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Perry Rhodan - The Adventure: Expedition in virtuelle Welten

Die populärste Science-Fiction-Reihe der Welt kommt als Adventurespiel auf den Computer. In seinem neuen Abenteuer muss Perry Rhodan diesmal am Bildschirm viele Geheimnisse lüften und Rätsel lösen.

Von Nina Ernst

Es ist bereits dunkel draußen. Igor Posavec hat wieder eine lange Nacht vor sich. Jeden Abend versucht er, Menschen von seiner Arbeit zu überzeugen. Keine leichte Aufgabe. Seine Gesprächspartner sind skeptisch. Schließlich geht es um ihr geliebtes Hobby: Perry Rhodan. Dessen Welt, das Perryversum, nehmen einige Fans sehr ernst. Igor Posavec arbeitet mit seinen Kollegen von 3d-io an einem Computerspiel über den berühmtesten Astronauten der Welt: "Perry Rhodan - The Adventure".

Zunächst wollte er nicht ins Forum. Er wurde davor gewarnt, dass einige Fans jede noch so kleine Unstimmigkeit entdecken werden. Auch in den Romanen ist noch kein Fehler unbemerkt geblieben. Doch dann fühlte Posavec sich verpflichtet, den Fans zu zeigen, was er mit ihrem Lieblingsastronauten vorhat: "Die Fans sollten uns nicht boykottieren.". Inzwischen hat der Spieldesigner etliche Beiträge verfasst. Etwa 100 Din-A-4-Seiten lang.

Nach eher unbekannten, virtuellen Reisen vor rund zehn Jahren erlebt Perry Rhodan nun ein neues PC-Abenteuer. Schon während des Vorspanns fühlt sich der Spieler zurückversetzt in die schrillen 60er Jahre. Die Frauen tragen futuristische Sonnebrillen, glänzende Anzüge und Plateaustiefel. Klare, abgerundete Formen bestimmen Architektur und Design. Alles sieht genauso aus, wie man es sich vorgestellt hat. Sogar ein Hauch vom Kitsch-Faktor der Reihe liegt in der virtuellen Luft. Nur der Terraner selbst hat ein Lifting bekommen und wirkt viel jünger als auf den Romanumschlägen.

Roman-Chefautor und Autor der Spielegeschichte Robert Feldhoff ist gespannt auf das fertige Spiels: "Wir alle möchten auch Bilder des Universums sehen. Bilder nehmen bei den Geschichten zwar immer etwas vorweg, aber sie erweitern das Ganze auch".

Auf Perry wartet im Spiel viel Arbeit. Die Solare Residenz, das Machtzentrum der Terraner, wird plötzlich angegriffen. Außerdem ist Perrys Freundin Mondra plötzlich verschwunden. Um den mysteriösen Geschehnissen auf den Grund zu gehen, muss der Held tief in die Trickkiste greifen. Denn er wird in der Residenz gefangen gehalten. Also sammelt er so viele Informationen wie möglich, trickst Wachen aus und erschleicht sich Zugang zu verschlossenen Räumen.

Einfache Steuerung

Gesteuert wird der Romanheld ausschließlich mit der Maus. Mit den einfachen Klicks in die Umgebung und das Inventar kommen auch Spieleneulinge schnell zurecht. Action findet nur in den Filmsequenzen statt. Der Spieler kann sich bei dem klassischen Adventure Zeit beim Lösen der Rätsel lassen. Die vielen Raumschiffe am Himmel, das gemalte Türschild vor Guckys Büro, die ekligen Speisen in der Cafeteria-Auslage - hier gibt es beim Herumlaufen viele Kleinigkeiten zu entdecken. "In einem Action-Spiel hätten wir gar nicht genügend Möglichkeiten gehabt, die Welt so detailliert und atmosphärisch wiederzugeben", meint Posavec.

Außerdem wollten die Entwickler mit dem Genre die Zielgruppe erweitern. "Die Perry Rhodan Romane sind ziemlich nerdig", findet Posavec. Es sind Geschichten für meist männliche Fans mit Interesse an Technik. Also mussten die Spielemacher schnell noch ein paar Frauen entwerfen und sich von einem Großteil des Fachchinesischs trennen, damit Rhodan-Neulinge sich nicht allzu hilflos fühlen. Taucht trotzdem noch ein Fachwort auf, hilft der Computer in Perrys Büro. Der spuckt zu jedem Gegenstand oder Hinweis die passenden Informationen aus. Trotzdem gibt es neben den extra geschaffenen Welten und Figuren auch Wiedersehen mit alten Bekannten und Insidergags für Fans.

Dafür haben die Entwickler eng mit den Autoren zusammengearbeitet. Das Grundskript stammt von Chefautor Robert Feldhoff: "Die Arbeit am Spiel hat sich stark von meiner normalen Arbeit unterschieden. Sonst hat man zu 100 Prozent Kontrolle über den Leser hat, im Spiel aber nicht." Während die Aufzeichnungen in eine Art Drehbuch umgewandelt wurden, haben die Entwickler immer wieder die Autoren und die Verlagsdatenbank befragt.

"Als ich die ersten Screenshots im Forum veröffentlicht habe, haben die Fans die Bilder mit der Lupe abgesucht", sagt Posavec. Auf den ersten Entwürfen wurde das Nasa-Schild an einem Raumschiff genauso bemerkt und kritisiert wie die falsche Augenanzahl eines Aliens. Posavec sagt: "Ich musste die Leute immer wieder überzeugen und sagen, dass alles gut wird. Da habe ich erst gemerkt, dass die Euphorie der Leser kein Marketing-Gag, sondern echt ist".

Fand der ersten Stunde

Diese Hingabe kennt Museumsmitarbeiter Werner Pöhling gut. Er ist seit seit 1964 Perry-Rhodan-Leser und organisiert Leser-Stammtische. Seit knapp 4 Jahren ist er unter dem Namen wepe ehrenamtlicher Moderator im Forum. Für ihn ist Perry Rhodan nur ein Hobby, aber als Moderator kennt er die Fachsimpeleien und euphorischen Beiträge über die aktuellen Geschichten. Für Pöhling liegt die Faszination der Reihe darin, in andere Welten abzutauchen. Der obligatorische, wöchentliche Gang zum Kiosk ist schon ein Ritual. "Wie gehen die Leute mit anderen Kulturen um? Welche Strukturen zur Existenzbewältigung gibt es? Das reizt mich an den Geschichten." Außerdem findet er es toll, dass so viele unterschiedliche Menschen verschiedener Generationen ein gemeinsames Gesprächsthema haben.

Nicht nur im Forum, auch bei den Stammtischen. Perry Rhodan verbindet und lässt alle, die einmal damit angefangen haben, nur schwer los. Pöhling interessiert sich nicht für Computerspiele, hält sich für einen Technikmuffel. Aber für seine Lieblingsserie will er vielleicht eine Ausnahme machen und einen Blick in das Spiel riskieren.

Auch die spieleinteressierten Fans im Forum haben sich mit Posavec versöhnt. Je mehr Material er veröffentlicht und je mehr Zeilen er geschrieben hat, desto positiver wurde das Feedback. Einige User wünschen ihm zum Abschluss sogar alles Gute. Also Ad Astra, auf zu den Sternen!

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(