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Gepflegte Klassiker als begehrte Alltagsautos: Das Ende der Youngtimer ist nah

Bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen kann es sinnvoll sein, ein Auto zu wählen, dass ein paar Jahre älter ist als an sich geplant. Denn gerade Oldtimer sind zumeist deutlich gepflegter als ein normaler Gebrauchtwagen älteren Baujahrs. Ganz nebenbei steigen viele Klassiker auch noch im Wert.

Mercedes 450 SEL 6.9 - Baureihe W 116

Mercedes 450 SEL 6.9 - Baureihe W 116

Zugegeben: Old- und Youngtimer sind seit Jahren hoch im Kurs. Die Nachfrage nach jungen Klassikern und somit solchen Fahrzeugen, die 15 bis 25 Jahre alt sind, dürfte beizeiten fallen, denn die Zeiten, in denen eine Mercedes E-Klasse, ein Ford Granada oder ein Porsche 944 als Zeitzeugen charmant und beliebt waren, ist bald vorbei. Viele Youngtimer sind in den letzten Jahren zu Oldtimern und somit echten Klassikern geworden. Die Modelle, die gerade Youngtimer sind und noch einige Jahre vor sich haben, ehe sie 25 bis 30 Jahre alt dann begehrte Oldtimer werden, haben jedoch kaum den Charme, den jene Modelle in den 70er oder 80er Jahren versprühten. Ein Ford Mondeo wird es nie zum Klassiker schaffen und selbst ein BMW 5er der zugegeben exzellenten Baureihe E34 oder ein Opel Kadett späteren Baujahrs dürften sich schwer tun, sich in die Herzen einer größeren Gemeinschaft von Autofans zu fahren. Ausnahmen sind Kleinserien, Roadster und Sportmodelle, die auf dem Markt betagter Fahrzeuge immer einen Platz finden werden.

Das Ende der Youngtimer ist nah
Mercedes 450 SEL 6.9 - Baureihe W 116

Mercedes 450 SEL 6.9 - Baureihe W 116

Auf dem Papier sind es Youngtimer mit Potenzial, doch die Hochzeit dieser Fahrzeugkategorie dürfte sich langsam dem Ende zu neigen. In diesem Fall kommt man um einen echten Klassiker nicht herum. Dessen Kauf kann sich auch dann lohnen, wenn man an sich gar keinen Klassiker auf dem Plan hatte. Derzeit sind auf deutschen Straßen rund 800.000 Fahrzeuge unterwegs, die älter als 30 Jahre sind, wobei davon rund 500.000 Fahrzeuge ein H-Kennzeichen haben. Gerade die Modelle mit H-Kennzeichen sind besonders gepflegt und empfehlen sich daher auch dann für einen Kauf, wenn man an sich gar keinen Klassiker in der Garage haben wollte. "Autos mit H-Kennzeichen sind meist sehr gepflegt und technisch sicher unterwegs", sagt Marco Oehler, stellvertretender Technischer Leiter der Gesellschaft für Technische Überwachung GTÜ, "die Zahlen für 2019 bestätigen erneut: Mit dem Fahrzeugalter sinkt die Mängelzahl. Oldtimer-Besitzer achten offenbar auf einen technisch guten Zustand ihres rollenden Kulturguts."

Bei den Modellen aus den späten 80er oder frühen 90er Jahren gibt es einen besonderen Reiz. Sie bekommen ein H-Kennzeichen und gelten somit als automobile Kultur. Doch bei ihnen handelt es sich auch um technisch durchaus moderne Fahrzeuge mit einer entsprechenden Sicherheitsausstattung wie ABS, Airbags oder Xenonlicht, berechenbarer Elektronik und zumeist solider Ersatzteilversorgung. Dadurch lassen sie sich zumeist auch ohne Einschränkung als Alltagsauto nutzen. Die GTÜ hat aus ihrer Mängelstatistik 2019 der Hauptuntersuchung die klassischen Fahrzeuge herausgefiltert. In der Altersgruppe von 30 bis 60 Jahren ist die Zahl der gefährlichen Mängel mit 17,9 Prozent um 4,1 Prozent geringer als in der Gesamtstatistik inklusive jüngster Pkw (22,0 Prozent). Häufiger als diese haben Oldtimer geringe Mängel (27,2 Prozent), die sich in der Regel gut beheben lassen. 54,9 Prozent von ihnen sind ohne Mängel unterwegs.

