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Übersicht Vergleichsportale: Wegweiser im Fernbus-Dschungel

Reisen mit dem Bus boomt: Citytouren per Buslinie sind sensationell günstig, aber es ist nicht leicht, die beste Verbindung zu ermitteln. Spezielle Portale helfen bei der Suche.

Von Gernot Kramper

Die Fernbuslinien erleben in Deutschland einen Boom.

Die Fernbuslinien erleben in Deutschland einen Boom.

Seitdem der Staat die günstigen Buslinien nicht mehr verbietet, um so die Bahn zu schützen, entdecken immer mehr Menschen die billige Reisemöglichkeit. Sonderaktionen machen den Bus noch populärer: Derzeit gibt es bei LIDL Reisegutscheine für Flixbus. Jede Tour kostet 9,99 Euro - egal wie lang die Strecke ist. Mehr als 100 Busanbieter tummeln sich inzwischen im deutschen Markt. Die Fülle macht es schwer, die beste und die günstigste Verbindung herauszufinden, denn ein Absurfen der einzelnen Buslinien ist praktisch nicht möglich. Zum Glück gibt es mittlerweile mehrere Portale, die einem die Einzelsuche abnehmen.

Würden Sie mit dem Fernbus reisen?

Aber Vorsicht: Wirklich perfekt sind sie nicht. Die Ergebnisse sind zwar ganz ordentlich, aber es kann immer passieren, dass eine Suche bei einem anderen Portal doch noch ein besseres Ergebnis zu Tage fördert.

Zu den bekanntesten Portalen gehört Checkmybus.de. Die Seite ist extrem schnell, die Ergebnisse werden noch während des Eintippens ausgeworfen. Die Darstellung ist einfach und klar. Die Serviceleistungen der jeweiligen Linien werden detailliert angegeben. Besonders praktisch ist die automatische "Preisvorschau +7 Tage". Sie zeigt von allein das günstigste Angebot in den Folgetagen an. Für Preisbewusste ist das eine sinnvolle Funktion, vor allem dann, wenn sie einen hochpreisigen Reisetag angeklickt haben. Neben den Reisen innerhalb Deutschlands lassen sich - wie bei den anderen Portalen auch - Reisen ins europäische Ausland anzeigen. Ein Vergleich zu Angeboten der Bahn ist jedoch nicht möglich. Ein echter Mangel, in Einzelfällen bietet auch die Deutsche Bahn Verbindungen zu vergleichbaren Preisen an.

Startup der ersten Stunde

Busliniensuche.de gehörte zu den ersten Angeboten dieser Art im Netz. Das Startup wurde von drei Studenten entwickelt und hat daher einen Sympathiebonus verdient. Die Seite benötigt deutlich länger als Checkmybus.de, bis sie ihre Ergebnisse herausrückt. Als besonderes Feature werden oben stets die günstigste und die schnellste Verbindung für die Route angezeigt. Da auch Bahnverbindungen durchsucht werden, ist die schnellste Tour allerdings häufig ein teurer ICE. Vorteil beim direkten Bahnvergleich: Auf Strecken wie Hamburg-Frankfurt ist die Deutsche Bahn mir ihren Sonderangeboten preislich durchaus konkurrenzfähig.

Der Fahrtenfuchs wirkt wegen des Fuchs-Logos schon mal orginell. Die Auswertung der Buslinien ist gemessen an den angezeigten Ergebnissen sehr gut, es fehlt eine Darstellung der Serviceleistungen wie Wlan oder Radmitnahme. Bahnverbindungen werden auch nicht ausgewertet. Positiv: Bei mehreren Anbiteren ist eine direkte Buchung von Tickets möglich. Des Weiteren gibt es noch die Portale Fernbusse.de (Mit Bahnverbindungen) und Busticket.de.

FromAtoB schlägt richtig zu und vergleicht Bahn, Flug, Fernbus und Mitfahrgelegenheiten. In Prinzip sind auch Kombinationensergebnisse möglich, bei unseren Stichproben blieb man jedoch immer bei einem Verkehrsmittel. Die Ausgabe der Ergebnisse dauert etwas, das Warten lohnt sich aber. Besonders ist, dass es ein internationales Projekt ist, man kann also auch länderübergreifenden Strecken oder Routen im Ausland abfragen. Die Ergebnisse für Deutschland überzeugen, bei den Verbindungen im Ausland fehlte ein Vergleich.

Kein Portal ohne Mängel

Der Hauptunterschied zwischen den Portalen ist die Einbindung der Deutschen Bahn und teilweise der Mitfahrzentralen. Doch kein einziges Portal wertet alle Bahngesellschaften neben der Deutschen Bahn oder gar alternative Flugverbindungen aus. Ein Klick für alle Angebote einer Strecke gibt es also nicht. Die Portale, die derartige Dienste anbieten, kommen kaum über eine Überblick hinaus. Für eine echte Buchung des schnellsten oder des günstigsten Angebots reichen ihre Daten nicht aus.

Während die Datenbasis der Buslinien innerhalb Deutschlands meist befriedigt, sind ausländische Busnetze eher zufällig vertreten. Vermutlich werden nur die Auslandsangebote in Deutschland vertretener Linien abgefragt, aber nicht alle ausländischen Busgesellschaften. Für eine Busreise quer über den Balkan eignen sich die deutschen Portale daher nicht.

Doch auch bei den reinen Deutschlandreisen ist kein Portal perfekt. Selbst dem extrem schnellen Checkmybus.de gehen Verbindungen verloren, bei unseren Stichproben waren es merkwürdigerweise gerade die günstigsten Angebote. Man sollte also schon zwei oder drei Suchmaschinen benutzen, bevor man eine Reise bucht.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.