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Quartalszahlen 54 Prozent Plus: iPhone 12 und die neuen Macs sorgen bei Apple für Weihnachten im April

Apple-Chef Tim Cook musste einen Umsatzrückgang im letzten Quartal ankündigen
Die aktuellen Zahlen sind für Apple-CEO Tim Cook sehr erfreulich
© TNS/ABACA/ / Picture Alliance
Der Corona-Boom und die neuen iPhones schieben Apples Verkaufszahlen kräftig nach oben. Doch die Bremse könnte bald kommen.

Apple ist in dieses Jahr mit starken Zahlen gestartet, wie sie früher nur im Weihnachtsgeschäft erreicht wurden. Der iPhone-Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Quartal um 54 Prozent auf 89,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel mit 23,6 Milliarden Dollar (19,5 Mrd Euro) gut doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Üblicherweise waren Jahresanfänge für Apple nach fulminanten Weihnachtsquartalen eher eine ruhige Zeit. Doch diesmal gab es kräftige Zuwächse in allen Produktbereichen.

iPhones und Macs boomen am stärksten

Das iPhone spielte dabei wieder einmal die Hauptrolle und brachte knapp 48 Milliarden Dollar Umsatz ein - fast zwei Drittel mehr als vor einem Jahr. Aber auch bei den Mac-Computern gab es ein sattes Plus von 70 Prozent auf 9,1 Milliarden Dollar Umsatz. Das war der höchste Wert im Geschäft mit Mac-Computern überhaupt. Konzernchef Tim Cook hob hervor, dass die jüngsten drei Quartale auch die besten für den Mac waren.

Apple machte einige Modelle seiner Computer im vergangenen Jahr effizienter mit dem Umstieg von Intel-Prozessoren auf Chips aus eigener Produktion. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Macs stärker gefragt, weil die Menschen mehr zuhause arbeiten und lernen. Das trug auch bei den iPad-Tablets zu einem Umsatzplus von 79 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar bei. Apple nennt seit einigen Jahren keine Absatzzahlen zu den Geräten mehr.

Wachstum in allen Bereichen

Genauso viel Umsatz wie die iPads brachte im vergangenen Quartal die Sparte ein, in der Geräte wie die Computer-Uhr Apple Watch, die AirPods-Ohrhörer und diverses Zubehör zusammengefasst sind. Drei Viertel der Watch-Käufer schafften sich dabei ihre erste Apple-Uhr an. Das Geschäft mit Abo-Diensten und Erlösen aus dem App Store wuchs um rund 27 Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar. Apple hat jetzt 660 Millionen Kunden von Abo-Diensten - 145 Millionen mehr als vor einem Jahr.

Apple beendete das Quartal mit Reserven von 204 Milliarden Dollar. Dem standen langfristige Verbindlichkeiten von knapp 122 Milliarden Dollar gegenüber.

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Kommt bald die Bremse?

Europa wird dabei zu einem immer wichtigeren Markt für Apple. Die Erlöse hier stiegen im Jahresvergleich um 56 Prozent auf knapp 22,3 Milliarden Dollar. Das Geschäft in China erholte sich weiter von dem Corona-Einbruch vor einem Jahr und wuchs um 87 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar. In keiner Region habe das Wachstum unter 35 Prozent gelegen, betonte Finanzchef Luca Maestri.

Apple gab angesichts der Pandemie keine konkrete Prognose für das laufende Quartal ab, rechnet aber mit deutlichem Wachstum im Jahresvergleich. Zugleich bekommt auch Apple die globale Halbleiter-Knappheit zu spüren. Die Lieferengpässe würden vor allem Macs und iPads treffen und den Quartalsumsatz um drei bis vier Milliarden Dollar drücken, sagte Finanzchef Maestri.

Anleger ließen die Apple-Aktie nach den deutlich über den Erwartungen ausgefallenen Zahlen im nachbörslichen Handel um 2,3 Prozent steigen. Apple ist an der Börse bereits mehr als 2,2 Billionen Dollar wert.

mma DPA

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