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Fahrverbote: Dicke Luft

Mit Plaketten soll geregelt werden, welche Diesel in gesperrten Feinstaub-Zonen fahren dürfen. Die zehn wichtigsten Fragen und Antworten dazu.

1 Droht bald ein Fahrverbot für Dieselautos in Ballungsgebieten?

Ja. Um die Feinstaubbelastung zu senken, planen viele Gemeinden, Dieselautos ohne Rußfilter aus Innenstädten auszuschließen. Voraussetzung ist allerdings, dass eine entsprechende Verordnung des Bundesumweltministers die gesetzlichen Hürden passiert und die Zustimmung des Bundesrates findet. Danach können die Beschränkungen spätestens 2007 wirksam werden.

2 Gelten mögliche Fahrverbote nur für Personenwagen?

Nein. Alle schweren und leichten Nutzfahrzeuge werden wie Personenwagen in vier Emissionsklassen eingeteilt. Für die Einstufung sind festgelegte Grenzwerte ausschlaggebend, bei denen die Feinstaubmasse in Milligramm je Kilowattstunde gemessen wird. 3 Gelten die Fahrverbote nur für bestimmte Straßen oder zu bestimmten Zeiten? Nein. Voraussichtlich werden so genannte Umweltzonen eingerichtet. Dort kann das Fahren mit Dieselautos von den Behörden ganzjährig auf allen Straßen verboten werden.

4 Gelten die Fahrverbote für alle Autos mit Dieselmotoren?

Nein. Betroffen sind nur ältere Modelle, die als nicht schadstoffarm eingestuft werden. Maßgebend sind die EU-Normen. Als schadstoffarm gelten vorläufig alle Dieselfahrzeuge ab EU-Stufe III. Die gilt für Personenwagen ab Baujahr Januar 2000. Alle Autos, die vorher zugelassen wurden, sind vom drohenden Fahrverbot betroffen. Die EU-Schadstoffstufe steht im Kfz-Schein in der zweiten Zeile unter Ziffer 1.

5 Reicht bei schadstoffarmen Autos der Eintrag im Fahrzeugschein als Berechtigung zur Fahrt in den Sperrzonen?

Nein. Die Fahrberechtigung wird allein durch Plaketten gekennzeichnet. Je nach Diesel-Schadstoffausstoß soll es grüne, gelbe und orangefarbene Aufkleber für die Windschutzscheibe geben. Und zusätzlich eine blaue Plakette für Benziner ohne Kat. Dieselautos mit den untersten EU-Schadstoffklassen 0 bis II werden keine Plakette erhalten und dürfen in den ausgeschilderten Umweltzonen nicht mehr fahren. Schätzungsweise sind davon fast vier Millionen Limousinen und knapp eine Million Kleinlastwagen betroffen.

6 Besteht Plaketten-Pflicht?

Nein. Aber wer keine Plakette an der Windschutzscheibe hat, darf nicht in die betroffenen Zonen fahren. Auch dann nicht, wenn er mit seinem schadstoffarmen Auto dazu berechtigt wäre.

7 Wo gibt es die Plaketten?

Bei den Straßenverkehrsbehörden und allen Werkstätten, die zur Haupt- und Abgasuntersuchung berechtigt sind.

8 Ist die Plakette kostenfrei?

Die Gebühr dürfte bei zehn Euro liegen.

9 Sind die Grenzwerte für Nutzfahrzeuge und Personenautos gleich?

Nein. In der Schadstoffklasse EU III beispielsweise darf ein Brummi doppelt so viel Feinstaub rausblasen wie ein Personenwagen.

10 Bringt eine Filter-Nachrüstung eine Verbesserung in der Schadstoffklasse?

Ja. Nachgerüstete Partikelfilter können den Feinstaub um die Hälfte reduzieren und bringen wahrscheinlich bis zu 250 Euro Steuervorteil. Nachrüstungen sind allerdings deutlich teurer als diese Ersparnis und nicht in jedem Fall lohnend oder technisch sinnvoll.

Peter Weyer / print

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.