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Roboter-Autos: Millionen vom Pentagon

Zum vierten Mal findet ein vom Pentagon organisierter Wettbewerb für Roboter-Fahrzeuge statt. Ein harmloser Spaß ist das Ganze nicht: Mit dem Engagement sichert sich das Pentagon die Technik für den Krieg der Zukunft.

Am kommenden Donnerstag will die Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums (DARPA) die 20 Teilnehmer für das Finale am 3. November bekanntgeben. Dem Sieger winkt eine Prämie von zwei Millionen Dollar (1,39 Millionen Euro). Der Wettbewerb wird auf einem Militärflugplatz in Victorville östlich von Los Angeles ausgetragen. Die vier deutschen Halbfinal-Teilnehmer kommen von der Universität Karlsruhe, der Freien Universität Berlin, der Universität Braunschweig und dem Hamburger Technologie-Unternehmen Ibeo.

Wer das Preisgeld von zwei Millionen Dollar gewinnen will, muss in diesem Jahr mit seinem computergesteuerten Auto in weniger als sechs Stunden einen knapp 100 Kilometer langen Hindernis-Parcours durch eine Stadtlandschaft hinter sich bringen und dabei auch einige logistische Aufgaben erfüllen. Als die DARPA zum ersten Mal zur Wettfahrt von Roboter-Autos eingeladen hatte, war dem ein bunt gemischter Haufen von Autobastlern, Computer-Freeks und Studenten gefolgt.

Entwicklungskosten vom Pentagon

Kein Fahrzeug erreichte beim ersten Rennen 2004 das Ziel. Der beste Roboter kam gerade einmal zwölf Kilometer weit, bevor er die Arbeit einstellte. Mittlerweile erinnert das Umfeld des jährlich ausgetragenen Wettbewerbs schon an professionelle Autorennen. International bekannte Sponsoren unterstützten die Teams. Neue Regeln haben den Wettbewerb inzwischen attraktiver gemacht. Anders als in den vergangenen Jahren, als die Teilnehmer den Ausbau ihrer Fahrzeuge selbst finanzieren mussten, gibt die DARPA heute zehn Teams jeweils bis zu eine Million Dollar. Im Gegenzug sichert sie sich das Recht zu, einen Teil der für die Roboter-Autos entwickelten Technologie zu nutzen. Fernziel des Pentagons ist die Entwicklung von Robotern, die Kriege ohne Menschen führen. Bis 2015 soll ein Drittel der Geländefahrzeuge der US-Streitkräfte robotergesteuert sein.

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