HOME

Investment: Warum ausgerechnet Bill Gates auf einmal für Apple schwärmt

Reich mit Bitcoin? Zwei Männer, die es wissen müssen, sehen das sehr skeptisch. Stattdessen feiert Bill Gates lieber den einstigen Konkurrenten Apple.

Bill Gatess Warren Buffet

Bill Gatess und Warren Buffet kennen sich mit Geld aus.

Picture Alliance

Es war ein unglaublicher Hype: Als Bitcoin im letzten Dezember auf seinem Allzeithoch stand, war eine Einheit der Digital-Währung knapp 17.000 Euro wert. Kurz darauf kam der Crash, Bitcoin und auch viele weitere Währungen krachten auf die Hälfte ab. Jetzt hat mit Bill Gates einer der reichsten Menschen der Welt erneut vor der Währung gewarnt - und eine klare Alternative genannt.

Er würde nie in Bitcoin investieren, erklärte der vielfache Multimilliardär. Nur "shorten" - also auf einen weiteren Wertverlust wetten - würde er bei Bitcoin. Gates sprach auf dem jährlichen Treffen von Berkshire Hathaway, der erfolgreichen Investmentfirma seines Milliardär-Kumpels Warren Buffet. Der hatte schon auf dem Höhepunkt des Bitcoin-Booms vor der Kryptowährung gewarnt, nun legten er nach. "Bitcoin ist wahrscheinlich Rattengift hoch zwei", erklärte der 87-jährige Investment-Experte. 

Bitcoin ist für Dumme

Seine einfache Erklärung für den Hype: Es gehe bei der Währung nur darum, einen Dummen zu finden, der mehr dafür zahle, sagte er "CNBC". "Die Leute zocken einfach gerne", so seine schlichte Erkenntnis. Dabei ist Bitcoin seiner Ansicht nach unproduktives Vermögen, weil es keinen eigenen Wert schaffe. "Im Bezug auf Kryptowährungen im Allgemeinen bin ich mir sehr sicher, dass das alles ein böses Ende nehmen wird." Auch Gates sieht das so. Selbst Bitcoin, die er mal geschenkt bekommen hat, hat er seinen Angaben zufolge längst verkauft.

Ganz anders klingen die beiden, wenn sie über Gates früheren Konkurrenten sprechen. Beim Thema Apple kommt beinahe schon Begeisterung auf. Der iPhone-Konzern sei eine "großartige Firma", erklärte Gates gegenüber "CNBC". Und er geht noch weiter: Obwohl Apple mit einem Marketcap von aktuell fast 800 Milliarden Euro die wertvollste Firma der Welt ist, hält er den Konzern nicht für überbewertet - und empfiehlt sogar, in ihn zu investieren. "Die Top-Techfirmen haben alle einen Ausblick auf sehr starke Profite - aber Apple steht am besten da."

Apple als Investment-Gral

Auch Buffet sieht das so. "Ich mag Apple. Wir haben die Aktien gekauft, um sie zu halten", sagte er "CNBC". Und feixte: "Wir haben fünf Prozent der Firma in Aktien gekauft. Am liebsten hätte ich 100 Prozent." Anderen würde er den Kauf aber nicht empfehlen - aus Egoismus. Weil Apple mit seinen gigantischen Bargeld-Reserven Aktien nachkauft, steigt auch Buffets Anteil der Aktien. "Je billiger sie die Aktie kaufen, desto mehr bekommen sie für ihr Geld. Ich habe keinerlei Grund, andere zum Kauf von Apple-Aktien zu bewegen."

mma