HOME

Automarkt China: Neid belebt das Geschäft

Wenn Chao Wang in seinen neuen Audi A6 in der Langversion steigt, schauen seine Nachbarn in einer Neubausiedlung vor Peking neidisch. Herrn Wang freut es und die Industrie auch. China hat sich nach den USA und vor Japan und Deutschland bereits zum weltweit zweitgrößten Pkw-Markt entwickelt.

Rund 5,6 Millionen Neuzulassungen werden es in diesem Jahr sein. In China gelten große Dienstwagen als sichtbarer Beleg beruflichen Erfolgs. Und daher wundert es nicht, dass auf dem ohnehin rasant wachsenden Pkw-Markt des Riesenreichs die Premiummarken mit doppelter Geschwindigkeit zulegen.

China hat sich nach den USA und vor Japan und Deutschland bereits zum weltweit zweitgrößten Pkw-Markt entwickelt. Rund 5,6 Millionen Neuzulassungen werden es in diesem Jahr sein. Zum Vergleich: In Deutschland könnten es wohl um die 3,3 Millionen Einheiten werden. Trotz des schnellen und beeindruckenden Wachstums, noch 2002 wurden in China gerade mal 1,3 Millionen Pkw neu zugelassen, ist der Markt immer noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium. Etwa um 2015 wird das Reich der Mitte zum weltweit größten Pkw-Markt werden, und drei Jahre später soll das Jahreszulassungsvolumen erstmals die Zehn-Millionen-Marke überschreiten.

Früher Markt mit Potenzial in alle Richtungen

Noch dominieren in China praktische und preiswerte Alltagsfahrzeuge, vor allem Limousinen im klassischen "Three-Box-Design", also mit Stufenheck. Insgesamt konkurrieren über 80 Marken von 45 Herstellern um die Gunst der Kunden. Volkswagen hält mit seinen Marken VW, Audi und neuerdings auch Skoda einen Marktanteil von fast 20 Prozent und ist mit Abstand erfolgreichster Anbieter. Doch die chinesischen Hersteller holen auf; bereits jeder vierte neue Pkw wird bei ihnen gekauft.

Die europäischen Marken, vor allem aber die deutschen Hersteller, können sich am leichtesten im Premium-Bereich von den Wettbewerbern absetzen. Zwar liegt der Anteil solcher Fahrzeuge in diesem Jahr mit erwarteten 285.000 Einheiten nur bei knapp sechs Prozent des Gesamtmarktes. Doch wächst das Segment sehr schnell und wird sich nach Berechnungen verschiedener Marktforschungsinstitute bis 2014 verdoppeln.

Wachstum in der Oberklasse

Die deutschen Premiumhersteller Mercedes, BMW und Audi kämpfen in China insbesondere mit Marken wie Volvo, der Toyota-Tochter Lexus und der Nissan-Edelmarke Infiniti um die Gunst der Kunden. Audi profitiert dabei vom langjährigen Engagement des VW-Konzerns in China - das Unternehmen zählt gemeinsam mit Peugeot und Jeep zu den Pionieren und ist bereits seit 1985 in China präsent - und hält einen Marktanteil im Premium-Segment von 42 Prozent, vor BMW mit 20 Prozent, Lexus mit 14 Prozent und Mercedes mit 13 Prozent.

Für die Ingolstädter hat sich China bereits zum wichtigsten Auslandsmarkt entwickelt. Rund 120 000 Audi-Fahrzeuge werden im Reich der Mitte in diesem Jahr verkauft. Etwa 80 Prozent davon entfallen auf den Audi A6 L, der in China als das Premium-Fahrzeug schlechthin gilt. Bei den Motorisierungen halten sich die Chinesen dagegen relativ zurück, weiß Johannes Thammer, Leiter Audi Sales Division in China, zu berichten: "Unsere Kunden entscheiden sich vornehmlich für die kleineren Sechszylinder-Motoren, Achtzylinder werden kaum gekauft." Diesel spielen keine Rolle und sind in vielen großen Städten wie Peking sogar verboten. Der A6 in Langversion und der A4 werden in China produziert, demnächst auch das neue Kompakt-SUV Q5. Zudem importieren die Ingolstädter den A5, den Q7, den TT, den R8 und den A8 in Langversion. Sie machen jedoch zusammen nur 20 Prozent des Verkaufsvolumens aus, nicht zuletzt auch wegen ihres vergleichsweise hohen Endpreises. Denn auf die eingeführten Modelle erhebt China einen Zoll von 30 Prozent.

Am Ende steht die Luxus-Klasse

Chao Wang hat sich ebenfalls für einen A6 in Langversion entschieden, weil es zwar ein auch für die Nachbarn sichtbar luxuriöses Fahrzeug ist, im Pekinger Autoalltag jedoch kaum noch auffällt. Um seinen Traumwagen zu fahren, muss Wang auf der Karriereleiter jedoch noch einige Sprossen nehmen: Die S-Klasse von Mercedes gilt ihm als Ziel aller automobilen Wünsche. Scheint so, als ob sich die Autofahrer im alten Westen und im fernen Osten gar nicht so stark voneinander unterscheiden.

Peter Eck/Hagen Sabetzki/mid

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.