-Liter-Motoren von einer Softwarelösung, die in diesem Jahr vorliegen solle und ab Beginn des nächsten Jahres neu aufgespielt werden könne. Bei den  1,6-Liter-Motoren werde zusätzlich zu einer neuen Software mit großer Sicherheit eine motortechnische Anpassung nötig sein, die laut Volkswagen nicht vor September 2016 zu erwarten sei.

Das Kraftfahrt-Bundesamt verwies für alle Details der Rückruf-Aktion an das Verkehrsministerium. Minister Dobrindt will am späten Vormittag vor die Presse treten. Im September hatte er von 2,8 Millionen betroffenen VW-Fahrzeugen gesprochen. Die Differenz zu den 2,4 Millionen Autos, für nun ein Rückruf angeordnet wurde, war ebenfalls zunächst nicht zu klären. Am Nachmittag treffen sich in Brüssel die Regulierungsbehörden der einzelnen EU-Länder mit Vertretern der EU-Kommission, um über den Fortgang der Untersuchungen, den Informationsaustausch und einheitliche Testmethoden zu diskutieren.

Tausende Lösungen benötigt

Der neue Volkswagen-Chef Matthias Müller hatte in einem Zeitungsinterview Anfang Oktober gesagt, der Rückruf könne im Januar beginnen und werde sich voraussichtlich bis Ende 2016 hinziehen. Ein Grund seien verschiedene Kombinationen des betroffenen Motors EA 189 mit Getrieben sowie nach Ländern spezifische Auslegungen. "Wir brauchen also nicht drei Lösungen, sondern Tausende." Für die meisten Motoren genüge ein Software-Update in der Werkstatt. Manche Fahrzeuge benötigten aber auch neue Einspritzsysteme und Katalysatoren. Notfalls müssten die Autos umgebaut werden. Die Kosten trage Volkswagen. Auch ein Austausch von Autos gegen Neuwagen werde diskutiert.

Volkswagen hatte im September zugegeben, in den USA Diesel-Emissionswerte mit einer Software manipuliert zu haben. Dort drohen dem Autobauer hohe Strafzahlungen und Schadensersatzforderungen. Nach dem US-Justizministerium und der Umweltbehörde EPA nehmen nun auch die amerikanischen Wettbewerbshüter Ermittlungen gegen Volkswagen auf. Die Bundesbehörde wird unter anderem wegen irreführender Werbung aktiv. VW wirbt in den USA mit dem Slogan Clean Diesel.

Weltweit sind bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit der Manipulationssoftware unterwegs. Ob und wie weit diese auch in anderen Ländern unerlaubt eingreift, wird noch untersucht.

mad/tkr / Reuters

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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