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Kaltlaufregler: Steuertuning extreme

Millionen von Autofahrern werfen das Geld zum Fenster raus. Fahrer älterer Fahrzeuge könnten mit einem nachgerüsteten Kaltlaufregler kräftig Steuern sparen.

Der Regler sorgt mit wenig Aufwand für eine bessere Schadstoffklasse und spart leicht die Hälfte der Steuern. Beispiel gefällig? Ein älterer VW Golf oder Opel Astra, der derzeit 242 Euro Steuern in der Schadstoffklasse 1 kostet, lässt sich durch den Einbau ein Kaltlaufreglers (KLR) auf Euro2 oder sogar D3 umschlüsseln. Dann kostet er nur noch 108 Euro – mehr als Hälfte gespart. Auch der beliebte Audi A4 kostet statt 347 Euro bisher nur noch 169 Euro. Besonders leicht geht mit einem Benziner, doch auch mit einem Diesel kann gespart werden. Wer mehr bezahlt ist selber schuld. Was bewirkt dieser Kaltlaufregler und wie groß ist der Aufwand? Eines vorweg: Es lohnt fast immer. Wir haben den Test mit einem Mercedes E 220 Coupe, Baujahr 1994, gemacht.

Kaltstart verbessern

Das schicke Coupe ist bereits ein echter Klassiker und mit einer Laufleistung von gerade einmal 150.000 km in den besten Jahren. Doch die Steuerklassen haben es mit ihm nicht gut gemeint. Er wurde seiner Zeit angemessen trotz Vierventil- und moderner Einspritztechnik nur in die Schadstoffklasse Euro1 eingestuft. Grund ist das mäßige Abgasverhalten beim Kaltstart. Genau hier setzt der unscheinbare Kaltlaufregler an. Er ist kaum größer als eine Zündkerze und im KFZ-Fachhandel für 125 Euro bis 160 Euro zzgl. Einbau erhältlich. Der Einbau des kleinen Ventils ist in rund 20 bis 30 Minuten erledigt. Wir haben uns für die günstige Variante des Abgas-Spezialisten Twin-Tec entschieden. Der verlangte nur die Angabe des entsprechenden Modells und hatte prompt ein Gerät am Lager. Schwieriger kann es bei exotischen Modellen werden. Die Box, in der sich der Kaltlaufregler befindet ist kleiner als erwartet. Wer die Schachtel öffnet, sieht ein kleines Ventil, ein paar Schellen und zwei Schläuche; das ist alles.

Kein Eingriff in die Motorelektronik

Der Einbau ist tatsächlich in nicht einmal einer halben Stunde erledigt. Eingriffe in die Motorelektronik gibt es nicht. Der Kaltlaufregler bewirkt, dass der Motor schneller auf Betriebstemperatur kommt. Folglich läuft auch die Verbrennung des Kraftstoffes besser und der Motor hat ein besseres Abgasverhalten. Übrigens muss man keine neue Abgasuntersuchung ablegen. Den Einbau könnten geübte Schrauber mit etwas Geschick selbst durchführen. Damit die Änderung der Schadstoffklasse vom Finanzamt anerkannt ist, muss man jedoch eine Bescheinigung der Fachwerkstatt vorlegen. Damit bleibt der Selbsteinbau außen vor. Bei unserem Probanden, dem E 220 Coupe von Mercedes, hat die Operation ebenfalls schnell und problemlos geklappt. Vorher kostet er 332,86 Euro Steuern, Dank Euro2 hat sich die jährliche KFZ-Steuer auf 161,92 Euro halbiert. Der Aufwand rechnet sich somit nach rund einem Jahr und ist zudem ein gutes Argument beim Wiederverkauf. Den Einbau kann jede Autowerkstatt erledigen. Hat der Meister von dem KLR noch nie etwas gehört, sollte man stutzig werden und sich ggf. nach einen anderen Werkstatt umsehen. Schließlich sind die nachrüstbaren Steuersparmodelle bereits seit ein paar Jahren auf dem Markt und hinlänglich in der Branche bekannt.

Fahrer von Diesel-PKW haben es schwerer. Steuern sparen kann hier nur, wer einen Nachrüst-Katalysator einbaut. Die Kosten hierfür liegen bei 400 bis 800 Euro. Also scharf nachrechnen wie lange man den alten noch fährt und ob der Umbau lohnt.

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Stefan Grundhoff; Press-Inform

Wie viel man durch den Einbau des Kaltlaufreglers spart, kann sich jeder einfach ausrechnen. Die nachfolgenden Preise gelten pro 100 Kubikzentimeter Hubraum:

Benziner:Euro3, Euro 4, D3, D4: 6,75 Euro
Euro2:7,36 Euro
Euro 1:15,13 Euro
andere:21,07 Euro
bed. Schadstoffarm:25,36 Euro
übrige:
Diesel:Euro3, Euro 4, D3, D4: 15,44 Euro
Euro2:16,05 Euro
Euro 1:27,35 Euro
andere:33,29 Euro
bed. Schadstoffarm:37,58 Euro
übrige:

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