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Tickernachlese zu iPad Air und iPad Mini: Luftikus und Powerzwerg

Die Ergebnisse des Apple-Events: Das iPad Air ist verdammt leicht, das neue iPad Mini ziemlich scharf. Außerdem gibt es Updates für Macbook Pro, Mac Pro und OS X. Zum Nachlesen: alle Infos im Ticker.

Von Ralf Sander

iPad Mini - und Schluss

Das iPad Mini wird schärfer und kraftvoller, behält aber seinen alten Namen: Es bekommt ein Retina-Display verpasst, und als Hauptprozessor kommt ebenfalls der A7 zum Einsatz. Das ist durchaus eine Überraschung. Die Kameras sind dieselben wie beim iPad Air. Äußerlich ist es schwarz oder weiß.

Das alte iPad Mini bleibt auf dem Markt, zu einem Preis von 299 US-Dollar. Die Retina-Variante kostet 399 US-Dollar.

Zum Vergleich: Das Nexus 7 von Google kostet in den USA 229 US-Dollar.

Bevor wir es vergessen: Es gibt neue Smart Covers in neuen Farben, aber ohne weitere Funktionen oder gar eine eingebaute Tastatur. Die Spekulationen haben sich also nicht bewahrheitet.

Und das war's auch von dieser Apple-Keynote. Kollege Fröhlich geht jetzt die Geräte anfassen. Morgen früh lesen Sie bei uns, wie's war.

iPads

Tim Cook kehrt auf die Bühne zurück, erzählt die Erfolgsgeschichte des iPad und spottet über Unkenrufer, die bei der Markteinführung "keinen Bedarf für so ein Ding" gesehen haben oder dachten, das das iPad "Netbooks nie das Wasser reichen" könnten.

Rhetorische Pause.

Cook: "Wer erinnert sich noch an Netbooks?".

Wired News fragt: "Kann mal jemand diese Zitate verifizieren!"

Noch ein bisschen Selbstbeweihräucherung und dann wird es

wirklich interessant!

Das neue iPad heißt ... iPad Air. Und es wiegt nur noch ein Pfund. Damit sei es das leichteste Tablet dieser Größenklasse, sagt Apple-Manager Phil Schiller.

Wie erwartet schuftet im Inneren die Hardware aus dem iPhone 5S, allem voran der 64-Bit-Hauptprozessor A7. Die Rückkamera knipst mit 5 MP, die Frontkamera nimmt in Full-HD auf. Die Akkulaufzeit gibt Apple mit zehn Stunden an.

Die Farben: Silber, Weiß, Schwarz und "Space Grey". Gold? Fehlanzeige.

Das iPad Air erscheint am 1. November. Es ersetzt das iPad 4. Immer noch auf der Markt bleibt das iPad 2 als Einsteigermodell, zu einem doch recht knackigen Preis von 399 US-Dollar. Das iPad Air beginnt bei 499 US-Dollar.

Softwareupdates: iLife & iWork

iPhoto, iMovie und Garageband - zusammengefasst als iLife - bekommen Updates für iOS und Mac. Die iOS-Versionen sind für iOS angepasst worden, desweiteren gibt es einige Detailverbesserungen, die Blättern und Teilen vereinfachen sollen. Das Erstellen von Fotobüchern ist nun auch auf dem iPad möglich. Die Musiksoftware Garageband hat auf iOS 32 Spuren. Die Mac-Version bekommt ein neues Layout und ein neue Soundbibliothek.

iWork wird ebenfalls überarbeitet, für den Mac sogar komplett neu programmiert. Die Benutzeroberfläche soll das jeweilige Dokument mehr in den Vordergrund stellen. Die Präsentationssoftware Keynote bekommt unter anderem jede Menge neue Übergänge. iWork in der iCloud ist noch in der Beta und ermöglicht leichtes Teilen und ab heute gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten. Kleiner Seitenhieb von Apple-Manager Eddy Cue: "Nun kann man auf den iPad ein Dokument anlegen, auf dem Mac bearbeiten und sogar mit jemandem teilen, der an einem PC festhängt."

Der härtere Schlag gegen Microsoft ist aber die Tatsache, dass iWork von nun an kostenlos bei jedem Mac und iOS-Gerät dabei ist.

Macbook Pro (Retina) & Mac Pro

Das 13-Zoll- und das 15-Zoll-Macbook Pro (Retina) bekommen ein Hardware-Update spendiert. Das Wichtigste zuerst: Beide Maschinen werden um 200 US-Dollar günstiger, beginnend bei 1299 US-Dollar (13 Zoll) bzw. 1999 US-Dollar (15 Zoll).

Im Innern des 13-Zöllers werkelt der aktuelle Haswell-Chip. Neun Stunden Akkuleistung sollen er ermöglichen. Der Iris-Grafikchip ist 90 % schneller als der Vorgänger. Der schnelle Wlan-Standard 802.11ac wird unterstützt.

