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Auto-Rabatte: Die Mittelklasse wird verschleudert

Auch nach dem Ende der Abwrackprämie gibt es ausgesprochene Preisschnapper auf dem Automarkt. Die größten Nachlässe finden sich bei Händleraktionen. Bei einem Honda Accord kann man sogar 12.000 Euro sparen.

Die aktuelle Preisstudie des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen zeigt einen deutlichen Rückgang der Rabattaktionen im Automarkt. Im Moment profitieren die Hersteller noch von den nachlaufenden Bestellungen der Abwrackaktion. Diese Zeit nutzen sie offenbar, um zu testen, ob sich der Markt ohne Stützung stabilisiert. Im Bereich der Kleinwagen wird sich die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass die Sonderkonjunktur des Jahres 2009 den Markt mit Kleinwagen gesättigt hat, und auch weitere Rabattaktionen die Nachfrage nicht wieder entfachen können.

Allerdings ist die Zahl die Aktionen mit Preisvorteilen von über 20 Prozent sogar gestiegen. So wurden im August 24 Aktionen mit Preisvorteilen über 20 Prozent ermittelt. Im September stieg diese Zahl auf 31 Aktionen. Für den Kunden sind nicht nur Prozentzahlen interessant, für ihn zählt auch die Ersparnis in Euro. Anders als in der Abwrackorgie werden jetzt auch Fahrzeuge der mittleren Klasse von der Preisschlacht erfasst. Bei einem Citroen Xsara Picasso oder einem Ford Kuga spart der Kunde jeweils über 7000 Euro. Insgesamt kämpfen nur die drei Hersteller Nissan, Citroen und Ford mit sehr großen Preisvorteilen (In der Spitze über 30 Prozent Preisvorteil) um Marktanteile. Alle Herstellerrabatte finden Sie in der Rabatt-Datenbank von stern.de . Das CAR-Institut rechnet erst im nächsten Jahr mit einem massiven Zuwachs an Rabatten. Dann werden weitere Marken und Modelle die Preise im Markt senken.

In der Untersuchung werden jedoch nur die offiziellen, offenen Herstelleraktionen erfasst. Dazu gesellen sich massive Verkaufsförderungsaktionen und Prämienaktionen im Autohandel. Schon in den Vormonaten zeichnete sich ab, dass nach dem Ende der Abwrackprämie der Verkauf größerer Wagen über Hausrabatte der Händler in den Fokus der Absatzmaßnahmen rücken wird.

Der Opel Zafira Selection "110 Jahre" wird mit einem sehr guten Ausstattungspaket offiziell für 19.995 Euro angeboten. Im Händlerangebot gibt es den Opel für 14.420 Euro. Honda drückt im September massiv Neuwagen über die Händler in den Markt. Die Spitze ist hier ein neuer Accord, der mit mehr als 12.000 Euro unter Listenpreis angeboten wird. Das ist mehr als 30 Prozent Nachlass. Für Honda bitter, denn der Accord ist erst im letzten Jahr auf den Markt gekommen.

Kra

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.