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"Super Monkey Ball: Banana Blitz": Die Affen sind los

Den Start von Nintendos neuer Wii-Konsole durfte Segas witzige Affenbande nicht verpassen. Dank der gelungenen Steuerung und der 50 spaßigen Multiplayer-Mini-Spielchen ist "Banana Blitz" ein äußerst kurzweiliger Zeitvertreib geworden.

Das musste ja so kommen: Das ungewöhnliche Spielprinzip der "Super Monkey Ball"-Reihe scheint nur auf den mit Sensoren vollgestopften Wiimote-Controller gewartet zu haben: Wie eh und je muss ein kleiner Affe - gefangen in einer transparenten Kugel - durch putzig animierte Hindernisparcours gelotst werden, ohne eine vorgegebene Zeit zu überschreiten. Das Besondere: Nicht der niedliche Primat wird gesteuert, sondern sein Umfeld - durch Kippen und Neigen, was mit Nintendos innovativem Controller besonders gefühlvoll von der Hand geht. Ein Kinderzimmerklassiker in digitaler Form, wenn man so will.

Zwischen Freude und Frust

Der Schwierigkeitsgrad ist jedoch als beinahe sadistisch anzusehen, denn schon nach den ersten paar Stages kommen extrem schmale oder nur schwer zu passierende Spießroutenläufe auf den Spieler zu. Wer hier nicht auf den Millimeter genau Balance hält, muss von vorn beginnen. Glücksmomente und Frust liegen deshalb dicht beieinander. Dennoch verleitet das simple Prinzip dazu, die Wii-Fernbedienung nicht mehr aus der Hand geben zu wollen, was bei insgesamt zehn Welten mit jeweils zehn Level eine gewisse Zeit dauern dürfte - zumal nun am Ende der Labyrinthe meist noch ein Bossgegner wartet, dessen Schwachstelle erst einmal gefunden werden muss.

Super Monkey Ball: Banana Blitz

Hersteller/Vertrieb

Sega/Sega

Genre

Geschicklichkeit

Plattform

Wii

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

ab 6 Jahren

Die größte Stärke von "Super Monkey Ball: Banana Blitz" liegt jedoch eindeutig im Multiplayermodus, in dem sich bis zu vier Zocker in 50 unterschiedlichen, meist aberwitzigen Party-Games messen können. Manche davon - "Gefährliche Route", "Homerun-Derby" oder "Wie spät ist es, Mr. Wolf?" - sind als pure Lückenfüller anzusehen, mit anderen (Affen-Bowling, Affen-Darts, Affen-Snowboard und nicht zuletzt "Krieg der Affen") lassen sich ganze Abende in geselliger Runde verbringen. Vorausgesetzt, es sind genügend Controller nebst Nunchucks vorhanden.

Nette Grafik, mieser Sound

Während sich die 3-D-Grafik auf gutem GameCube-Niveau bewegt, müsste die seichte Dudelmusik und das nervige Geplapper der Affenbande mit dem Warnhinweis "Ohrenkrebs-erregend" gekennzeichnet werden. Dennoch ist "Super Monkey Ball: Banana Blitz" ein netter, gewaltfreier und deshalb auch für Kinder geeigneter Knobelspaß für zwischendurch. Auch als Party-Gag muss sich Segas Affenbande jedenfalls nicht vor "Rayman Raving Rabbids" oder den ollen "Mario Party"-Titeln verstecken.

Bernd Fetsch/Teleschau / TELESCHAU
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