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Car2go in Hamburg: Mieten im Minutentakt

In Hamburg wagt das Carsharing-System Car2go den Sprung in die große Stadt. Die moderne App-Variante des alten Mietwagens funktioniert wunderbar problemlos. Doch für die Umwelt ist der Gewinn gering, und auch die Car2go-Wagen bleiben im Hamburger Dauerstau stecken.

Von Gernot Kramper

Am Hamburger Fischmarkt parkt eine ganze Flotte von blau-weißen Smarts. Typisch Hamburg: Es regnet in Strömen. Zum Glück gehören die Kleinwagen zur Leihwagenflotte von Car2go. Anstatt jetzt durchnässt zur Bahn zu gehen, könnte man einfach in den Smart hüpfen, zehn Minuten bräuchte man bis zum Hauptbahnhof. Dort könnte man den Wagen einfach abstellen und die Reise mit dem Zug fortsetzen. In der Hansestadt warten insgesamt 300 Smart ForTwo auf Fahrer. Bezahlt wird der Mietwagen pro Minute – sie kostet 29 Cent, die Stunde maximal 14,90 Euro. Damit sind alle Kosten des Fahrzeuges inklusive des Benzins abgegolten, und – in Hamburg besonders wichtig – die Gebühren für öffentliche Parkplätze und ein paar teilnehmende Parkhäuser sind auch inklusive. Die Fahrt zum Hauptbahnhof würde etwa drei Euro kosten.

Car2go ist Carsharing für die Internet-Generation. Per Internet – mobil oder am PC – werden die im Stadtgebiet verteilten Smarts aufgespürt und gebucht. Für einen Zugangsschlüssel müssen sich Kunden einmalig anmelden, von Mitgliedsgebühren und Umweltbekenntnissen – beides üblich bei anderen Carsharern - bleiben sie verschont. Hauptvorteil des Systems: Die Wagen können überall im Geschäftsgebiet auf einem Parkplatz wieder abgestellt werden. Problemloser geht es kaum.

Autoverweigerer werden ans Steuer gelockt

Hinter Car2go steckt die Daimler AG, der Autogigant hat Carsharing als lukratives Geschäftsfeld der Zukunft auserkoren. Im Gegensatz zum bestehenden Großversuch in Ulm soll in Hamburg auf Dauer Geld verdient werden. Diese Vision hat Daimler nicht allein, BMW plant ein ähnliches Projekt, andere Autohersteller treiben etwas andere Varianten voran. Gemeinsam ist: Die Autohersteller denken um. Sie wandeln sich vom Verkäufer von Fahrzeugen zu Mobilitätsdienstleistern.

So revolutionär, wie es sich anhört, ist diese Wandlung nicht. Autobauer verdienen seit Jahren Geld mit Bankdienstleistungen, der Wartung von Fahrzeugen und mit Zubehör jeder Art. Der Einstieg ins Carsharing ist aber nicht nur eine weitere clevere Geschäftsidee, hier sitzt den Autohersteller die Angst im Nacken. Die Angst vor Auto-Verweigerern. Vor allem junge Leute in Großstädten verzichten auf ein eigenes Auto. In den Megastädten der Welt sinkt der Anteil von Haushalten mit eigenem Auto kontinuierlich. Angebote wie Car2go sollen sie wieder ans Steuer locken. "Car2go ist ein großer Schritt in die richtige Richtung", lobt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Das Potenzial für derartige Angebote sei riesig. "Nicht unbedingt in Deutschland oder Europa, aber das Potenzial ist da, wo wirklich große Städte entstehen." Die Zukunft, so Dudenhöffer, hieße dann mal wieder China und zwar mit Elektro-Fahrzeugen.

Durchbruch nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Über das neue Mobilitätsangebot darf man sich in Hamburg freuen, aber man muss auch die Grenzen erkennen. Das Betriebsgebiet von Car2go umfasst eine erweiterte Zone um die Innenstadt herum. Ausgeschlossen sind nicht nur die Vororte, viele Viertel, die durchaus städtisch aussehen, dürfen mit den Smarts zwar befahren werden, aber die Wagen können dort nicht zurückgegeben werden. Car2Go gibt es also just dort, wo auch der öffentliche Nahverkehr ausgezeichnet funktioniert. Für einen großen Durchbruch in der Zukunft sei aber nicht die Konkurrenz, sondern die Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln entscheidend, so Ferdinand Dudenhöffer. "Natürlich kann es nicht bei Insellösungen wie bei Car2go bleiben." Wenn der Straßenverkehr abnehme solle, müssten Mietangebote eng mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbunden werden. "Dann fahre ich mit dem Zug in die Stadt rein und steige dann unkompliziert in mein Sharingauto um."

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Bei Car2go sind einzelne Fahrten günstig. Geschäftsreisende werden das unkomplizierte Check-In und Check-Out begrüßen. Als tägliches Transportmittel zur Arbeitstätte eignet sich das Daimler-Angebot nicht. Zwei Transporte täglich, im zähen, viele Minuten fressenden Berufsverkehr werden sich kaum lohnen. Car2Go ist für den privaten Kunden immer ein zusätzliches Verkehrsmittel – zusätzlich zu Bus und Bahnen bzw. zum eigenen Auto. Die Kosten dafür kommen also - ohne Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln - on Top, etwa zum Tarif der Monatskarte.

Geringer Umweltnutzen

Die Straßen sind überfüllt, das Fahren in der Stadt macht keinen Spaß und die Parkplätze sind knapp, so beschreibt Thomas Weber, Forschungsvorstand beim Daimler-Konzern, in Interviews den Trend in den Städten. Was er vergisst zu sagen: Auch der Car2go-Fahrer findet sich in genau der gleichen Autohölle wieder – mit leichten Vorteilen bei der Parkplatzsuche. Darum ist auch die eingangs erwähnte Fahrt mit dem Smart zum Hauptbahnhof keine echte Alternative. Wegen verschiedener Baustellen ist der Bahnhof auf der gewohnten Route mit dem Auto ein paar Wochen überhaupt nicht zu erreichen. Wer schlau ist, nimmt die Bahn auch bei Regen.

Ein durchschlagender Nutzen für die Umwelt ist bei Angeboten wie Car2go derzeit nur mit gutem Willen zu erkennen. Im Vergleich zu Individualfahrzeugen blockiert der geteilte Smart weniger Parkraum, der Winzling wird auch weniger Benzin verbrauchen als ein anderes Fahrzeug. Wenn die Alternative aber nicht die Fahrt mit dem eigenen BMW, sondern mit der Bahn ist, sieht die Umweltbilanz schlechter aus.

Am besten lässt sich Car2Go mit einem Taxi ohne Fahrer vergleichen. Wer sonst ein Taxi ruft, könnte auch mit dem Leih-Smart glücklich werden, denn er ist deutlich günstiger. Dafür gibt es allerdings entscheidende Nachteile. Ein Taxifahrer transportiert mehr als zwei Kunden und bringt sie auch aus dem eigentlichen Innenstadtbereich heraus, der Smart nicht. Und viele nehmen das Taxi, weil sie nicht mehr ganz fahrtüchtig sind. Im Leih-Smart heißt es dagegen streng in den Geschäftsbedingungen: Keine Drogen und 0,0 Promille.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
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Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?