Das 15-Zoll-Modell mit Crystalwell-Hauptprozessor und Iris-Pro-Grafik kann mit einer GeForce-750M-Grafikkarte ausgerüstet werden. Akkulaufzeit: 8 Stunden. Beide Macbooks Pro sind von heute an verfügbar.

Der zylinderförmige Mac Pro bekommt ebenfalls ein Update: Hauptprozessor mit bis zu 12 Kernen, 12GB Videospeicher. Bis zu 64 GB RAM. Anschnallen bitte: Als Dual-Workstation soll der Zylinder bis zu sieben Teraflops rechnen können. Ist aber eher nicht für den Hausgebrauch gedacht. Startpreis: 2999 US-Dollar.

Mac-Betriebssystem OS X

Die nächste Version des Betriebssystem OS X "Mavericks" wird vorgestellt. Es soll durch Softwarekniffe eine längere Akkulaufzeit ermöglichen. Eine Technik namens Speicherkompression verspricht eine bessere Ausnutzung des Arbeitsspeichers. So sollen 6GB Daten in 4GB RAM passen.

Der Safari-Browser bekommt Shared Links, außerdem werden Benachrichtungen verbessert. Sie können auch von Websites ausgelöst werden.

Dateien können mit Tags versehen, um sie besser zu finden. Die Nutzung mehrer Monitore soll ebenfalls besser werden. Und iBooks, bekannt von iOS, findet seinen Weg auf den Mac.

Das ist eine der fetteren Ankündigungen: OS X "Mavericks" ist kostenlos und ab sofort erhältlich.

Übrigens: Apple-Manager Craig Frederighi, der "Mavericks" vorstellt, ist aufgrund seiner getunten Frisur auch als "Hair Force One" bekannt. True story!

Cooks Eröffnungsrede

Die Pausenpopmusik verstummt. Ein schön animiertes Werbevideo beginnt. Tim Cook betritt die Bühne. "Thanks for joining us." Cook erzählt von Apples Werten. Dann die obligatorischen Erfolgsmeldungen. Zahlen galore. 9 Millionen verkaufte iPhones, angeblich der beste iPhone-Launch bisher. Es folgt noch ein Werbevideo.

Weitere Zahlen:
- iTunes Radio hat 1 Milliarde Songs abgespielt.
- Im App Store sind nun mehr als 1 Million Apps verfügbar. 60 Mlliarden Downloads.

Cook teilt aus: "Die Konkurrenz ist verwirrt. Sie ist Netbooks hinterher gelaufen. Jetzt versucht sie, PC in Tablets zu verwandeln und Tablets in PCs."

Die letzten Vorbereitungen

Anpfiff ist um 19 Uhr. Kollege Fröhlich sucht sich in London gerade einen Sitzplatz. Und in San Francisco hat Apple-Boss Tim Cook Spaß hinter der Bühne. Schreibt er zumindest auf Twitter.

Der Tablet-Dienstag geht seinem Höhepunkt entgegen

Ob und wie sehr sich Apples Konkurrenz angesichts dieses Aufeinanderprallens von Terminen geärgert hat, wissen wir nicht. Von Microsoft steht von heute an die zweite Generation der Tablet-Serie Surface in den Läden. Wir haben uns so ein Gerät bereits angeschaut.

Und dann war da noch Nokia, das heute morgen in Abu Dhabi sein erstes Tablet und zwei große Smartphones (6 Zoll) der Lumia-Reihe vorgestellt. Das Wettrennen ums Weihnachtsgeschäft ist eröffnet. Aus der Horde der Hersteller von Android-Tablets wird mit Sicherheit auch noch einiges kommen.

Worum es heute Abend geht

Die Einladung ins Yerba Buena Center in San Francisco, die Apple an Journalisten verschickt hat, gibt sich wie immer recht kryptisch. "We still have a lot to cover", heißt es schlicht. "cover" kann in diesem Fall "abdecken" bedeuten, aber auch "berichten". Und natürlich ist eine Anspielung an die Smart Covers des iPads möglich. Vielleicht bekommen sie nun einen Tastatur spendiert, ähnlich den Touch Covers für Microsofts Surface?

Als sicher gilt, dass Apple eine neues Modell des iPad und des iPad Mini präsentieren wird. Aktualisierungen des Macbook Pro gelten ebenfalls als möglich. Einen ausführlichen Blick auf die aktuellen Gerüchte haben wir hier zusammengestellt.

Wer schreibt das hier eigentlich?

Um 19 Uhr geht es los, es ist also noch ein wenig Zeit, kurz das Team vorzustellen, das heute die Apple-Show begleiten wird. Am Liveticker in der Redaktion in Hamburg sitzt Ralf Sander (Twitter privat: @rlfsndr). Beim offiziellen Event für die europäischen Journalisten, das in London stattfindet, ist Christoph Fröhlich vor Ort (Twitter privat: @cfroeh). Er wird auch über unseren Ressort-Twitteraccount @stern_digital ständig Details von der Präsentation twittern. Morgen lesen Sie von ihm, wie sich die neuen Geräte anfühlen.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.