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Abwrackprämie: Warteliste als letzte Chance

Der Fördertopf für die Abwrackprämie ist so gut wie leer, doch auch nach Auslaufen des staatlichen Bonusses bekommen 15.000 Autokäufer eine letzte Chance: Wird nachträglich Geld frei, kommen diejenigen zum Zug, die auf der Warteliste stehen.

Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie für Altautos bekommen noch 15.000 weitere Autokäufer die Chance auf den Bonus. Das für die Prämie zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) werde nach Ende der Fördermittel eine Warteliste für Antragsteller einrichten, die zwar leer ausgegangen sind, aber noch nachträglich in die Förderung hineinrutschen können, teilten das Bundeswirtschaftsministerium und das Bafa am Montag mit. Diese Autokäufer könnten den Schrottbonus in solchen Fällen bekommen, in denen die Anträge anderer Autofahrer etwa wegen formaler Mängel abgelehnt würden.

Die 15.000 Antragsteller bekommen bei der Reservierung ihrer Abwrackprämie über die Bafa-Internetseite eine elektronische Eingangsbestätigung - jedoch mit dem Hinweis, dass der Fördertopf leer ist, teilten das Ministerium und die Behörde mit. Erst wenn dann nachträglich Geld frei werde, erhielten diese Autokäufer ihren Reservierungsbescheid und hätten damit die Prämie sicher. Andernfalls verschicke das Bafa eine Ablehnung.

Fördertopf zu 98 Prozent ausgeschöpft

Mit der elektronischen Eingangsbestätigung alleine haben Autokäufer noch keinen Anspruch auf die Prämie. Mit ihr bestätigt das Bafa lediglich den Eingang des Reservierungsantrags. Auch gibt deren Nummer keinen Rückschluss auf den Platz auf der Warteliste. Nach Angaben des Bafa wird rund ein Prozent der Anträge abgelehnt.

Bereits vor dem Wochenende hatte das Bafa mitgeteilt, dass beim Auslaufen der Abwrackprämie wohl ein Teil der Antragsteller leer ausgehen wird und allenfalls noch über die Warteliste in den Genuss der Förderung kommen kann. Hintergrund ist, dass das Bafa aufgrund technischer Beschränkungen kurz vor dem Auslaufen des Fördertopfes die Zahl noch möglicher Anträge auf seiner Internetseite nicht in Echtzeit darstellen kann. Sind nur noch 10.000 Anträge möglich, wird die Behörde ihre Seite halbstündlich aktualisieren. In der letzten halben Stunde kann es dann folglich dazu kommen, dass mehr Autokäufer Anträge einreichen als noch Geld vorhanden ist. Diese rutschen dann auf die Warteliste.

Nach Angaben des Bafa vom Montagnachmittag ist der Fördertopf für die Abwrackprämie mittlerweile zu mehr als 98 Prozent ausgeschöpft. Demnach können noch 37.600 Autofahrer ihren Antrag stellen. Ursprünglich war die Prämie auf die Subventionierung von zwei Millionen Autos ausgelegt. Die Zahl der eingereichten Anträge war in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Im Schnitt erreichen das Bafa pro Tag 14.000 Formulare.

AFP / AFP

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.