Fieser Crash beim Driften

Bis zu einem Fahrzeugalter von rund 23 Jahren steigt laut GTÜ-Statistik die Mängelzahl an. Danach jedoch sinkt sie kontinuierlich. Interessant auch der Vergleich mit Oldtimern ohne H-Kennzeichen: Sie haben deutlich mehr Mängel als jene mit H-Kennzeichen. 44,2 Prozent von ihnen sind mängelfrei - mit H-Kennzeichen sind es bei 55,1 Prozent fast elf Prozent mehr. 29,7 Prozent haben geringe Mängel (mit H-Kennzeichen: 27,1 Prozent) und 26,1 Prozent erhebliche Mängel (17,8 Prozent). Daher dürfte sich der Blick auf die Modelle mit H-Kennzeichen für einige Interessenten eines älteren Gebrauchtwagens allemal lohnen. Und wer sein 25 oder 30 Jahres altes Alltagsauto entsprechend pflegt, kann sich aller Voraussicht nach nicht nur über überschaubare Unterhaltskosten, sondern auch einen über die Jahre ansteigenden Wert freuen.

Bei der Suche sind ein paar Grundregeln zu beachten. Zunächst einmal sollte man sich die Frage stellen, ob es ein Oldtimer oder ein Youngtimer jüngerer Bauart sein soll. Die Übergänge sind fließender als irgendwelche Jahresgrenzen, die ganz nach Auslegung irgendwo zwischen 20 und 30 Jahren Alter liegen. Wer sich für einen Klassiker entscheidet, sollte zunächst einmal das eigene Herz sprechen lassen. Denn ein Auto nur zu kaufen, weil es gerade günstig oder gut erhalten ist, ist nur den halben Weg gegangen. Wer keine italienischen Autos wie einen Alfa Romeo Giulia oder einen frechen Abarth mag, sollte die Finger ebenso von ihnen lassen, wie ein Klassikfan, der sich über den historischen Wert eines Buchhaltermodells vom Typ Ford Granada oder Opel Rekord im Unklaren ist. Ist ein Traumauto wie ein Mercedes 300 SL, ein Porsche 356 oder ein BMW Z8 weit außerhalb des eigenen Finanzrahmens, heißt es, eine Alternative zu finden, die den Geldbeutel nicht schröpft und die eigene Stimmung in ungeahnte Höhen schweben lässt. Gerade das bieten nicht selten Young- oder junge Oldtimer, weil man sich mit ihnen ein Stück Kindheit zurückholen kann. Oftmals fuhr der eigene Vater, der Onkel oder das nette Nachbar das Auto oder konnte sich genau dieses eben nicht leisten.

So ist es zu erklären, dass heute einst wenig charismatische Fahrzeuge aus den 70er oder 80er Jahren zu begehrten Oldtimern geworden sind. Wenig überraschend, dass echte Sportwagen, Cabrios /Roadster und Coupés begehrtes als schnöde Limousinen sind. Da der eigene Klassiker nur selten das Alltagsauto ist und insbesondere am Wochenende oder im Urlaub Spaß machen soll, ist die Nachfrage nach einem Modell wie dem Mercedes 280 SL der Pagodenbaureihe größer als nach einer Limousine aus der damaligen Zeit. Die Alltagsautos von einst sind heute begehrter denn je, wenn sie einen guten Pflegezustand, eine geringe Laufleistung und vielleicht sogar noch eine interessante oder gar komplette Historie haben. Wer sich mit der einzelnen Marke oder einem speziellen Modell nicht auskennt, sollte mindestens einen Experten hinzuholen. Ein Oldtimergutachten allein besagt wenig, denn die Zahl der Gefälligkeitsgutachten ist riesig und einen genauen Wert bilden die Gutachten nur sehr kurzfristig ab.

Dennoch ist ein oder mehrere Oldtimergutachten von offizieller Stelle zumindest ein guter Anhaltspunkt zu Pflegezustand, durchgeführten Restaurationen, technischer Ausstattung und Realitätsnähe der versprochenen Laufleistung. Wer nicht nur Spaß am Steuer haben will, sondern auch sein Vermögen mehren möchte, sollte auch innerhalb einer Modellreihe nicht irgendetwas kaufen. Generell sind Sportmodelle und limitierte Editionen - auch mit seltenen Ausstattungen oder Farben - besonders begehrt. Zudem ist das Topmodell oder die höchste Motorisierung beliebter als andere Modelle. Bei der Ausstattung selbst sollte der Erstbesitzer damals nicht gespart haben, denn so hoch der einmalige Unterhaltungswert auf einem manuellen Flockvelourssitz oder die viel zitierte Buchhalterausstattung auch ist: gesucht sind generell die bestmögliche Ausstattung, möglichst viele Kreuze in der Liste der Extras und eben die stärkste Motorisierung.

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?